Sonntag, 25. Juli 2021

Snapshot

Titel: Snapshot

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Novella (Kurzgeschichte)

Sprache: englisch

Seiten: 128

Verlag: Gollancz

Lesereise: Davis und sein Kollege Chaz werden zur Beweissammlung in einen Snapshot geschickt. Sie sollen sich ein paar Fälle genauer ansehen und möglichst nichts beeinflußen. So weit, so gut, eine glatte Routinesache. Doch Chaz hat Gerüchte gehört das an genau diesem Tag irgendwas großes in der Stadt abgeht. Ein Verbrechen das geheim gehalten werden soll. Also entschliessen sich die beiden Kollegen sich das genauer anzusehen. Und was sie dort entdecken, geht tiefer als denkbar war.

 

Eine kurze zeitweilige Sci-fi Geshcichte für zwischendurch.

Ein Snapshot ist ein durch Technologie erzeugtes Spiegelbild der realen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt. In dieses Spiegelbild können Polizisten geschickt werden um den Zeitraum noch einmal zu erleben. Das hilft bei der Lösung von schwer lösbaren Kriminalfällen, denn so können sie dem Verbrecher direkt auf die Finger schauen. Die Polizisten welche in das "Snapshot" geschickt werden, erscheinen dort als ganz normaler Teil der normalen Welt und müssen daher umsichtig mit der erschaffenen Welt umgehen um keine Wellen auszulösen, welche die Ereignisse verändern könnten.

Das Konzept ist ein Rohgerüst, aber für eine Kurzgeschichte völlig ausreichend und auch nicht weiter unüblich. Es hat Hand und Fuß auch wenn natürlich einige Rätsel offen bleiben.  Brandon Sanderson ist ja kein unbekannter im Sci-Fi-Fantasy Genre und man kann sich sicher sein das man eine gute Qualität bekommt, was hier der Fall ist.

Dadurch das die Grundidee relativ roh war und sich nicht sehr weit entwickeln konnte blieb vieles nicht ganz greifbar. Aber das ist ein generelles Problem das ich persönlich mit Novellen habe. Die Geschichte stellt was real ist in Frage und alles was wir durch die Handlung erfahren, zieht einen immer weiter in diese Fragestellung. 

In einer Stadt in der 20 Million Dublikate rumlaufen und nur 2 reale Mesnchen, ist es okay einfach ein paar Dublikate zu erschiessen? Und wie wissen unsere Charaktere das sie real sind? Die Handlung war sehr interessant in dieser Hinsicht und das wahre Verbrechen hinter dem geheimen anderen Verbrechen... die Wendungen waren doch sehr überraschend.

Anthony Davis
ist ein zurückhaltender Typ, der schon einiges hinter sich hat. Nach der Trennung von seiner Frau, kann er sienen kleinen Sohn kaum noch sehen. Also nutzt er seine Chance im Snapshot, auch wenn er weiss das es ihm im realen Leben nichts bringt. Davis hat einiges an inneren Konflikt zu bewältigen.

Chavez
ein bisschen Vorlaut und jünger. Chaz moralische Grundsätze sind weniger locker gestrickt. Er sieht die Dublikatwelt eben nur als Dublikatwelt und was dort passiert hat keine Auswirkung auf das reale Leben.

Maria
ist die Vorgesetzte und wir erfahren nicht sehr viel über sie, ausser das sie eine recht korrekte und Regelverliebte Person ist. Nichts desto trotz wirkt sie recht real auf mich.


Viel zu kurz für diese Art von Konzept, gerade wenn man mit den Charakteren warm geworden ist, ist das Ganze auch schon wieder vorbei.


Ich bin kein Freund von Kriminalgeschichten, aber das Konzept war interessant und die Charaktere ebenfalls. Es war etwas kurz, aber das ist ja der Sinn bei einer Kurzgeschichte. Die Wendungen waren super! Ich würde persönlich keine längere Version davon lesen, einfach weil ich dieses Genre generell in buchform nicht mag, aber das Buch war solide und ein Leckerlie für Zwischendurch. 

Für Sanderson Fans auf jeden Fall ein must-read, aber es gibt stärkere Kurzgeschichten von ihm.



Kurzrezension: The Forgetting

Titel: The Forgetting

Autor: Sharon Cameron

Reihe: Standalone

Sprache: englisch

Seiten: 403

Verlag: Scholastic Press

Lesereise: Alle 12 Jahre vergessen die Einwohner von Canaan ihr gesamtes Leben. Sie wissen weder wie sie heißen, noch wer zu ihrer Familie gehört, wer sie sind, was sie tun, einfach alles ist weg. Darum trägt jeder ein Buch bei sich, in dem alles festgehalten wird. Wirklich alles! Aber wer sagt eigentlich das was in den Büchern der Menschen steht auch der Wahrheit entspricht? Aber Nadia kann sich erinnern. Um sich selbst zu schützen hält sie diese Fähigkeit geheim, doch ewig kann das nicht gut gehen und Nadia ist nicht die einzige die der Wahrheit auf den Grund gehen will.

 

Es handelt sich hier um Science Fiction. Anfangs hat es allerdings mehr dystopische Züge. 

Ich mochte die Geschichte anfangs recht gerne. Es las sich wie eine beliebige Dystopie. Eine Stadt die von Mauern umschlossen ist und niemand darf raus. Alle 12 Jahre vergssen alle wer sie sind und das führt natürlich zu aller Hand von Straftaten und Schabernack. 

Ich mochte die Grundidee von Anfang an nicht. Jeder trägt ein Buch mit sich rum, praktisch wie ein Tagebuch und da gibt es diese Regeln das man immer die Wahrheit schreiben soll. Ziemlich unrealistisch, beim nächsten Forgetting kann man es sich einfach schön schreiben und die Bücher und Regeln werden nach Herzenslust manipuliert. Genaus passiert es auch in der Handlung - zumindest das kann man der Geshcichte zu Gute halten. 

Nadia und Gray waren als Charaktere okay. die Liebesgeschichte war nicht besonders, einfach weil sie einem so offensitlich ins Gesicht geschlagen wurde, aber kann ich drüber wegsehen. 

Nach ca. der Hälfte des Buches habe ich aufgegeben und nur noch überflogen. Es wurde sehr viel wiederholt. Je weiter ich in der Geschichte vorstieß desto langweiliger und uninteressanter wurde es. Ah toll! Jetzt schreibt sie wieder in ihr beklopptes Buch, wow so interessant! Oh toll und da gehen wir wieder illegal über die Mauer nur um ein Raumschiff im Dschungel zu finden, wuhu wer hätte das gedacht und ZUFÄLLIG findet sie den Einstiegscode und ZUFÄLLIG gibt es dann doch ein Heilmittel und ZUFÄLLIG werden alle Probleme viel zu glatt gelöst und jeder bekommt seine Erinnerungen zurück. Ich fand Nadias Geschwister und die ganzen anderen Charaktere einfach nur schrecklich. Die hatten alle so komische Beziehungen untereinander, extrem künstlich und erzwungen. Der Einzige der "echt"rüberkam war Gray.

Ich bin mit dem Buch überhaupt nicht warm geworden und je mehr ich gelesen habe desto schlimmer wurde es. Weder die Grundiddee, noch die Charaktere oder die Handlung konnten mich begeistern. Ich bin froh das ich dieses Buch endlich zu Ende gelsen habe und will auch keine Zeit in eine ausfürhliche Rezension investieren. Für mich war die Geshcichte langweilig in jeder Beziehung.

Lest am besten selbst und bildet Euch eine eigene Meinung.

Das Buch war für mich ein absoluter Flop.

Samstag, 5. Juni 2021

The Princess will save you

Titel: The Princess will save you

Autor: Sarah Henning

Reihe: Dilogie

Sprache: englisch

Seiten: 448

Verlag: TOR Teen

Lesereise: Als Prinzessin Amarande klein war, haute ihre Mutter ab und ihr Vater der König hat darauf nie wieder geheiratet. Das wäre auch kein Problem, wäre er nicht plötzlich ermordet wurden. Das, zumindes, glaubt Amarande, auch wenn alle anderen daran glauben das der König an einem Herzversagen gestorben sei. Jetzt steht Amarande vor der plötzlichen Pflicht einer Heirat und das obwohl sie bereits ein Herzblatt hat, Luca, den Stalljungen. Als Luca schließlich auch noch entführt wird, macht sich Amarande ohne Umschweife auf die Suche nach ihm. Aber ihr ist klar, das dies ganz bestimmt kein Zufall ist.

 

In dieser Geschichte soll nicht die Prinzessin, sondern der Prinz gerettet werden, eine sehr interessante Umkehrung, die man nicht oft liest. Leider war ich von der Ausführung der Geschichte sehr enttäuscht. Ich denke das lag auch teilweise an Sarah Hennings Schreibstil, mit dem ich leider gar nicht warm geworden bin und an der Tatsache das schlecht recherchiert wurde.

Die Autorin versucht uns nach und nach Einblicke in die Welt der Protagonisten zu verschaffen. Allerdings bleibt dies recht fade und für eine Welt die uns die Autorin als sehr divers verkauft, ist sie erstaunlich nicht diverse. Irgendwie sieht jeder gleich aus, benimmt sich ähnlich und scheint eine ähnliche Kultur zu haben. Ein paar einzelnen Ausnahmen zum Aussehen gibt es, allerdings spielen diese keine große Rolle. Keines der Details das wir über Pyrene, den Torrent oder wie die noch alle hießen lernen, ist auch nur annähernd interessant. Die Welt scheint wie aus der Retorte generiert. 

Die Handlung war recht stringent und hat durchaus Sinn gemacht. Amarande lehnt sich gegen das System auf, macht sich daran ihren Luca zu retten, hat ein paar Begegnungen unterwegs - aus denen sie zwar nichts macht, aber okay - und am Ende wird alles gut. Gott sei Dank hat sich auch niemand weiterentwickelt oder etwas gelernt! Wir sind alle so schlau als wie am Anfang des Buches, weil obwohl manches hinterfragt wird, geht niemand den Denkweg zu Ende oder entschließt tatsächlich etwas zu tun.

Der krasse Plottwist war sehr plötzlich und schnell abgearbeitet. Er schien in das Ende der Geschichte reingezwängt und war dazu auch nicht wirklich überraschend. Eigentlich gab es sogar zwei Twists, aber der 2. war so sinnlos, ohne Vorankündigung oder Hinweise, das er total platt fiel und den ersten eigentlichen Twist gleich mit runter zog.


Den Figuren fehlt es an Tiefe und Verbundenheit. Amarande und Luca sind total verliebt? Ich spüre davon gar nichts. Die anderen Prinzen sind alle total böse? Sorry, wieder nichts. Gesagt wird uns das wiederholt, aber gezeigt wird es nie.

Amarande
erzählt uns die ganze Zeit wie tough sie ist und wie krass sie ihr Leben lang trainiert hat. Aber was wir sehen ist ein weinerliches Mädchen, das sich über die Geheimnisse ihres Vaters aufregt und denkt das sie von allem einen Plan hat. In Wahrheit hat sie aber keine Ahnung, keine Erfahrung und ihre Kampfkünste sind nicht in der Realität verankert. Meistens schwebt sie ohnhin nur durch die Handlung, also was solls.

Luca
seine einzige Aufgabe ist es in Amarande verliebt zu sein. Das ist das einzige aus was Luca besteht. Oh ja, hier gibt es noch einen tollen Twist - uh, der ist so krass unerwartet, das ich ganz dringend NICHT das zweite Buch lesen muss.

Renard
war eben ein Prinz. Reicht ja auch.

Taillefer
hat in mir Hoffnungen geweckt das wir hier ein verstecktes Genie haben, was einen taktisch ausgefeilten politischen Schachzug plant. Doch dann ist er doch nur der Typ der gerne den Fliegen die Flügel ausreist, einfach weil er's kann.

Ula, Dunixi und der Rest
Ula hat Glaube! WOW, wir bekommen einen Charakter mit einer Spur von Persönlichkeit! 😱 Dunixi liebt Geld über alles 😱 noch ein Charakterzug. Jetzt haben wir schon 2 an zwei Figuren. Das reicht ja dann auch. Daher brauche ich zu den anderen eindimensionalen Figuren gar nichts mehr sagen.


Definitiv sind die Figuren ein großer Schwachpunkt. Sie sind so generisch das man sie alle samt weglassen könnte und die Geschichte würde sich nicht ändern. Die einzigen Figuren die ein klein wenig interessant waren, Nebencharktere wie z.B. Ula, waren eben nur Nebencharaktere. Wenn den Protagonisten Dinge an denen sie wachsen oder uns etwas erklären, beweisen können, einfach nur passieren, dann nenne ich das nicht Charakterentwicklung.

Über die Figuren war ich sehr frustriert.

Die Handlung stützt sich auf die Liebesgeschichte zwischen Amarande & Luca, doch die bleibt eindimensional und kann diese Rolle nicht erfüllen. Damit fällt die gesamte Handlung.

Schwerter! In keinem Fall bin ich ein Experte, aber selbst mir fiel auf wie schwachsinnig die Kampfszenen und Waffen allgemein dargestellt wurden. Ganz eindeutig: schlecht oder gar nicht recherchiert. Erst werden die Schwerter des Königs als große Zweihänder beschrieben, dann schwingt Amarande die ohne Probleme eins in jeder Hand. Es ist auch kein Problem das sie die beim reiten auf den Rücken schnallt, obwohl sie erstens, nicht mal irgendwas zum anschnallen dabei hat und zweitens, zwei große Zweihänder. Garantiert super handlich! 

Außerdem ist es offenbar kein Problem für ein Pferd stundenlang non stop durch die Wüste zu gallopieren ohne Wasser. Für Amarande scheint es jedenfalls kein Problem Tagelang ohne Schlaf, Pause, nenneswertes Essen und Trinken und frisch wie am ersten Tag durch den Torrent zu spazieren. Selbst Luca und seine Gemeinschaft machen Pausen und wir sollen glauben das Amarande irgendwie übermenschlich ist?

Die Kampfszenen lasen sich wie von jemandem beschrieben der eine Schwertkampfszene in einem Hollywoodfilm beschreibt: viele Wirbel, Drehungen und Spezialeffekte, aber wenig Sinn und Verstand. Ich habe oft mit den Augen gerollt und es hat beim lesen fast wehgetan.

Dieses Buch wollte Feminismus in einer sehr patriarchisch geprägten Welt zeigen, aber mit Amarande als Hauptdarsteller hat das überhaupt nicht geklappt.

Ich kann dieses Buch leider nicht empfehlen. Ich bin sogar irgendwie wütend, weil es mich so sehr enttäuscht hat. All die interessanten Ansätze der Handlung wurden einfach übergangen. Es fehlt an Witz, Weltenbau, Recherche und wenigstens besser ausgearbeiteten Protagonisten. Das einzig halbwegs solide war die Handlung, die allerdings unter allem anderen litt.

Die Prinzessin rettet vielleicht Luca, aber nicht diese Geschichte.



Sonntag, 18. April 2021

Sorcery of Thorns

Titel: Sorcery of Thorns

Autor: Margaret Rogerson

Reihe: Einzelband

Sprache: englisch

Seiten: 480

Verlag: McElderry Books

Lesereise:
Elisabeth Srivener wächst in einer der großen Bibliotheken auf. Sie kümmert sich um die Grimoires, Bücher mit magischem Inhalt und Zaubersprüchen. Doch diese Bücher sind besonders. Nicht das Ihr Inhalt gefährlich sein kann, sie leben und Elisabeth hat eine besondere Beziehung zu ihnen. Doch als es plötzlich zu einem schlimmen Vorfall kommt und Elisabeth als Hauptverdächtige abgeführt wird, stellt sich heraus das viel mehr hinter den Bibliotheken steckt als es den Anschein hat.

 

Ich habe viele unterschiedliche Meinungen zu Margaret Rogersons Büchern gehört, aber ich muss sagen ich finde Sie hat einen eigenen stil der deutlich wiedererkennbar und angenehm zu lesen ist. Sie versucht mit einer frischen Sichtweise auf bereits alte Ideen zu Punkten und kann dies auch recht gut umsetzten. Dieses Buch schwimmt für mich auf der selben Ebenen wie "An Enchantment of Ravens". Es ist weder besser noch schlechter, sondern trägt den selben Stil hindurch.

Eiegntlich ist die Idee bei weitem nicht neu: Protagonist in einer mystiösen Bibliothek, Magier, böse und gute Bücher... die Umsetzung ist aber sehr gut gelungen. Man fühlt sich nie gelangweilt und es gibt immer etwas zu entdekcen. Manche Ideen fand ich albern, zum Besipiel die Tatsache mit den "Warrios of Libaries" die Wardens mit Schwertern. Da konnte ich keinen Sinn dahinter entdecken, ausser Fanservice - aber ich bin auch nicht mehr die Zielgruppe für diese Art Buch. Wenn man diese Tatsache weggelassen hätte, hätte dies am Plot nichts geändert. 

Die Intrigen waren recht gut gelungen, wenn auch teilweise nicht immer überraschend. Ich war aber kein Fan der Kampfszenen in denen Elisabeth alleine mit dem schwert zu Gange war. Diese wirkten unnatürlich und gestellt. Die Kampfszenen in denen sie zusammen mit anderen z.B. Magister Thorn unterwegs ist, waren viel besser dargestellt und glaubwürdiger dargestellt.

Da die Geschichte aus Elisabeths POV erzählt wird und sie sich in einer Welt angelehnt am 19.Jh. bewegt, bleibt auch nicht die Kritik an eben jenen sozialen Strukturen aus. Diese ist in keinem Fall aufdringlich, sondern eher pragmatisch, was mir sehr gut gefallen hat.

Auch die Liebesgeschiht kommt langsam in Schwung und je mehr sich Elisabeth und Nathaniel kennenlernen, desto glaubhafter wird das Ganze.

Der Weltenbau spielt keine besonders große Rolle, da die Handlung mehr Action getrieben ist, kommt hierbei einiges zu kurz. Man könnte meinen die Autorin setzt vorraus das man grob mit der Zeitperiode vertraut ist um die Welt zu verstehen. Für mich war das durchaus in Ordnung, aber ich kann mir vorstellen das andere Leser damit ein Problem haben.


Die Hauptcharaktere hatten eine sehr gut ausgebaute Vergangneheit die sie zu denen gemacht haben die sie sind. 

Elisabeth
hat eine starke Persönlichkeit und stolpert ohne viel Vorkenntnisse in eine Welt von der sie kaum etwas weiss. Sie schafft es aber sich schnell anzupassen und einzufinden, auch wenn sie sich weniger damit abfinden kann. Sie geht trotz allen Wiederständen ihren eigenen Weg und wächst im Laufe der Handlung, nicht unbediengt über sich hinaus, aber sie wächst.

Nathaniel
hat einen fantastisch ausgebauten Hintergrund. Natürlich bedient er den tragischen Helden in gewissem Maß, aber ich fand dies durchaus passend im Setting und für die Handlung. Er war ein ausgezeichnetes Gegegngewicht zu Elisabeth und die beiden haben ein gutes Paar abgegeben.

Silas
war eine interessante Figur an sich, aber es war von Anfang an klar das er nicht so kalt war wie immer betont wurde, weil Dämon usw. Diese Tatsache fand ich bald etwas albern. Ausserdem habe ich das dunpfe Gefühl das hier "Black Butler" eine gewisse Rolle bei der Inspiration der autorin gespielt hat. Das war irgendwie eigenartig.

Oberon Ashcroft
der Oberste Magier war ein einziges Klischeebild. Ich fand seine Motive nicht sonderlich überraschen oder kreativ. Auch wenn versucht wurde ihm so etwas wie eine Persönlichkeit zu geben, war das leider nicht sehr erfolgreich.

alle anderen Nebencharaktere
sind nicht weiter erwähnenswert. Katrien, Elisabeths Freundin, spielt nur am Anfang eine Rolle und wird dann irgendwie unter den Tisch gekehrt. Lorelei, der Dämon von Ashcroft, ging mir eigentlich auch sonst wo vorbei und an alle anderen Figuren kann ich mich schon nicht einmal mehr an die Namen erinnern.


Die Nebencharakter haben nicht viel Liebe erfahren, besonders traurig war dies für den Bösewicht der Geschichte. Etwas mehr Tiefe wäre doch bei dem ein und anderen angebracht gewesen.

Der Hype um dieses Buch stützt sich sher auf die "ach so besondere neuartige Idee" die ich aber vergeblich gesucht habe. War doch recht verfehltes Marketing in meinen Augen, wenn auch die Umsetzung der Idee an sich recht gut gelungen ist.

Weltbau kam viel zu kurz, aber dies war bereits in "Enchantment of Ravens" mein Kritikpunkt und ist offenbar eine Schwäche der Autorin.

Ich kann dieses Buch dennoch weiterempfehlen. Die Handlung wurde interessant umgesetzt und alle Protagonisten haben eine ausgefeilte Basis und damit Tiefe. Ich finde Margaret Rogersons Schreibstil liest sich sehr angenehem. Auch die Verarbeitung der Tehmen zeigen das sich die Autorin Gedanken macht und nicht nur einfach auf einen Zug aufspringt.





Montag, 29. März 2021

Kurzrezension: Mitosis

Titel: Mitosis

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Novelle (Rächer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "Mitosis"

Seiten: 96

Verlag: Gollancz

Lesereise: Das Steelheart tot ist verbreitet sich wie ein Lauffeuer und während die Rächer versuchen so etwas wie Normalität in Newcago herzustellen, kommen neue Epics und versuchen Steelhearts Platz einzunehmen. Mitosis kann nicht glauben das jemand wie David es möglich war einen Epic zu töten und deshalb wird David jetzt zum Ziel. Eine Tatsache die ihm noch nicht ganz klar war.

 

Ich bin kein großer Fan von solchen kleinen Extranovellen. Aber hier ist es wirklich gut gelungen Davids Character noch ein bisschen in den Mittelpunkt zu rücken und ihm sogar ein wenig weiter zu entwickeln. 
Mitosis kommt nach Newcago um David zu töten. Jetzt ist es an ihm und Tia sich da wieder herauszumanövrieren. 
Es gibt ein paar tolle Extras im Buch, mit Zeichnungen und Zusatzinfos. 
Eine sehr gelungene Kurzgeschichte, die es sogar schafft noch etwas zur Handlung beizutragen. Aber das hätte ich von Brandon Sanderson auch nicht anders erwartet und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.




Calamity

Titel: Calamity

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Trilogie (Rächer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "Calamity"

Seiten: 464

Verlag: Heyne fliegt

Lesereise: Calamity steht hoch am Himmel als David und sein Team sich nach Ildithia (früher Atlanta) aufmachen um den Prof zu verfolgen. Sie haben einen Plan ihn zurückzuholen, raus aus der Dunkelheit. Aber ob es klappt, steht auf einem anderen Blatt. Längst wissen sie noch viel zu wenig über die Kräfte der Epics und wie alles zusammen wirkt. Aber sie wissen das der Prof einen Plan hat und der hat irgendetwas mit Clamaity zu tun. Und alles was mit Calamity zu tun hat, hat nichts Gutes zu bedeuten.

 

Bei Brandon Sanderson weiss man immer woran man ist und das wird auch im abschliessenden Band dieser Reihe wieder bestätigt. Er hat es einfach drauf!

Dennoch hinterlässt das Buch mich mit Fragezeichen und irgendwie unbefriedigt. David hat manchmal den Fluss der Erzählung gestört und mir waren die Erklärungen nicht tief genug. Ansonsten aber durchaus ein solider Abschluß der aber leider nicht mit seinen zwei Vorgängern mithalten kann.

Brandon Sanderson nimmt uns weiter mit in sein postapokalyptisches Amerika und entführt uns in eine Stadt aus Salz. Eine sich ständig erneuernde Stadt aus Salz und ein interessantes Konstrukt. Die Stadt hat unseren Helden in gewissem Maße in die Hände gespielt, ein schöner Zufall und nicht der Einzige.

Leider gab es noch jede Menge Zufälle die unseren Helden in die Hände spielen. Sie bekommen unerwartet Verstärkung von einem Toten, erhalten Ausrüstung und Hilfe von jemanden der das eigentlich erst nicht wollte (aus verständlichen Gründen), werden von einem weiteren Epic verstärkt... es ist ein bisschen zu viel. Es steht zu keinem Zeitpunkt alles auf dem Spiel. Man bekommt immer das Gefühl das es schon irgendwie gut gehen wird, auch wenn es gerade aussichtslos aussieht.

Klar gibt es tolle Kampfszenen und jede Menge Aktion. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, aber nicht aufdringlich. Die Dynamik und das Zusammenspiel der Figuren ist toll. Die Kameradschaft kommt echt super rüber! 

Von der überraschenden Wende war ich durchaus überrascht auch wenn ich sie etwas plump fand. Das Ende wirkte an sich etwas schnell, wie abgefertigt. Das fand ich schade.

Die anderen Dimensionen und die Handlung dort war durchaus interessant und ich war froh das es hier noch eine kleine Überraschung gab. Ein Happy End sozusagen, das uns Megan spendiert. Schade war das die Kräfte der Epics nicht wirklich greifbar wurden. Ich hätte mir etwas mehr Aufklärung gewünscht, aber es bleiben uns nur Davids Theorien.

Kurz zu den Dialogen: episch! 😁

David
wurde ja am Ende von Band 2 Firefight auch ein Epic, zumindest wird es angedeutet. Allerdings erfährt man davon in diesem Buch kaum etwas, da er diese Tatsache fleißig verdrängt. Ich finde das echt schade, denn das wäre ein Zufall gewesen die Story vorran getrieben hätte, aber als positiver zufall verstanden worden wäre. Nicht wie die anderen Zufälle die einfach nur praktisch waren und ohne die David echte Probleme gehabt hätte.Er hätte dann auch selbst eine eindeutigere tiefere Entwicklung durchgemacht.

Larcener
Ist ein undurchsitiger aber eher langweiliger Charkter der nur mehr einen Beobachterposten einnimmt. Die überraschende Wende die mit ihm einher geht hinterlässt bei mir einen fahlen Beigeschmack. Ich kann seine Motivation nicht recht nachvollziehen.

Das Team
hatte einen tollen Zusammenhalt und man hat gemerkt wie sie zusammen gewachsen sind. Megan hat eine gute Entwicklung durchgemacht und konnte sich mit ihren Kräften super auseinandersetzen. Cody war einfach witzig mit seinen Haarsträubenden Geschichten und hat zur Auflockerung beigetragen. Abraham war ein guter Ruhepol. Mizzy kam etwas kurz hat aber, wie alle anderen, ihren wichtigen Teil beigetragen.

Das Ende war zu schnell abgefertigt mit zu vielen offenen Fragen.

Davids Epic Kräfte wurden leider erst am Ende wirklich sichtbar und das obwohl diese etwas zur Handlung hätten beitragen können. Ich fand es schade das er sich dem nicht gestellt hat, das hätte wirklich interessant sein können.

Zu viele Zufälle die nur existierten um es unseren Helden einfacher zu machen.

Im Großen und Ganzen war das Buch okay. Es konnte mich fesseln und war nie langweilig. Ich hätte mir mehr Aufklärung gewünscht und weniger "praktische" Zufälle. Am Ende bleibt es Brandon Sanderson offen ob er vielleicht doch noch irgendwann weiterschreiben will und wenn es so wäre, würde ich das auf jeden Fall lesen.




Donnerstag, 25. März 2021

Die Beschwörung des Lichts

Titel: Die Beschwörung des Lichts

Autor: V.E. Schwab

Reihe: Trilogie (Weltenwanderer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "A Conjuring of Light"

Seiten: 667

Verlag: Titan Publ. Group Ltd.

Lesereise:
Die Magie aus dem schwarzen London hat es endlich raus geschafft und droht nun das Gleichgewicht zu zerstören. Kell kann den Fängen von Osaron zwar gerade noch entkommen, aber selbst im Palast ist niemand mehr sicher. Rhy, Kell, Lilah, Alcuard und die gesamte Königsfamilie müssen zusehen wie ihre Stadt, wie das rote London, fällt. Osaron färbt den Fluß schwarz und das Echo seiner Worte "Lass mich ein" ist in allen Welten zu hören, selbst im grauen London noch. Es ist kein Wettrennen gegen die Zeit, denn Zeit hat für Osaron keine Bedeutung, es ist ein Wettrennen gegen die absolute Macht und selbst ein Antari braucht dazu jede Hilfe die er kriegen kann.

 

2017 habe ich Band 2 dieser Reihe gelesen. Drei Jahre später komme ich nun also endlich mal zum Ende der Reihe. Wie viel weiss ich also noch vom 2. Band? Äh ja, nicht sonderlich viel. 😅 Erstaunlicherweise kam ich trotzdem gut in die Geschichte rein, die sofort Fahrt aufnimmt. Dennoch habe ich gemischte Gefühle. Einiges ist gut gelungen und einiges weniger.  Allem in allem aber ein gutes letztes Buch zu einer ausgezeichneten Buchreihe. 😀

Ist immer noch top! Man erfährt noch ein wenig mehr über alle Londons und reist auch durch die Welt von Kell's London. Die Magie ist wie gehabt, voll ausgebaut und lässt nichts zu wünschen übrig.

Endlich bekommen wir mehr Hintergundwissen zu Hollands Leben. Dies eine nette Idee welche ihn glaubwürdig rehabilitiert. Des Weiteren gibt es Hintergrundwissen zu Emira und Maxin - Rhy's Eltern. Dies war mir persönlich etwas zu viel des Guten, aber das ist nur meine persönliche Meinung. 

Die Überraschung mit Lilah war für mich schon seit mindestens Buch 2 keine mehr, aber ist genauso für alle Figuren ausgegangen wie ich es vorrausgesagt habe. Von daher bin ich zufrieden. 😁

Das Kell immer weiter in die Aufopferungsrolle schlüpft hat mir nicht gefallen, aber zu ihm gepasst. Daher war das Ende sogar ein wenig überraschend, denn er musste sich gar nicht opfern. (Gott sei Dank!) Schade war allerdings das er sich dagegen entschieden hat etwas über seine Vergangeheit zu erfahren. Ich hätte es sehr gerne gewusst! War aber auf der anderen Seite nachvollziehbar und ich habe mich für ihn gefreut das er sich endlich als Teil der Maresh Familie sehen kann. 

Für die Handlung totaler Schwachsinn war die ganze Episode mit dem plötzlichen Verrat im Palast. der Tod vom Maxim und Emira absolut unnötig 😠 diente nur der Tatsache das Rhy am Ende König wird. Warum? Keine Ahnung, das war absolut sinnlos. Stattdessen hätte man sich lieber auf Orsaron konzentrieren sollen, der hat nämlich minimum 200 Seiten mal rein gar nichts gemacht. Dabei hätte er die letzte Bastion angreifen sollen!

In der Handlung wurden aber einge lose rote Fäden aufgegriffen und endlich mit eingeknotet, sogar welche aus Band 1, das war wirklich gut gemacht! 

Und Kells Mantel spielt eine Rolle - ich bin ein großer Fan seines Mantels. 😊

Kell und Lilah
Kell hat sich gut entwickelt und er hat endlich ein bisschen Freiheit gewonnen. Man wollte uns zwar glauben machen das er jetzt ganz frei ist, aber dem ist natürlich nicht so, schon allein weil er an Rhy gebunden ist. Lilah hingegen hat tatsächlich ihre Freiheit gewonnen und die Beziehung der beiden bleibt im Hintergund, was total passend ist. Ich freue mich für die 2.

Holland
hat eine super Verwandlung durchgemacht und einen tollen "redemtion arc" erhalten. Ich wusste immer das Holland uns noch überraschen wird und hier wurden meine Erwartungen noch übertroffen.

Alucard
Ich fand seine Hintergrundgeschichte etwas viel des Guten, aber sei's drum. Lass ihn halt den tragischen Helden spielen. Ich mochte ihn in Band 2 mehr. Er hat nicht viel Entwicklung erfahren und an Schneid verloren. Dabei macht Schneid seinen Charme aus.

 
Rhy
konnte sich trotzallem nicht von seinem "Verzogener Prinz Image" lösen. Ich hätte mir da etwas mehr Entwicklung für ihn gewünscht, aber finde es an sich auch recht realistisch. Das er am Ende König werden musste ist natürlich einfach nur Quark, in meinen Augen.

Alle anderen Nebencharaktere
Meine Güte waren da viele! Alle möglichen Gäste die noch von den Spielen da waren aus allen Teilen der Erde mussten noch zu Wort kommen. Dabei waren mir die echt piep egal! Die haben doch nur gestört, nicht einer hat irgendwas sinnvolles beigetragen. Ich weiss nicht warum man noch im letzten Band versucht so viele Nebencharaktere herauszuheben? Sinnlos.

Osaron
Osaron unser Bösewicht der Reihe und Vitari der Bösewicht aus dem 2. Band. Wo liegen die Unterschiede? Habe ich nicht ganz verstanden. Beide sind Magie in irgendeiner Form gekruezt mit einem eigenen Willen. Das war etwas unklar und seine Motivation war einfach nur mehr, mehr, mehr? Okay, für Magie ist das vielleicht sogar eine sinnvolle Motivation. Aber dann war er dafür viel zu viel inaktiv. Leider verschenktes Potenzial!

Die Handulung hatte ein paar verwirrende Punkte, die nichts zum großen Ganzen beigetragen und die Geschichte nur unnötig in die Längen gezogen haben. Wirklich schade!

Ein Bösewicht der nicht überzeugen konnte.

Holland ist mir etwas zu unspektakulär gestorben, das war so eigenartig das ich es dreimal lesen musste um es zu verstehen. Er kommt in seine Welt zurück und fällt einfach um? Hä? Okay, es war ein schönes Ende für ihn, aber irgendwie fehlte mir da der Zusammenhang bzw. die Begründung.

Der König und die Königin sterben obwohl das nicht hätte sein müssen. Mir kam es so vor als hat jemand zur Autorin gesagt, die müssen aber noch drauf gehen! 

Ich hatte ein wenig und ganz langsam das Gefühl das der Autorin die Luft ausgeht mit der Welt und der Handlung und hoffe daher das es keine weiteren Spinnpffs oder Novellen geben wird.

Es handelt sich um einen durchaus gelungenen aber unnötig herausgezögerten Abschluss dieser Trilogie. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, allerdings ist die Handlung und auch ein paar Charaktere mit Schwächen behaftet, die die Autorin erstens besser kann und die nicht hätten sein müssen. Deshalb fällt das Buch für mich schwächer aus als Band 1 und 2.



Sonntag, 21. März 2021

Rabenprinz

 Titel: Rabenprinz

Autor: Margaret Rogerson

Reihe: Einzelband

Sprache: englisch original "An Enchanment of Ravens"

Seiten: 384

Verlag: cbj

Lesereise: Isobel ist unter den Elfen eine bekannte Portraitmalerin. Weil die Elfen selbst keine Künste ausführen können, müssen sie auf das Können der Menschen zurückgreifen und das tun sie auch. Isobel hat keine Probleme Kundschaft zu bekommen, dennoch muss sie stets auf der Hut sein. Eine unachtsame Bemerkung und ein Elf könnte entscheiden sie wäre als Ziege besser aufgehoben. Deshalb verfasst sie ihre Wünsche zur Bezahlung auch immer sehr bedacht. Doch als der Herbstprinz sein Portrait bei ihr malen lässt, stellt sich ihr altes Leben auf den Kopf und das nur weil sie eine wahrhafte Meisterin ihres Fachs ist.

 

Das Buch hält was es verspricht: ein Märchen und eine Liebesgeschichte, Magie und politsche Feenintrigen. Am Ende natürlich ein Happy End.

Im Großen und Ganzen ist der Weltenbau in Ordnung. Der Schreibstil ist der miterlalterlich angehauchten Welt sehr gut angepasst. Doch es gibt einen entscheidenden Fehler: die Sache mit den Gefühlen. Auf der einen Seite wird gesagt das Elfen nicht zu Gefühlen fähig sind und dennoch können sie fühlen Ärger, Verwirrung, Beschämung... hierbei wurde nicht konsequent durchgezogen oder es nicht korrekt erklärt.

Die Welt scheint auch etwas klein. Als Isobel und Rook in einer Szene aus der Anderwelt fliehen, bleibt ihnen am Ende nur nach Whimsy oder in die Anderwelt zurückzuegehn, was beides keinen Sinn machen würde. Was ist denn ausserhalb von Whimsy? Das wird jawohl nicht die einzige Menschenstadt sein!

Die Handlung war ziemlich zielgerichtet. Es gab keine großen Wenden die man nicht hätte auf die eine und andere Weise hätte vorraussehen können. Ich empfand das allerdings nicht als störend, denn die Geschichte hat genau das gehalten was sie versprochen hat.

Die Elven waren teilweise arschaisch und alte Wesen, was sehr gut in diese Geschichte passte. 

Die Kampfszenen waren bis auf eine Ausnahme etwas enttäuschend. Hier hätte eine bildreichere Ausarbeitung Abhilfe geschafft. Man könnte allerdings auch denken das dies absichtlich war, da es sich ganz gut in den Unterton der Geschichte eingefügt hat.

Die Liebesgeschichte war sehr nett. Es ging vielleicht etwas schnell, aber es war noch einigermasen nachvollziehbar. Da Isobel und Rook gut zusammen harmonisiert haben, war das für mich persönlich in Ordnung.

Isobel
ist eine pragmatische Protagonist die sechs Eier die Woche mehr als Bezahlung schätzt als goldene Haare oder Perlen als Tränen. 😉 Sie war clever und hat nachvollziehbar gehandelt.

Rook
ist der arrogante Prinz. Er unterscheidet sich von den anderen Elven, ist aber niemand der sich absondert. Auch warum er so ist wie er ist hängt mit seinem Leben zusammen. Endlich hat mal jemand eine sinnvolle Erklärung geliefert! Rook war derjenige der die meiste Entwicklung durchmachte.

Emma, March und May
Ich mochte das Isobel eine den Umständen entsprechend eine gesunde Beziehung zu Emma hatte. Auch wenn ich weder mit Emma, noch den Figuren von March und May etwas anfangen konnte. Ihre Rollen kamen für mich zu kurz und so konnte selbst Isobels Sorge ab und zu daran auch nichts ändern.

Gadfly
War ein interessanter Charakter, da man ihm wirklich die Rolle abnham die er Anfangs stets einnahm. Daher war seine wahre Enthüllung mit eine der Interessantesten im Buch.

Hemlok und der Erlkönig
Hemlok hätte eine sehr interessante Figur sein können aber leider wurde das Potenzial nicht genutzt. Das war wirklich sehr schade da ich immer das Gefühl hatte hier wurde etwas angedeutet, das aber leider nie eingetroffen ist. 😟

Der Erlkönig hingegen war genau wie ich mir einen Erlkönig vorstelle. Man hat richtig gemerkt wie er der Welt entrückt war.

Die Sache mit den Gefühlen hätte besser definiert sein können und die Kampfszenen bessser ausgebaut.

Auch die Sache mit der Kunst war schwammig. Elfen sind nicht im Stande Künste auszuführen, dennoch kreiert Rook das ein oder andere und letzendlich ist Magie selbst eine Art zu kreiren. Es heisst ja nicht umsonst "magische Kunst" oder "Kunst der Magie". Hier hätte ich mir ein paar deutlichere Regeln gewünscht um das Problem zu lösen.

Dies ist eine sehr schöne märchenartige Geschichte mit einem Hauch von arschaischen Wesen und Magie. Ich habe es die Geschichte sehr genossen und werden auf jeden fall noch weitere Bücher von dieser Autorin lesen.