Sonntag, 23. Oktober 2022

The Storm Keeper's Island - Sturmwächter: Das Geheimnis von Arranmore

 Titel: The Storm Keeper's Island

Autor: Catherine Doyle

Reihe: Trilogie

Sprache: englisch / deutsch

Seiten: 299

Verlag: Bloomsbury

Lesereise: Willkommen auf Arranmore Island, einer kleinen Insel an der Westküste Irlands. Hier soll Fionn zusammen mit seiner Schwester die Sommerferien verbringen. Nicht unbedingt ideal für den Jungen der Angst vor dem Meer hat. Doch der, auf den ersten Blick, exzentrisch wirkende Großvater kennt eine besondere Methode Erinnerungen ins Leben zurufen. Dazu braucht es nur eine Kerze und eine Ressource die es an der irischen Westküste im Überfluß gibt: Wind, oder besser Sturm.

 

Es handelt sich um eine MG (Middlegrade) Geschichte mit dem Fokus auf Freundschaft und Familie unterlegt mit interessanter Magie. Die Geschichte bringt die irische Kultur und Lebensweise sehr gut hervor und wie diese mit dem alten Erbe der Vorfahren noch heute verflochten ist. Man könnte fast denken, das die Sturmwächter tatsächlich am westlichsten Rand von Europa wache halten. 😌

Die Insel atmet, das ist Fionns erster Eindruck, als er auf Arranmore ankommt. Er und seine Schwester Tara verbringen die Ferien bei ihrem Großvater Malachy in dessen, sehr traditionellen Cottage. Er lebt dort ein sehr tratditionelles Leben, bis auf den kleinen Unterschied das er der Sturmwächter von Arranmore ist. Eine Ehrenvolle Aufgabe, welche von der Insel selbst an eine der großen Familien der Insel weitergegeben wird. Ausgerechnet Fionn wird erwählt die Nachvolge anzutreten, wo er mit Wasser und Stürmen nichts am Hut haben will. Damit beginnt eine typische Heldenreise, in der Fionn mehr über seine Vergangenheit und auch über sich selbst lernt. Mit jedem Tag auf der Insel entfalten sich mehr Geheimnisse und kommen neue dazu. Denn mit dem neuen Wächter, erwacht auch eine alte Macht aus und die braucht Fionn um befreit zu werden. 

Die Einstreuung des mytischen Hintergrunds erfolgt langsam und Stückhaft. Freund wie Feind ist auf der Suche nach der Wunschhöhle wobei es öfter zu Streit kommt. Einsamkeit hat einen guten Anteil, zieht die Fäden aus dem Schatten und das ist nicht immer der Handlung zuträglich. Überhaupt stehen die Charakterkonstellationen sich manchmal selbst im Weg beim Suchen und Finden und die Geschichte bekommt einen schwermütigen Touch.

Die Iren haben eine bestimmte Note, die sich in den meisten, zumindest modernen Büchern, wiederfindet. Auch diese Geschichte hat dieses gewisse Etwas, das Stimmungen sehr gut erfasst und auf die Seiten projeziert. Sehr gut um ein Setting aufzubauen oder für Gefühle und Stimmungen. Actionszenen kommen leider etwas verlangsamt und gestreckt heraus, was der Spannung nicht zuträglich ist. Für erfahrene Leser sehr Geschmackssache.

Ist sehr einfallsreich und interessant. Kerzen die vom Sturmwächter geschaffen werden, können, wenn man sie anzündet, diesen direkt in die Erinnerung zurückversetzen, sodass er diese noch einmal "ansehen" kann. Eine Magie die recht vage bleibt und doch als sehr mächtig bezeichnet wird, was leider nicht deutlich im Buch gezeigt wird. Generell aber eine sehr kreative Idee.

Fionn
ist ein bisschen aussen vor, da er niemanden hat an den er sich direkt wenden kann. Es gibt zwar eine "Freundin" für ihn, aber diese hat nur einige wenige Auftritte und so bleibt es an ihm allein das meiste herauszufinden und zu regeln. Dabei kann er sich zwar auf seinen Großvater verlasen, insofern möglich, aber weniger auf seine große Schwester Tara. Es lässt ihn oft einsam wirken.

Tara
hat ein paar Allüren die sie nicht sonderlich symphatisch machen. Natürlich hat sie keinen Bock darauf ihre Sommerferien mit ihrem kleinen Bruder zu verbringen, aber sie zeigt auch nicht so viel Geschwisterliebe wie Fionn für sie hat.

Die Mutter
deren Name mir entfallen ist, falls er überhaupt genannt wurde. Sie ist von Depressionen geplagt, auf Grund einer Familientragödie und damit aus der Geschichte "eleminiert" (größtenteils).

Malachy
der Opa, hat erste Zeichen von Demenz und wenn er auch versucht Fionn unter die Arme zu greifen, so ist er doch nur eine sehr zögerliche Quelle für das was auf der Insel passiert. Grundsätzlich ist er ein interessanter und liebenswerter Charakter, der nun leider krankheitsbedingt, nach und nach an Wichtigkeit verliert.

Alle anderen
Sind mir nicht besonders im Gedächtnis geblieben. Ronald, der Freund von Tara ist einfach nur ein Kotzbrocken, seine Eltern neidisch und alle anderen irgendwie nicht sehr aktiv.

Die Geschichte kommt nur sehr langsam in Schwung und vieles was mit der Magie zusammenhängt und all den dazugehörigen Wundern, die am Rande erwähnt werden, bleibt vage und wenig greifbar. Das Buch liest sich eher wie ein Vorspiel für die eigentliche Story.

Es werden einige schwere Themen behandelt aber nicht aufgearbeitet. So bekommt die Geshcichte einen schwermütigen Touch und bis auf die Sache mit dem Vater der Kinder, bleibt vieles unbearbeitet. Eventuell mit Absicht für die Folgebände.

Reichlich verschenktes Potenzial für eine doch interessante Grundidee. Am meisten ärgert mich, das die Spannung nicht gut aufgebaut und gehalten werden konnte. Hier sehe ich technische Handwerksfehler der Autorin. Wäre sie dem Standartaufbau der Heldenreise strikt gefolgt, mit weniger Streiterein welche die Handlung nicht vorangetrieben haben, wäre sie vermutlich besser gefahren.

Wer sich ein wenig mit den irischen Legenden auskennt, wird vielleicht die Verbindung ziehen zu unserem 11 jährigen Protagonisten Fionn und dem großen Held der irischen Sagen Fionn McCumhaill. Darin liegt ein großes Vermächtnis, mit großen Erwartungen auf epischer Basis. Leider kann der erste Band dies nicht erfüllen. Generell ist aber Spielraum nach oben offen und ich denke das die eigentliche Zielgruppe

Ich werde diese Reihe nicht weiter verfolgen.



Mittwoch, 28. September 2022

1001 Zombies, jetzt geht's los!

Titel: Lost Land - Der Aufbruch
Reihe: Lost Land (Rezi zu Band 1)
Autor: Johnathan Marberry
Übersetzer: Franca Fritz und Heinrich Koop
Seiten: 576
Verlag: Thienemann Verlag
Reiseweg: Tom Imura ist der große Held seiner Zeit. Doch dann erschien ein Flugzeug am Himmel. Tom macht sich mit seinem Bruder Benny und dessen Freunden auf um der Spur des Flugzeuges zu folgen. Doch ein totgeglaubter Feind ist vielleicht nicht so tot wie alle denken und Gameland scheint nicht so vernichtet wie alle gehofft haben.

Chong, Benny und Nix geraten in einen Hinterhalt und werden gefangen genommen. Allein und unbewaffnet müssen sie sich nun gegen die zombies in den Gruben von Gameland behaupten, doch nicht für lange. Tom ist schon auf dem Weg und auch andere Verbündete helfen unseren Freunden auf die Spur nach Osten. Doch niemand von ihnen hat etwas Gutes aus dieser Gegend zu berichten, denn im Osten geschieht etwas das die Zombies verändert. Wenn man im Leichenland unterwegs ist, sind solche Veränderungen niemals gut.
also, den ersten Teil dieser trilogie fand ich ganz gut, aber vom 2. Band bin ich leider enttäuscht. Benny ist in seiner Entwicklung stehen geblieben und die, für mich wichtigste und symphatischste Figur, geht einem tragischen Ende entgegen. Einerseits finde ich das natürlich ausgezeichnet. Aber der handlung schadet es, denn Benny ist als Figur nicht stark genug um der Protagonist dieser Geschichte zu sein. Auch die anderen Nebencharaktere reißen es einfach nicht heraus. Man könnte gut und gerne einige streichen, ohne das sich dadurch etwas an der Handlung der Story ändern würde. Leider ein Zeichen von handwerklicher Schwäche. teilweise hat die Handlung einige Längen und die Dramaturgie könnte etwas besser sein. Es gibt zu viele detailierte unwichtige Beschreibungen und Gefühke. Dafür sind die Dialoge aber in Ordnung.
Auch vom Cover bin ich ein wenig enttäuscht. Im Großen und Ganzen passt es natürlich gut. Aber Für Haptiklack hat das Budget diesmal scheinbar nicht gereicht. Ich bin sicher man hätte da ein, zwei Details herausheben und so der Machart des Covers von Band 1 angleichen können. Das werte ich nicht als Negativen Punkt, ich wollte es nur mal mit der Zaunlatte in Richtung Verlag winken. (Schließlich ist der Thienemann Verlag für außergewöhnliche Gestaltung bekannt - in meinem Weltbild jedenfalls.)

Ich bin von der Fortsetzung nicht so wirklich überzeugt und daher wundert es mich nicht, dass es beim 3. und letzten Band "Lost Land - Die Finsternis" nicht einmal mehr für eine Printausgabe gereicht hat. Ich schätze die Reihe war an sich auch nicht so erfolgreich. eigentlich schade, denn der Autor hat einige gute Ansätze und Ideen die es wert sind gelesen zu werden.
Außerdem bin ein bekennender Fan von Tom Imura - Herr Jonathan Marberry, kann nämlich durchaus ergreifende Figuren erschaffen.

Creepy Chronicles - Bloß nicht den Kopf verlieren

 Titel: Creepy Chronicles - Bloß nicht den Kopf verlieren

Autor: Sergio Dudli

Reihe: Creepy Chronicles (Anzahl unbekannt)

Sprache: deutsch

Seiten: 361

Verlag: dtv Verlag

Lesereise: Monsterjäger Padraig bewhart, zusammen mit seinem Vater, Schottland vor allerlei Ungeheuern. Doch bei einem Auftrag geht etwas schief und Padraigs Vater verschwindet. Auf der Suche nach Hinweisen, trifft Padraig auf Brandon, seines Zeichens Monsterfan. Zusammen machen sie sich auf die Suche und finden mehr als Ihnen lieb ist. 

 

Für mich ist dies ein locker leichtes Buch für zwischendurch. Ich  war ziemlich Neugierig wie ein Schweizer das schottische Setting darstellt. In meinem Kopf flog das Buch sofort in die Richtung "Schattenjäger" und da ist es meiner Meinung auch gut angesiedelt. (Nur ohne nervige Liebesgeschichte 😉)

Da die Geschichte in unserer Welt spielt, wird ein ausfürlicher Weltenbau nicht benötigt. Generell spielte es aber kaum eine Rolle wo die Geschichte stattfand. Im Prinzip hätte es auch irgendwo in Europa sein können. Ein paar wenige schottische Bezüge waren vorhanden, aber die Ortswahl ist eventuell eher eine Vorliebe des Autors. Schliesslich hat Schottland einen gewissen mystischen Ruf, daher würde man hier eine Gilde Monsterjäger, eher erwarten. Hat mich persönlich aber nicht gestört.

Die Idee, sowie die Welt, waren nichts ausergewöhnlich Neues. Die Umsetzung ist durchaus gelungen. Das Buch lässt sich flüssig und schnell lesen und die Spannung wird gut gehalten. Die überraschende Wende am Ende hat für mich nicht so gut funktioniert, da ich es habe kommen sehen, aber für jüngere Leser kann es durchaus besser klappen. Die Handlung war schlüssig und für weitere Teile gibt es noch viel zu erkunden und abzuschliessen.

Auflockernd wirkten auch die Erzählperspektiven, abwechselnd aus Padraigs und Brandons Sicht. Dazu kommen noch Ausschnitte aus Brandons Blog und dem Bestiarium von Padraigs Vater.

Zwei ungeleiche Charaktere die eine Freundschaft bilden machen eben auch eine gute Geschichte.

Padraig 

ist der mutige, selbstbewusste Monsterjäger wie er im Buche steht. Er bildet einen guten Gegensatz zu Brandon und ist immer mit einer Portion Humor dabei.

Brandon
ist ein Sportmuffel, hängt lieber vor seinem Laütop ab und schaut nach neuen Informationen über Monster. Er macht eine recht gute Entwicklung durch, indem er mit Hilfe von Padraig über sich hinauswächst.

Hannah
bringt den mysteriösen Faktor in das Dreiergespann und obwohl wir erst spät etwas mehr über sie erfahren, geben die Umstände doch schon Hinweise auf Ihre spätere Wichtigkeit.

Monster
Es gibt einige interessante Monster die wir treffen, oder beseitigen "müssen". Den Hausgenossen von Padraig fand ich recht unangenhem, aber jüngere Leser haben an ihm vielleicht auch ihre Freude.

Penelope
erfüllt ebenfalls ihr Klische als große Schwester. Allerdings auch auf eine liebenswürdig umgesetzte Art und Weise, sodass es gut zur Geschichte passt.

Eltern
es gibt sie! Was bei dieser Art von Urban-Fantasy nicht selbstverständlich ist. Das sie sich dann noch Sorgen um ihre verschwundenen Kinder machen, ist fast schon aussergewöhnlich. Dafür einen dicken Pluspunkt!

Wer das Buch als Schottlandbegeisterter liest und hier viel schottische Landschaft, Kultur usw. zu erleben erwartet, der wird enttäuscht sein.


Die Geschichte ist nicht sonderlich tiefgründig, ebenfalls nicht die Charaktere. Aber das ist auch gar nicht das Ziel dieses Buches. Hier wird einfach eine klassische Monsterjäger - Mysterie - Story erzählt. Viel Spannung, ein wenig coming of age und ein wenig Gänsehaut-feeling. Einfach etwas unkompliziert, das man entspannt geniessen kann. Und für die eigentliche Zielgruppe auch mit Gruselfaktor.

Ein zweites Buch (Creepy Chronicles - Vorsicht Halsabschneider) ist bereits erschienen und auch darüber werde ich zu gegebener Zeit berichten. 😊



Samstag, 23. Juli 2022

The Cruel Prince - Elfenkrone

 Titel: The Cruel Prince

Autor: Holly Black

Reihe: Trilogie (The Folk of Air)

Sprache: englisch

Seiten: 400

Verlag: HOT KEY BOOKS

Lesereise: Jude und ihre beiden Schwestern Vivi und Taryn wurden als kleine Kinder nach Elfhame in das Land der Feen entführt. Madoc tötete ihre Eltern und nimmt die drei Kinder, von denen Vivi seine leibliche Tochter und damit Fae ist, mit sich. Anfangs ist die andere Welt neu und unverständlich und auch wenn dies mit den Jahren vergeht, Taryn und Jude werden niemals gant dazugehören. Menschen sind eben keine Feen und Jude lässt ihr Schicksal nicht gerne von anderen diktieren.

 

Holly Blacks Feengeschichten sind für mich immer so ein "Hit or Miss" Ding. Ich bin ohne Erwartungen an die Geschichte gegangen und das war vielleicht ganz gut. Der Schreibstil war super, typisch Holly Black und so auch die Struktur der Geschichte. Ich meine, die Autorin hat viele Bücher geschrieben und das in konztanter Qualität, was sich auch hier wieder bestätigt. 

Wir lesen die Geschichte aus Judes Sicht.

Die Welt steht nicht unbedingt im Mittelpunkt. Man mekrt deutchlich das die Autorin voraussetzt das der Leser bereits eine ungefähre Vorstellung einer Feenwelt vor Augen hat. Für mich persönlich kein Problem, aber generell etwas faul von der Weltbauseite. 

Der Fokus liegt eindeutig auf der Handlung. Was durchaus funktioniert. Die Handlung ist schnell und vollgepackt mit Aktion. Jude muss sich in einer Welt behaupten die sie ablehnt und misshandelt. All diese Erfahrungen machen sie härter und helfen ihr dabei am Ende bestimmte Entscheidungen zu treffen. 

Es gab einige Sachen die ich vorhersehen konnte, die große Wende am Ende allerdings fand ich sehr überraschend. Das Ende an sich war auch sehr passend und hält jede Menge potential für später aufkommenden Konflikt. 

Insbesondere Cadans und Jude kleiner Konflikt wird über die Jahre wachsen und ich bin gespannt in welche Richtung dies gehen wird. Genauso bin ich gespannt wie sich ihre Verbündeten verhalten werden und ob wir über sie noch etwas mehr erfahren werden, denn da waren doch ein paar interessant wirkende Charaktere dabei.

Jude 

macht sich als Heldin ganz gut. Sie durchläuft sogar eine recht ordentliche charakterliche Entwicklung im Buch eins. Ich könnte mir gut vorstellen wie sie sich in 20 Jahren in diese Richtung weiterentwickelt und zwar genau zu dem was ihr Madock vorlebt und sie eigentlich verabscheut. In der ersten Hälfte wird sie vermehrt von den Mächten um sie herum rumgeschubst und auch wenn sie versucht Einfluss zu nehmen, schafft sie es nicht. Doch dies ändert sich ca. in der 2. Hälte des Buches, was ich als sehr angenehm empfand und sie konnte sich endlich vollständig entfalten.

Prinz Cardan
 ist ein stereotypischer Vertreter von "bösartiger Feenprinz". Von Anfang an war mir zwar klar das er Jude nicht einfach hasst weil sie ihn anpisst, sondern weil sie unter seine Haut geht. Die Art und Weise wie dies Früchte trug und schliesslich zu Tage kam, fand ich sehr gut gelöst. Die Tiefe seines Charakters hat mich dann sogar ein wenig überrascht.

Vivi & Taryn
Judes Schwestern, wobei Taryn ihr Zwilling ist. Die drei haben eine enge Verbindung die sich später aufsplittet. Eine Entwicklung die ich nicht ganz nachvollziehen kann, besonders von Taryns Seite. Es zeigt wie sehr sie versucht sich einzufügen und wie wenig wert sie darauf legt einen eigenen Charakter zu entwickeln. Ich fand ihre Persönlichkeit nicht gut ausgereift, da sie sich auf so unverständliche Weise plötzlich ändert. Vivi dagegen war authentisch und ist sich selbst treu geblieben. Ihre Entscheidung am Ende, wenn auch unerwartet, hat gut zu ihr gepasst.

Locke
dieser Charakter ist mir ein wenig ein Rätsel. Er kommt etwas mysteriös rüber. Als er sich mit Jude anfreundet denkt man noch das er eine der etwas netteren Feen seiner Art ist, später denkt man das natürlich nicht mehr. Allerdings habe ich das Gefühl das mehr dahinter steckt als wir in diesem Buch erfahren, darum möchte ich ihn nicht zu schnell verurteilen.

alle anderen 

Madock mochte ich trotz seiner skupellosen Art recht gerne. Er ist ein Stratege und auch wenn er den Krieg "liebt" finde ich ihn sehr interessant. Orlagh war mir an sich recht egal, da sie nicht für sich einstehen konnte, in gewisser Weise war sie niemand zum gern haben, aber letzendlich hatte sie auch keinen großen Einfluss. Oak, wird in den nächsten Büchern hoofentlich eine große Rolle spielen. Der Rest der adligen Feen und der anderen Feenkreaturen ist nicht sehr kompliziert und folgt dem typischen Muster. Oh und Prinz Dain, ich muss sagen, ich bin auf ihn hereingefallen. Ups! 😁


Die Geschichte und Figuren waren sehr stereotypisch, etwas Neues Originelles gab es nicht. Allerdings, ist das weniger eine negative Sache für mich persönlich, denn alles war sinnvoll umgesetzt und eingesetzt.

Judes emotionale Konflikte waren mir einen Touch zu viel, aber gerade noch so das es nicht sehr genervt hat.

BITTE diese halb angedeutete Liebesgeschichte zwischen Cardan & Jude, BITTE nicht! Obwohl ich überzeugt bin das es am Ende so ausgehen wird. Aber ich lasse mich überraschen. (Es stand von Anfang an ja eigntlich schon fest.)


Die Spannung wurde durchaus gut gehalten und die Handlung war interessant. Das Ende lässt einiges offen und man hat das Gefühl hier wurde eine Vorgeschichte etabliert und die eigentliche Geschichte, beginnt erst mit Buch 2. Durchaus interessantes Konzept. Ich kann Buch 1 auf jeden Fall empfehlen für jeden der mehr oder weniger typische Feengeschichten mit Betrug und der gleichen mag. Das Ziel ist, wie immer, die Königskrone. 😉




Bound by Blood and Sand

 

Titel: Bound by Blood and Sand

Autor: Becky Allen

Reihe: Band 1 (Dilogie)

Sprache: englisch

Seiten: 320

Verlag: Delacorte Press

Lesereise:
Elans Familie regiert über ein Königreich der Wüste und es trocknet aus. Die Wasserreserven werden knapp und die Randbezirke geräumt. Die Adelsfamilien kehren zurück in die Hauptstadt, aber ihre Sklaven können nicht mitkommen. Der König hat keine Verwendung für unnötigen Balast und überlässt sie dem Staub. Als Sklavin kann Jae nicht viel tun und das die "Höchsten" gehen, soll ihr nur recht sein. Dann kann der Fluch, dem sie alle unterworfen sind, zumindest niemnden mehr zu etwas zwingen. Doch das Blatt wendet sich, als Jae plötzlich die Möglichkeit hat das Versiegen des Wassers aufzuhalten.

 

Drei Versuche und 2 Jahre nach Kauf, habe ich ENDLICH dieses Buch beendet! Angelockt haben mich das Wüstensetting und eine soziale Schicht von Sklaven die unter einem Fluch gezwungen ist jeden Befehl auszuführen. Eine interessante Kombination die viele Möglichkeiten eröffnet. In diesem Fall leider auch viele ungenutzte Chancen.

Die Magie ist schwer greifbar und wenig erklärt. Irgendwie kann die Magie alles, aber das Wichtigste fehlt: Grenzen. Jae kann alles mit Magie lösen, sogar gegen Leute die schon viele Jahre Erfahrungen haben, hat sie kein großes Problem. Die Rückblenden die Jae erlebt, machen das ganze auch nicht besser.

Jae
ist getrieben von Rache. Man kann es ihr wohl nicht verübeln bei all den schlechten Erfahrungen die sie hat machen müssen. Als einzige Motivation ist dies allerdings etwas schwierig. Es lässt Jae extrem verbittert und wenig zugänglich wirken.

Tal
hat einen fantastisch ausgebauten Hintergrund. Natürlich bedient er den tragischen Helden in gewissem Maß, aber ich fand dies durchaus passend im Setting und für die Handlung. Er war ein ausgezeichnetes Gegegngewicht zu Elisabeth und die beiden haben ein gutes Paar abgegeben.

Elan
war eine interessante Figur an sich, aber es war von Anfang an klar das er nicht so kalt war wie immer betont wurde, weil Dämon usw. Diese Tatsache fand ich bald etwas albern. Ausserdem habe ich das dunpfe Gefühl das hier "Black Butler" eine gewisse Rolle bei der Inspiration der autorin gespielt hat. Das war irgendwie eigenartig.

Other characters
der Oberste Magier war ein einziges Klischeebild. Ich fand seine Motive nicht sonderlich überraschen oder kreativ. Auch wenn versucht wurde ihm so etwas wie eine Persönlichkeit zu geben, war das leider nicht sehr erfolgreich.

Die Handlung war eine Quest. Drei Charktere mussten sich zusammen finden um das Überleben der Welt zu retten. Sie machen sich auf den Weg die Quelle zu finden aber die Spannung kommt leider durchweg nicht rüber. 

Alles ist irgendwie zu einfach. Sobald Jae ihre Magie gefunden hat, kann sie damit alles lösen und irgendwie schafft sie es gleichzeitig nichts zu lösen. Ich denke das ist der Magie an sich egschuldet, welche nie genauer erklärt wird und die ganze Zeit unverständlich bleibt.


Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen. Ich fand es recht langweilig und wenig innovativ. Weder die Charaktere noch die Handlung konnten mich in irgendeiner Weise an der Geschichte interessiert machen. An diesem Punkt ist noch nicht klar ob Jae "gut" oder "böse" wird und ich könnte mir vorstellen das Band 2 besser ausfällt, aber ich habe einfach kein Interesse das weiter zu verfolgen.


Montag, 18. April 2022

Pervectly Preventable Deaths

Titel: Perfectly Preventable Deaths

Autor: Deirdre Sullivan

Reihe: Dilogie

Sprache: englisch

Seiten: 352

Verlag: HOT KEY BOOKS

Lesereise:
Maddy und Catlin ziehen nach Ballyfrann, einem kleinen Ort in den Bergen an der Westküste von Irland. Maddy und Catlin sind nicht gerade begeistert von Cork, einer Großstadt, weit weg nach Ballyfrann mitten ins Nirgendwo zu ziehen, selbst wenn es in ein Schloß ist. Es gibt Gerüchte das in Ballyfrann seit Ewigkeiten Mädchen spurlos verschwinden und Maddy hat eigentlich andere Ziele als sich mit alten Mysterien zu beschäftigen. Allerdings, wenn es um ihre Zwillingsschwester geht, muss sie wohl ihre Prioritäten neu ordnen. 

 

Typisch irisch. Das meine ich ohne Wertung, denn alle Bücher die ich von irischen Autoren je gelesen habe, haben einen ganz bestimmten Stil. Irgendwie atmosphärisch, mit einer Prosa nah am poetischen und wenn man sich die geschichtliche Entwicklung der Literatur des Landes ansieht, kann man sich durchaus vorstellen wie dies entsteht. Ich persönlich, mag diese Art von sehr beschreibungslastiger und blumiger Prosa nicht. Aber dabei handelt es sich nur um meinen persönlichen Geschmack, kein Abzug für das Buch.

Es handelt sich hier um eine Art dunkle urban Fantasy, aber die fantasyelemente sind eher im Hintergrund. Der Leser und unsere Protagonistin Maddy bleiben sehr lange im Dunkeln darüber was eigentlich los ist in Ballyfrann. Figuren im Buch beantworten keine Fragen die Maddy stellt und weichen ihr aus um das Geheimnis zu wahren oder weil es Teil der Persönlichkeit der Figuren selbst ist. Die Autorin nutzt dies um Ihre Welt zu bauen und ehrlich gesagt halte ich das für keine gute Lösung. Spätestens nach der Hälfte des Buches wird dies sehr frustrierend. Von anfang an ist klar das irgendwas in Ballyfrann im Gange ist. Spätestens wenn man Lon und Mamó kennenlernt, muss man kein Hellseher sein um herauszufinden, welche Richtung die Handlung einschlagen wird. Maddy hatte bereits den ein und anderen richtigen Verdacht, aber dadurch dass die Autorin es versucht so vehement einfach nicht auszusprechen, wirkte das ganze sehr gezwungen und hat die Handlung nie richtig vorangetrieben. Generell fehlte mir Plot um damit 300 plus Seiten zu füllen. 

Atmosphärisch war das Buch großartig! Auch wenn ich persönlich keine langen blumigen Beschreibungen mag, konnte man sich dennoch alles sehr gut vorstellen.


Ich fand es eigenartig wie zugenöpft die Figuren alle waren. Kaum einer war in der Lage eine halbwegs vernüftige Konversation zu stande zu bringen. Dies diente einem bestimmten Zweck auf Grund der Handlung, denn Maddy und Ihre Familien waren sehr wohl in der Lage wichtigen Dialog hervorzubringen. Allerdings erweckt man so keine Figuren zum Leben.

Maddy
kam mit klaren Zielen nach Ballyfrann, doch wurde von den dortigen Ereignissen buchstäblich erschüttert. Die Spuren und Verwandlung die dies in Ihrem Charakter hinterlies waren nicht unbediengt vorteilhaft, aber zumindest teilweise nachvollziehbar. Weshlab sie die Schule jedoch so "leichtfertig" aufgegeben hat konnte mir die Autorin nicht klar vermitteln.

Catlin
hatte die beste Charakterentwicklung. Dadurch das sie das Opfer war und direkt betroffen, konnte man gut die Veränderung an ihr sehen und die passierte sehr umsichtig, sodass man es als Leser auch erst richtig bemerkte kurz bevor es zu spät war. Catlin, auch wenn sie ein eher selbstverliebter Charakter war, sehr gelungen!

Die Klassenkameraden
Obwohl sich die Autorin versucht hat zu bemühen allen ein bisschen Persönlichkeit zu verleihen, blieb es beim Versuch. Alle Nebencharaktere sind fade und man ist sich nicht sicher ob diese überhaupt alle im Buch hätten vorkommen müssen. Ich hätte zumindest keinen von Ihnen vermisst. Kaum jemand hat etwas halbwegs Handlungsrelevantes beigesteuert und die paar Informationsfetzen die Maddy erhielt, hätte sie sicher auch noch selbst zusammenbasteln können. 

Mam & Brian
Standen relativ viel im Mittelpunkt, auch wenn ihre Charaktere doch eher im Dunkeln blieben, hatte man zumindest eine grobe Ahnung das es sich hierbei um zwei eigenständige Charaktere handelt. Die Mutter, die sich um ihre Kinder sorgt und Brian der dies ebenfalls tut und versucht mit seiner Rolle als neuer Vater klar zukommen. Die Beziehung der beiden spielt allerdings keine Rolle, was wiederum dazu führt das sie doch etwas flach bleiben.

Lon
davon abgesehen das er sich von Anfang an verhalten hat, als sollte man ihn dringen von Kindern fernhalten, war er der Versuch eines etwas anderen Bösewichts. Die animalische Seite die seine Handlungen beeinflusst hat, hätte ihn zu einem wesentlich interessanteren Protagonisten gemacht als Maddy einer war. Ich hätte mir ein bisschen mehr Kontext zu ihm gewünscht, vorallem da all die Jahre zuvor sich niemand dafür interessiert hat was er treibt, was nicht einleuchtend erklärt wurde.

Mamò
ist eigentlich ein wandelnder Stereotyp und ich bin mit ihr aus diesem Grund nicht warm geworden. Ihren Charakter zu missbrauchen um das Mysterium in der Handlung zu wahren, hat weder der Handlung noch Mamo's Figur gut getan. Sie kam dadurch extrem kaltherzig und eigenwillig rüber. Wenn dies tatsächlich erwünscht war, in Ordnung, ein Charkter den man gut hassen kann. Aber gegen Ende hatte ich nicht das Gefühl das dass die Intention der Autorin war.


Die Handlung schien mir zu dünn gestrickt zu sein um die Seitenanzahl zu füllen. Da hätte ruhig ein bisschen mehr kommen können und man hätte auch gut mehr draus machen können.

Die Dialoge waren nicht sonderlich gut und man hatte immer ein frustriertes Gefühl nach jeder Unterhaltung (Ausnahme: die Zwillinge untereinander).

Die Liebesgeschichte wirkte extrem Erzwungen. Oona war extrem überflüssig. All das hat absolut gar nichts zur Handlung oder für Madeleines Arc beigetragen. Es wirkte fast ein bisschen wie: "Hey hier muss noch irgendwie mehr Diversität rein... was kann man da machen?". Leider nicht geglückt.

Teilweise werden interessante und recht dunkle Ereignisse übergangen, zugunsten von langweiligem alltäglichen Dingen, was nicht immer Sinn ergeben hat.

Wer atmosphärische Geschichten mag, mit einer kleinen Prise Magie, der ist hier ganz gut aufgehoben. Die dunklen irischen Märchen spiegeln sich in dieser Geschichte in kleinen Fetzen wieder. Der Fokus liegt jedoch mehr auf den beiden Schwestern und ihr Verständnis von sich selbst.





Sonntag, 25. Juli 2021

Snapshot

Titel: Snapshot

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Novella (Kurzgeschichte)

Sprache: englisch

Seiten: 128

Verlag: Gollancz

Lesereise: Davis und sein Kollege Chaz werden zur Beweissammlung in einen Snapshot geschickt. Sie sollen sich ein paar Fälle genauer ansehen und möglichst nichts beeinflußen. So weit, so gut, eine glatte Routinesache. Doch Chaz hat Gerüchte gehört das an genau diesem Tag irgendwas großes in der Stadt abgeht. Ein Verbrechen das geheim gehalten werden soll. Also entschliessen sich die beiden Kollegen sich das genauer anzusehen. Und was sie dort entdecken, geht tiefer als denkbar war.

 

Eine kurze zeitweilige Sci-fi Geshcichte für zwischendurch.

Ein Snapshot ist ein durch Technologie erzeugtes Spiegelbild der realen Welt zu einem bestimmten Zeitpunkt. In dieses Spiegelbild können Polizisten geschickt werden um den Zeitraum noch einmal zu erleben. Das hilft bei der Lösung von schwer lösbaren Kriminalfällen, denn so können sie dem Verbrecher direkt auf die Finger schauen. Die Polizisten welche in das "Snapshot" geschickt werden, erscheinen dort als ganz normaler Teil der normalen Welt und müssen daher umsichtig mit der erschaffenen Welt umgehen um keine Wellen auszulösen, welche die Ereignisse verändern könnten.

Das Konzept ist ein Rohgerüst, aber für eine Kurzgeschichte völlig ausreichend und auch nicht weiter unüblich. Es hat Hand und Fuß auch wenn natürlich einige Rätsel offen bleiben.  Brandon Sanderson ist ja kein unbekannter im Sci-Fi-Fantasy Genre und man kann sich sicher sein das man eine gute Qualität bekommt, was hier der Fall ist.

Dadurch das die Grundidee relativ roh war und sich nicht sehr weit entwickeln konnte blieb vieles nicht ganz greifbar. Aber das ist ein generelles Problem das ich persönlich mit Novellen habe. Die Geschichte stellt was real ist in Frage und alles was wir durch die Handlung erfahren, zieht einen immer weiter in diese Fragestellung. 

In einer Stadt in der 20 Million Dublikate rumlaufen und nur 2 reale Mesnchen, ist es okay einfach ein paar Dublikate zu erschiessen? Und wie wissen unsere Charaktere das sie real sind? Die Handlung war sehr interessant in dieser Hinsicht und das wahre Verbrechen hinter dem geheimen anderen Verbrechen... die Wendungen waren doch sehr überraschend.

Anthony Davis
ist ein zurückhaltender Typ, der schon einiges hinter sich hat. Nach der Trennung von seiner Frau, kann er sienen kleinen Sohn kaum noch sehen. Also nutzt er seine Chance im Snapshot, auch wenn er weiss das es ihm im realen Leben nichts bringt. Davis hat einiges an inneren Konflikt zu bewältigen.

Chavez
ein bisschen Vorlaut und jünger. Chaz moralische Grundsätze sind weniger locker gestrickt. Er sieht die Dublikatwelt eben nur als Dublikatwelt und was dort passiert hat keine Auswirkung auf das reale Leben.

Maria
ist die Vorgesetzte und wir erfahren nicht sehr viel über sie, ausser das sie eine recht korrekte und Regelverliebte Person ist. Nichts desto trotz wirkt sie recht real auf mich.


Viel zu kurz für diese Art von Konzept, gerade wenn man mit den Charakteren warm geworden ist, ist das Ganze auch schon wieder vorbei.


Ich bin kein Freund von Kriminalgeschichten, aber das Konzept war interessant und die Charaktere ebenfalls. Es war etwas kurz, aber das ist ja der Sinn bei einer Kurzgeschichte. Die Wendungen waren super! Ich würde persönlich keine längere Version davon lesen, einfach weil ich dieses Genre generell in buchform nicht mag, aber das Buch war solide und ein Leckerlie für Zwischendurch. 

Für Sanderson Fans auf jeden Fall ein must-read, aber es gibt stärkere Kurzgeschichten von ihm.



Kurzrezension: The Forgetting

Titel: The Forgetting

Autor: Sharon Cameron

Reihe: Standalone

Sprache: englisch

Seiten: 403

Verlag: Scholastic Press

Lesereise: Alle 12 Jahre vergessen die Einwohner von Canaan ihr gesamtes Leben. Sie wissen weder wie sie heißen, noch wer zu ihrer Familie gehört, wer sie sind, was sie tun, einfach alles ist weg. Darum trägt jeder ein Buch bei sich, in dem alles festgehalten wird. Wirklich alles! Aber wer sagt eigentlich das was in den Büchern der Menschen steht auch der Wahrheit entspricht? Aber Nadia kann sich erinnern. Um sich selbst zu schützen hält sie diese Fähigkeit geheim, doch ewig kann das nicht gut gehen und Nadia ist nicht die einzige die der Wahrheit auf den Grund gehen will.

 

Es handelt sich hier um Science Fiction. Anfangs hat es allerdings mehr dystopische Züge. 

Ich mochte die Geschichte anfangs recht gerne. Es las sich wie eine beliebige Dystopie. Eine Stadt die von Mauern umschlossen ist und niemand darf raus. Alle 12 Jahre vergssen alle wer sie sind und das führt natürlich zu aller Hand von Straftaten und Schabernack. 

Ich mochte die Grundidee von Anfang an nicht. Jeder trägt ein Buch mit sich rum, praktisch wie ein Tagebuch und da gibt es diese Regeln das man immer die Wahrheit schreiben soll. Ziemlich unrealistisch, beim nächsten Forgetting kann man es sich einfach schön schreiben und die Bücher und Regeln werden nach Herzenslust manipuliert. Genaus passiert es auch in der Handlung - zumindest das kann man der Geshcichte zu Gute halten. 

Nadia und Gray waren als Charaktere okay. die Liebesgeschichte war nicht besonders, einfach weil sie einem so offensitlich ins Gesicht geschlagen wurde, aber kann ich drüber wegsehen. 

Nach ca. der Hälfte des Buches habe ich aufgegeben und nur noch überflogen. Es wurde sehr viel wiederholt. Je weiter ich in der Geschichte vorstieß desto langweiliger und uninteressanter wurde es. Ah toll! Jetzt schreibt sie wieder in ihr beklopptes Buch, wow so interessant! Oh toll und da gehen wir wieder illegal über die Mauer nur um ein Raumschiff im Dschungel zu finden, wuhu wer hätte das gedacht und ZUFÄLLIG findet sie den Einstiegscode und ZUFÄLLIG gibt es dann doch ein Heilmittel und ZUFÄLLIG werden alle Probleme viel zu glatt gelöst und jeder bekommt seine Erinnerungen zurück. Ich fand Nadias Geschwister und die ganzen anderen Charaktere einfach nur schrecklich. Die hatten alle so komische Beziehungen untereinander, extrem künstlich und erzwungen. Der Einzige der "echt"rüberkam war Gray.

Ich bin mit dem Buch überhaupt nicht warm geworden und je mehr ich gelesen habe desto schlimmer wurde es. Weder die Grundiddee, noch die Charaktere oder die Handlung konnten mich begeistern. Ich bin froh das ich dieses Buch endlich zu Ende gelsen habe und will auch keine Zeit in eine ausfürhliche Rezension investieren. Für mich war die Geshcichte langweilig in jeder Beziehung.

Lest am besten selbst und bildet Euch eine eigene Meinung.

Das Buch war für mich ein absoluter Flop.

Samstag, 5. Juni 2021

The Princess will save you

Titel: The Princess will save you

Autor: Sarah Henning

Reihe: Dilogie

Sprache: englisch

Seiten: 448

Verlag: TOR Teen

Lesereise: Als Prinzessin Amarande klein war, haute ihre Mutter ab und ihr Vater der König hat darauf nie wieder geheiratet. Das wäre auch kein Problem, wäre er nicht plötzlich ermordet wurden. Das, zumindes, glaubt Amarande, auch wenn alle anderen daran glauben das der König an einem Herzversagen gestorben sei. Jetzt steht Amarande vor der plötzlichen Pflicht einer Heirat und das obwohl sie bereits ein Herzblatt hat, Luca, den Stalljungen. Als Luca schließlich auch noch entführt wird, macht sich Amarande ohne Umschweife auf die Suche nach ihm. Aber ihr ist klar, das dies ganz bestimmt kein Zufall ist.

 

In dieser Geschichte soll nicht die Prinzessin, sondern der Prinz gerettet werden, eine sehr interessante Umkehrung, die man nicht oft liest. Leider war ich von der Ausführung der Geschichte sehr enttäuscht. Ich denke das lag auch teilweise an Sarah Hennings Schreibstil, mit dem ich leider gar nicht warm geworden bin und an der Tatsache das schlecht recherchiert wurde.

Die Autorin versucht uns nach und nach Einblicke in die Welt der Protagonisten zu verschaffen. Allerdings bleibt dies recht fade und für eine Welt die uns die Autorin als sehr divers verkauft, ist sie erstaunlich nicht diverse. Irgendwie sieht jeder gleich aus, benimmt sich ähnlich und scheint eine ähnliche Kultur zu haben. Ein paar einzelnen Ausnahmen zum Aussehen gibt es, allerdings spielen diese keine große Rolle. Keines der Details das wir über Pyrene, den Torrent oder wie die noch alle hießen lernen, ist auch nur annähernd interessant. Die Welt scheint wie aus der Retorte generiert. 

Die Handlung war recht stringent und hat durchaus Sinn gemacht. Amarande lehnt sich gegen das System auf, macht sich daran ihren Luca zu retten, hat ein paar Begegnungen unterwegs - aus denen sie zwar nichts macht, aber okay - und am Ende wird alles gut. Gott sei Dank hat sich auch niemand weiterentwickelt oder etwas gelernt! Wir sind alle so schlau als wie am Anfang des Buches, weil obwohl manches hinterfragt wird, geht niemand den Denkweg zu Ende oder entschließt tatsächlich etwas zu tun.

Der krasse Plottwist war sehr plötzlich und schnell abgearbeitet. Er schien in das Ende der Geschichte reingezwängt und war dazu auch nicht wirklich überraschend. Eigentlich gab es sogar zwei Twists, aber der 2. war so sinnlos, ohne Vorankündigung oder Hinweise, das er total platt fiel und den ersten eigentlichen Twist gleich mit runter zog.


Den Figuren fehlt es an Tiefe und Verbundenheit. Amarande und Luca sind total verliebt? Ich spüre davon gar nichts. Die anderen Prinzen sind alle total böse? Sorry, wieder nichts. Gesagt wird uns das wiederholt, aber gezeigt wird es nie.

Amarande
erzählt uns die ganze Zeit wie tough sie ist und wie krass sie ihr Leben lang trainiert hat. Aber was wir sehen ist ein weinerliches Mädchen, das sich über die Geheimnisse ihres Vaters aufregt und denkt das sie von allem einen Plan hat. In Wahrheit hat sie aber keine Ahnung, keine Erfahrung und ihre Kampfkünste sind nicht in der Realität verankert. Meistens schwebt sie ohnhin nur durch die Handlung, also was solls.

Luca
seine einzige Aufgabe ist es in Amarande verliebt zu sein. Das ist das einzige aus was Luca besteht. Oh ja, hier gibt es noch einen tollen Twist - uh, der ist so krass unerwartet, das ich ganz dringend NICHT das zweite Buch lesen muss.

Renard
war eben ein Prinz. Reicht ja auch.

Taillefer
hat in mir Hoffnungen geweckt das wir hier ein verstecktes Genie haben, was einen taktisch ausgefeilten politischen Schachzug plant. Doch dann ist er doch nur der Typ der gerne den Fliegen die Flügel ausreist, einfach weil er's kann.

Ula, Dunixi und der Rest
Ula hat Glaube! WOW, wir bekommen einen Charakter mit einer Spur von Persönlichkeit! 😱 Dunixi liebt Geld über alles 😱 noch ein Charakterzug. Jetzt haben wir schon 2 an zwei Figuren. Das reicht ja dann auch. Daher brauche ich zu den anderen eindimensionalen Figuren gar nichts mehr sagen.


Definitiv sind die Figuren ein großer Schwachpunkt. Sie sind so generisch das man sie alle samt weglassen könnte und die Geschichte würde sich nicht ändern. Die einzigen Figuren die ein klein wenig interessant waren, Nebencharktere wie z.B. Ula, waren eben nur Nebencharaktere. Wenn den Protagonisten Dinge an denen sie wachsen oder uns etwas erklären, beweisen können, einfach nur passieren, dann nenne ich das nicht Charakterentwicklung.

Über die Figuren war ich sehr frustriert.

Die Handlung stützt sich auf die Liebesgeschichte zwischen Amarande & Luca, doch die bleibt eindimensional und kann diese Rolle nicht erfüllen. Damit fällt die gesamte Handlung.

Schwerter! In keinem Fall bin ich ein Experte, aber selbst mir fiel auf wie schwachsinnig die Kampfszenen und Waffen allgemein dargestellt wurden. Ganz eindeutig: schlecht oder gar nicht recherchiert. Erst werden die Schwerter des Königs als große Zweihänder beschrieben, dann schwingt Amarande die ohne Probleme eins in jeder Hand. Es ist auch kein Problem das sie die beim reiten auf den Rücken schnallt, obwohl sie erstens, nicht mal irgendwas zum anschnallen dabei hat und zweitens, zwei große Zweihänder. Garantiert super handlich! 

Außerdem ist es offenbar kein Problem für ein Pferd stundenlang non stop durch die Wüste zu gallopieren ohne Wasser. Für Amarande scheint es jedenfalls kein Problem Tagelang ohne Schlaf, Pause, nenneswertes Essen und Trinken und frisch wie am ersten Tag durch den Torrent zu spazieren. Selbst Luca und seine Gemeinschaft machen Pausen und wir sollen glauben das Amarande irgendwie übermenschlich ist?

Die Kampfszenen lasen sich wie von jemandem beschrieben der eine Schwertkampfszene in einem Hollywoodfilm beschreibt: viele Wirbel, Drehungen und Spezialeffekte, aber wenig Sinn und Verstand. Ich habe oft mit den Augen gerollt und es hat beim lesen fast wehgetan.

Dieses Buch wollte Feminismus in einer sehr patriarchisch geprägten Welt zeigen, aber mit Amarande als Hauptdarsteller hat das überhaupt nicht geklappt.

Ich kann dieses Buch leider nicht empfehlen. Ich bin sogar irgendwie wütend, weil es mich so sehr enttäuscht hat. All die interessanten Ansätze der Handlung wurden einfach übergangen. Es fehlt an Witz, Weltenbau, Recherche und wenigstens besser ausgearbeiteten Protagonisten. Das einzig halbwegs solide war die Handlung, die allerdings unter allem anderen litt.

Die Prinzessin rettet vielleicht Luca, aber nicht diese Geschichte.