Freitag, 16. August 2019

Das Reich der Sieben Höfe: Feen zum 1.


Titel: Das Reich der Sieben Höfe - Dornen und Rosen
Autor: Sarah J. Maas
Reihe: Das Reich der Sieben Höfe (Band 1 von 4, abgeschlossen)
Seiten: 480
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Reiseroute: Feyre ist eine Jägerin. Sie muss es sein, denn ihr Vater ist nicht im Stande sich um seine drei Töchter zu kümmern. Es bleibt ihr nur eine Wahl, selbst das Essen auf den Tisch zu bringen, oder zu verhungern. Als sie eines kalten Wintertages einen Wolf im Wald schießt, ist ihr nicht klar, welche Folgen dieser eine Schuß für sie und eine ganze Nation haben wird. Ein Tod, ein Opfer und die Antwort ist Liebe.

Eigentlich wollte ich keine neue Reihe mehr anfangen, bis ich alle anderen Reihen beendet habe, aber das Buch hat sich einfach zufällig ergeben und JA ich bin spät dran damit. 😅
Ich habe Sarah J. Maas immer absichtlich vermieden weil ich dachte, dass ich noch so eine Romantasy-YA-Feengeschichte nicht ertragen kann. Aber Hallelujah lag ich daneben!

Die Geschichte startet unglaublich stark und die Autorin baut eine fantastische Athmosphäre auf. Alle Hauptcharaktere bzw wichtige Nebenchfiguren bekommen ausreichend Hand und Fuß.
Als Tamlin schliesslich kommt um Feyre in sein Reich zu holen, hat man als Leser noch keine Ahnung welche Richtung die Geschichte einschlagen wird. Wer das Märchen von Tamlin (eine schottische Legende) schon einmal gehört hat, der hat eine grobe Vorstellung um was es geht. Auch wenn sich die Legende nur knapp im Hintergund andeutet. Die Beziehungen der Figuren untereinander entwickelt sich langsam und glaubhaft. Wobei die Liebesbeziehung zwischen Tamlin und Feyre deutlich im Vordergrund steht. Natürlich werden auch hier die Klischees von den unglaublich perfekten Feen und ihrer fantastischen Welt bedient und ich hätte es ehrlich gesagt nicht anders haben wollen.
Lucien ist durch das gesamte Buch hinweg einer meiner Lieblingscharktere. Er erscheint weniger perfekt als andere Feen wenn es um innere Werte geht, was ihn sehr symphatisch und nachvollziehbar macht. Tamlin als Beschützer erfüllt sein Klischee und bedient ein altes archaisches Prinzip, das mit Feyre's Charakter gut harmonisiert. Er ist generell sehr rücksichtsvoll und auch wenn sich manch eine feministische Stimme über die Nacht des Rituals aufregt, so ist dies ein Teil des archaischen Prinzips. Das sakrale Königtum, die Erneuerung der Macht stammt noch aus der Frühgeschichte der Menschheit und passt sehr gut in diese Geschichte.

Feyre: sie ist eine Figur mit der man sich gut identifizieren kann. Sie macht eine stete Entwicklung durch. Man sieht sie wachsen und heilen, sie lernt ihre Vorurteile zu überwinden und dann geht sie zu Amarantha unter den Berg um Tamlin zu befreien. Ab diesem Moment wird alles zu Mist!
Sorry, aber von einer starken jungen Frau, die für ihre Liebe kämpft, wird sie zu einem wimmerenden Paket das seinen Kampfeswille verliert und nur noch ein Spielball der Feen ist. Ich verstehe es nicht! Hat sie ihr eigentliches "Ich" am Eingang zur Höhle abgegeben? Wieso hat sie nicht einmal nachgeharkt, wieso hat sie nicht versucht mehr aktiv zu tun? Das einzige mal wo sie noch sie selbst ist, ist beim 1. Test. Ansonsten serviert uns die Autorin einen Haufen selbstmitleidiger Gedanken, die absolut nichts zum Plot beitragen und niemandem helfen!
Amarantha ist eine böse Hexe und hier passt der Begriff in allen Facetten. Sie stellt Feyre ein Rätsel das alles sofort beendet, wenn sie die Lösung weiß. Die Antwort war für mich offensichtlich, aber okay, Feyre ist unter enormen Stress und kommt nicht darauf. Aber bitte?! Als sie sich im Todeskampf befindet und fast stirbt, DA fällt ihr plötzlich die Lösung ein?! Sie leidet Qualen, aber hat Zeit über das Rätsel nachzudenken?! WTF!
Unglaubwürdiger geht es wohl nicht mehr! Auch beim letzten Test habe ich mein Buch angeschriehen: Nimm einen Dolch und ramm ihn Amarantha irgendwohin! Jetzt tu endlich etwas!. Es hat null zu Feyre's Charakter gepasst und es hat keine Entwicklung mehr stattgefunden.
Rhysand: von Anfang an war klar das er ein doppeltes Spiel treibt. Er wurde clever eingeführt, weit am Anfang, dennoch barg seine Figur keine Überraschung. Das hat sich aus dem Kontext ergeben. Rhysand würde alles tun um seine Leute zu beschützen, weder vor Gewalt zurückschrecken, noch vor Mord. Die Szene im Kerker, als er Feyre dazu bringen will einen Deal mit ihm abzuschließen, ist unnötig gewaltvoll. Sie zeigt die Abgründe seiner Seele und ja das ist in Ordnung, aber seine Aktionen rechtfertigt es dennoch nicht.

Es gab eine kleine Überraschung am Ende, die für mich persönlich wenig überraschend rüberkam, ansonsten war das Ende angemessen und die Bösen bekommen was sie verdienen, was mich ungeneim beruhigt hat. 😄 Auch wenn einige kleine Fragen offen geblieben sind, hätte nach diesem Ende kein weiteres Buch mehr folgen müssen.
Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite finde ich die Geschichte großartig, auf der anderen Seite finde ich die gesamte 2. Hälfte des Buches mittelmäßig und unmotiviert. Sarah J. Maas kann fantastisch schreiben und die ganze 1. Hälfte ist wundervoll, aber danach rutscht die Geschichte ab. Generell bin ich auch positiv überrascht was die Art der Geschichte angeht, hatte ich so nicht erwartet. Es wird unter Jugendbuch/YA gehandelt, ist aber eher Adultfantasy aufgrund der Gewalt und sexuellen Inhalte.
Zum Cover: das dt. Cover ist sehr aufwendig gestaltet, aber ich finde das englische trifft die Essenz des Buch deutlich besser.
Das macht eine Bewertung schwer und ich gebe 3 Reisekoffer, wegen der schwächeren 2. Hälfte.


Samstag, 13. Juli 2019

Still out there...

...und ich lese immer noch am selben Buch seit Wochen da ich einfach zu nichts komme "Spirit - seeing is believing".
Es geht gerade sehr turbolent zu und ich habe nicht mal mehr eine richtige Bleibe. Bloggen muss also noch für eine ganze Weile, leider, hinten anstehen.

Donnerstag, 13. Juni 2019

Buchlotto: SuB Nachschub

Hallo Internetwelt, mich gibt's noch!

Nach fast 6 Monaten habe ich es zum 1. Mal geschafft - jawohl - zum 1. Mal seit ich die Insel betreten habe, in einen Buchladen zu gehen.
Wenn man jeden Tag gesamt 4 h zur Arbeit pendelt, ist man froh wenn man am Wochenende nirgens hinfahren muss. Diesmal war ich ohnehin in Dublin unterwegs und bin in Chapters Büchershoppen gewesen. Nebenbei der BESTE Buchladen der Insel, zumindest meiner Meinung nach. Chapters ist ein Secondhand Buchladen, der in der unteren Etage neue Bücher verkauft und in der oberen Etage die Secondhand Sachen. Habe ich schon erwähnt das der Laden riesig ist?
Also nach genau 3 einhalb Stunden, wahrscheinlich hat sich dort noch nie solange einer am Stück aufgehalten, habe ich alle Fantasy und YA Abteilung in allen Etagen durchgestöbert und gefunden habe ich:

Laini Taylor - Night of Cake and Puppets: OMG das wollte ich schon ewig lesen, das ist schon solange das es nicht einmal mehr auf meiner noch zu lesen Liste auftaucht - ups! Außerdem ist es runter gesetzt von 18,90 auf 6,99.

Tell the Wind and Fire - Sarah Rees Brennan: der aufmerksame Verfolger meines Blogs wird sich vielleicht noch daran erinnern, dass ich diese Buch vor langer Zeit gelesen und nicht besonders gut bewertet habe. ABER das ist die Hardcover Version UND hat nur 2 Euro gekostet. Da konnte ich nicht nein sagen.

Leigh Bardugo - Shadow and Bone: ich denke die Grischa Bücher sind für viele von Euch inzwischen schon ein alter Hut. Ich wollte diese Reihe auch eigentlich nie anfangen, aber für 5 Euro, auch wenn es nur ein TB ist, probiere ich es mal aus.

Cassandra Clare - The red scrolls of magic (A Shadowhunter Novel): Ich habe noch NIE von diesem Buch gehört und war total überrascht darüber. Ich lese an sich kaum ihre ganzen neuen Werke, weil jetzt nur noch Geld gedruckt wird, aber das Cover war so toll und hinten stand was von Magnus - DAS ist alles was ich wissen muss um es zu kaufen!  War leider kein Secondhandbuch.

Ruth Morgan - Alen Rain: das scheint eine Scifi Geschichte zu sein, irgendwie vielleicht in Richtung Godspeed? Keinen blassen Schimmer. Es hat 2 Euro gekostet und hört sich interessant an, kein großer Verlust sollte es Schrott sein.

Brandon Sanderson - Legion and the Emperors Soul: war ebenfalls runtergesetzt auf 7 Euro und hallo?! Mit Brandon Sanderson liegt man NIE falsch. Legion wollte ich schon immer einmal lesen, allerdings habe ich das Gefühl das es sich hierbei um irgeneinen X-ten Band oder ein Spin-off handelt. Hatte leider keine Zeit noch extra jedes Buch zu googeln sonst wäre ich vermutlich heute noch im Buchladen unterwegs. Wenn jemand weiss in welche Lesereihenfolge das gehört? Bitte klärt mich auf!

Rainbow Rowell - Eleanor& Park: war ebenfalls auf 5 Euro gesenkt. Allerdings fiel mir zuhause ein das ich das Buch doch in Deutschland schon im Regal habe! Sehr clever jetzt habe ich 2 Versionen davon.

Kendall Kulper - The Magic Thief: auch dieses war gesenkt auf 5 Euro und ich habe auch noch nie von dem Buch oder der Autorin gehört, allerdings klang der Klappentext SEHR interessant. Die Erwartungen sind hoch, das wird spannend!

Sally Christie - Spirit: dieses Buch war relativ teuer und ich bin damit ehrlich gesagt ein Risiko eingegangen, denn ich habe keine Ahnung. Aber es klingt sehr interessant und eine ähnliche Geschichte habe ich bereits vor 2 Jahren zufällig auch in Chapters gekauft und die war fantastisch! Ich hoffe das es sich hierbei um etwas ähnliches handelt, vielleicht sogar die selbe Autorin (kann mich leider nicht mehr an das Buch erinnern und es steht in Deutschland...)? Mal sehen.

Wenn Ihr über diese Bücher etwas wisst, teilt es doch mit mir in den Kommentaren. Ich hoffe mal ich habe im Buchlotto diesmal nicht zuviele Nieten. 😄

Sonntag, 24. Februar 2019

aus dem Nähkästchen... Irland und die Bücher

Hallo da draussen!
Falls überhaupt noch wer übrig ist, der hier mitliest.😅
Ich bin jetzt 2 Monaten in Irland und ich habe einfach keine Zeit zum lesen! Ich war noch nicht ein einziges Mal in einem Buchladen, dabei ist das hier das Büchermekka (für englische Titel). 😱

In der Woche pendele ich jeden Tag, durch die Arbeit, insgesamt 4 -5 Stunden je nach Verkehr. Da bleibt dann abends 20 Uhr nicht mehr viel Zeit für Hobbies. Ich erledige dann nur alles was so gemacht werden muss und dann ist auch wieder Zeit für's Bett - muss ja am nächsten Tag wieder früh raus. ;-)
Am Wochenende kann ich dann endlich all die Sachen erledigen die in der Woche liegen bleiben, einkaufen und so weiter. Natürlich schaue ich mir auch dies und das an, hier in Irland.
Das Ende vom Lied ist, zum bloggen bleibt keine Zeit übrig. Was ich echt schade finde und was sich bessern soll.
Ich kann aber schon einmal sagen es gibt Licht am Ende des Tunnels, auch für all die Bücher für die ich keine Zeit habe: im Juni habe ich vor umzuziehe. Hoffentlich etwas näher an die Arbeit. Mal schauen was sich ergibt. DANN habe ich vielleicht auch mal etwas mehr Zeit zum lesen allgemein und zum bloggen.

Der Blog ist zumindest nicht tot, verspreochen! Es dauert nur einfach eine Weile bis sich so ein Umzug in ein anderes Land und ein neues Leben eingependelt hat.

Slán
 

Donnerstag, 29. November 2018

aus dem Nähkästchen: und schon wird weitergezogen

Hi zusammen!

Ich hatte ja einige Beiträge vorbereitet und wollte wieder voll einsteigen. Jetzt ist aber das Leben dazwischen gekommen.
Ich habe eine neue Arbeit und muss dafür nach Irland ziehen. Das heißt nicht das ich direkt für immer auswandere, aber vorerst verbringe ich die nächsten Jahre auf der grünen Insel.

Ich freue mich natürlich total, aber natürlich ist auch Wehmut dabei. Genau deshalb komme ich zur Zeit überhaupt nicht zum Bloggen, es gibt eben viel zu organisieren. Wenn sich allerdings in 2019 alles eingependelt hat und ich wieder ans Lesen denken kann, dann geht es hier weiter. (Sitze ja dann auch an der Buchquelle :-) ) Ich schau auch bestimmt mal Weihnachten rein. Bis dahin hoffe ich das Ihr etwas Geduld mit mir und dem verwaisten Blog habt!

Samstag, 27. Oktober 2018

Wieder auf Reise

Hallo zusammen!

Ich habe es inzwischen endlich auf mich genommen meinen Blog DSGVO freundlich zu gestalten und hoffe mal das alles passt.
Wie auch immer. Ich bin wieder da und habe jede Menge Rezis im Gepäack - eine Auszeit ist eben auch gut für Vorarbeit. ;-)

Ich wünsche weiterhin viel Spaß beim lesen und freue mich über Kommentare. Ich habe das Bloggen total vermisst!

Sonntag, 22. April 2018

Neues Datenschutzgesetz = Blogaus

Hallo zusammen!

Ab 1. Mai gelten die neuen Datenschutzrechtlinien (DSGVO) auch für kleine Blogs wie diesen. Wer diese nicht einhält macht sich strafbar.
Vielleicht hat der eine und andere von Euch schon die heißen Disskusionen dazu mitbekommen, falls nicht hier mal ein Link zum nachlesen worum es überhaupt geht:
https://datenschmutz.net/dsgvo-checkliste-fuer-blogs/

 Da Blogger leider nicht alle Möglichkeiten anbietet um es Bloggern zu ermöglichen alles entsprechend einzuhalten, muß ich meinen Blog solange offline setzen bis es dafür eine Lösung gibt.
Ich sehe nicht ein das ich mir eigenen Webspace für einen Blog kaufe und bezahle der nicht kommerziell genutzt wird.

Der Lesereiseblog ist weiterhin auf Facebook zu finden und bei Instagram (wo ich allerdings kaum aktiv bin - na vielleicht dann). Auf Facebook werde ich Euch über alles auf dem laufenden halten. Außerdem führe ich den Blog fort, nur eben nicht mehr für die Öffentlichkeit sichtbar. Wenn es eine aktzeptable Lösung bei Blogger gibt geht mein Blog sofort wieder online.
Ich würde mich dann sehr freuen, wenn der eine und andere unter Euch dann noch als Leser hier ist.
Natürlich verfolge ich alle Blogger und Blogs weiter und insofern es noch eine Kommentarfunktion gibt, denn die ist ja nicht Datenschutzkonform, hinterlasse ich sicher auch mal ein paar Worte, wie gewohnt. ;-)

Derweile bedanke ich mich bei allen Lesern und auch Mitbloggern für den netten Austausch!
Ahoi und bis hoffentlich bald!


Samstag, 7. April 2018

Vernichtung: Rebell - ich spüre den Zorn

Titel: Rebell - Gläserner Zorn
Autorin: Mirjam H. Hüberli
Reihe: Rebell (Trilogie, nicht beendet)
Seiten: 259
Verlag: Drachenmond Verlag

Reiseweg: Willow studiert an der Uni Kunst und möchte eigentlich nur normal sein. Leider ist das nicht so einfach, denn sie sieht in den Augen der Menschen deren Spiegelbilder. Was es zu bedeuten hat kann ihr leider niemand sagen. Doch als an ihrer Uni plötzlich ein merkwürdig aussehnder Junge auftaucht, fangen die Ereignisse an sich zu überschlagen. Bald muss Willow erkennen das es nicht nur eine Welt gibt und es hintern den Spiegeln noch weiter geht.

Ich hatte mir schon lange vorgenommen mal etwas aus dem, in Bloggerkreisen hochgelobten, Drachenmond Verlag zu lesen. Dieses Buch war leider die falsche Wahl.
Ganz ehrlich, hat sich hier wirklich eine Lektorin mit beschäftigt? In einem zusammengfasst: schrecklich!
Aber ich kann sehen wieso das Buch viele postive Stimmen hat.

Das Cover des Buches ist Geschmackssache, aber perfekt für die eigentliche Zielgruppe gewählt, nämlich schätzungsweise Mädchen von 12 - 16 mit mäßiger Leseerfahrung in diesem Genre. Was die Autorin in diesem Zusammenhang falsch gemacht hat sind die Figuren. Die sind einfach zu alt für diese Zielgruppe.

Die Autorin hatte eine Idee - die Spiegelwelt. Das ist allerdings das einzige was sie hatte.
Die gesamte Geschichte hinterlässt bei mir den Eindruck einer Mary-Sue Story. Irgendwie ist Willow ganz toll, warum wird aber nicht gezeigt. Sie ist ein naives Mädchen mit heftigen Gemütsschwankungen und leider ohne ausreichend gesunden Menschenverstand. Sie benimmt sich wie ein sehr, sehr unreifer Teenager. Ihr zur Seite steht der "göttlich tolle" Noah, ihr Freund und im späteren Verlauf auch noch der mindestens genauso "tolle" aber sehr mürrische Bo. Ihre Freundin Sam und Sam's Bruder, sowie alle anderen Figuren braucht man hier wegen fehlender Substanz gleich gar nicht mehr erwähnen.

Die Handlung ist von vorne bis hinten Schwachsinn. Es gibt weder einen sinnvollen Grund das Willow auf die andere Seite gehen muss, noch einen Hinweis darauf. Das Einzige was wir bekommen ist eine vage Andeutung, dass Willow irgendwie wichtig ist. Warum, weshalb sagt ihr keiner und sie fragt auch nicht nach. Vermutlich wissen es die Figuren selbst nicht. Es ist also total sinnlos das sie überhaupt bei irgendeiner der Rebellenaktionen dabei ist. Denn das was sie am besten kann ist einfach nur hinderlich sein.
Ein Weltenbau ist praktisch nicht existent.

Die Klammernsetzung sollen als Stilmittel herhalten um die Gefühle und Gedanken von Willow vertiefend auszudrücken. Aber die Geschichte ist doch in der ich Perspektive geschrieben, wozu brauche ich dann so einen Quatsch?! Der Leser ist ganz gewiss nicht so bekloppt wie die Protagonistin. Wir verstehen das auch ohne Klammern!
Was soll diese gestelzte pseudo hippe Jugendsprache? Das Frage ich mich schon seit der ersten Seite...
Wieso erklärt Willow nie jemand irgendetwas und wieso verdammt fragt sie kaum nach? Und wenn sie dann mal nachfragt und keine Antwort bekommt wird sie immer gleich pampig und gibt sofort auf. Wieso gibt es bei keiner der Figuren auch nur die kleinste Entwicklung? Welches Klischee soll den Noah's VW Käfer bedienen? Müsste ich raten würde ich tippen das die Autorin VW Käfer toll findet/ selbst einen hat. Wenn das Auto im Zusammenhang wenigstens ein sinnvolles Klischee bedienen würde, wäre es okay. So ist das leider nur sinnloser input für den Leser.

5 merkwürdige Fakten oder wo ist die Realität?
- Noah trägt anfangs einen Anzug mit Jacket und Willow sieht seine Muskeln trotzdem. Vielleicht sollte sich Noah seine Anzüge dann nicht immer von seinem kleinen Bruder leihen? Könnte ja ausversehen mal passen dieses Ding. Oder ist der jetzt auch noch ein krasser Bodybuilder? O.o

-Willow macht ständig Anmerkungen gegenüber Sam das sie ihr nicht zuhört wenn Sam mit ihr redet. (Wir erinnern uns Sam ist die beste Freundin.) Da kommen dann Beschreibungen wie Sam's Geschwafel, Geplapper etc. also wenn meine beste Freundin mir nie zuhört ist aber was los!

- es ist für den Leser total wichtig genau zu wissen wer im Detail wie gekleidet ist. Um uns das Aussehen der Figuren und deren Stil noch näher zu bringen, gibt es ausserdem Zeichnungen (die ohne Frage schön sind). Leser haben schließlich keine Fantasy! Wir haben zwar kaum Handlung aber Hauptsache alle sind stylisch gekleidet.

- mit dem Seriengedöns will ich gar nicht erst anfangen.

- Mal davon abgesehen wie realistisch ein Mottotag an einer dt. Universität ist, habe ich auch noch noch nie Schließfächer für Studenten gesehen. Bei mehreren tausend Studenten die sich an so einer Uni tummeln fällt es Willow sicher auch nicht auf wenn da irgendwo ein neues Gesicht auftaucht. (Aber das wäre jetzt einfach nur kleinlich.)

- ach ja und am Ende des Buches muss - anstatt sich über wichtige Dinge zu sorgen - noch schnell ein Ball her, weil ohne Ball kein neues Umstyling und das Willow scheinbar nicht mehr nach Hause kommt, wird unter den Teppich gekehrt

- na ja solange man mit einem eben noch halbtoten Junge ohne Probleme durch die halbe Stadt läuft ist ja alles in Butter. Bo's Verletzung ist dann ja scheinbar auch nicht so wild.

Ich hatte den Eindruck das die Autorin einfach mal losgeschrieben, aber keinerlei Ausarbeitung vorgenommen hat. Was mich zu meiner Frage mit der Lektorin zurückführt. Leute ich suche immer noch den Sinn in der Handlung und in den Dialogen!
(Übrigens weshalb Willow selbst kein Spiegelbild hat ist doch klar wie Kloßbrühe, bitte sagt mir das dass nicht die in Teil zwei oder drei auftretende überraschende Wendung sein soll!) All diese Kritik hat nicht viel mit persönlichem Geschmack zu tun oder damit das ich definitiv zu alt für die Zielgruppe bin, sondern leider mit fehlendem Handwerkszeug von Seiten der Autorin.

Wie dieses Buch auf der Shortlist zum Deutschen Pahntastikpreis stehen kann ist mir schleierhaft. Wenn das unter den Besten ist, dann ist das ein Armutszeugnis für dt. Fantasy allgemein. Hier haben wir ein fantastisches Beispiel dafür was Networking und Marketing alles zu tun vermag, aber kein Beispiel für gute Handwerkskunst.

Leider sehr enttäuschend... ein Stern für die Idee, das Cover und die gute Anpassung an die eigentlich zu erreichende Zeilgruppe (bitte das nächste Mal die Protagonistin doch einfach in die Schule schicken, nicht an die Uni. Da gehört sie wirklich nicht hin.)


Sonntag, 1. April 2018

This Savage Song - Geschichten die reinhauen

Titel: This Savage Song
Reihe: Monsters of Verity (Band 1 von 2)
Autorin: Victoria E. Schwab
Seiten: 400 (als Audiobook gehört)
Verlag: Titan Publishing

Route: Willkommen in Verity! Eine Stadt zerteilt in zwei konkurriende Bezirke. Im Norden herrscht Callum Harker zusammen mit den Malchai, Monster die auf seinen Befehl hören. Im Süden regiert Henry Flynn der Anführer des FTF, doch dort ist es nicht sicher. Im Norden dagegen kann man sich Sicherheit kaufen, garantiert von Harker, der auch die zweiten Monster unter Kontrolle hat: Corsai. Doch stimmt das wirklich? August Flynn gehört zur dritte Sorte Monster: Sunai. Doch August ist anders. Er hält sich an dem bisschen Menschlichkeit fest das ihm anhaftet und will helfen, um des Friedens Willen. Da bietet sich ihm eine Chance, sie heißt: Kate Harker. Die Tochter von Harker will die Anerkennung ihres Vaters und dafür würde sie über Leichen gehen, Monsterleichen um genau zu sein. Als sie August in ihrer neuen Schule kennenlernt ahnt sie nicht das dieser Wunsch bald mehr als wahr wird. August und Kate müssen sich eingestehen, dass sie nicht nur ihre eigenen Motive, sondern auch besser die von allen anderen hinterfragen, um der Frieden Willen und um ihrer eigenen Leben Willen.

Die Geschichte fängt langsam an, aber Victoria Schwab kann langsam gut. Genauso gut wie schnell und das kommt in diesem Buch nicht mit einem Wispern sondern einem BANG!
(Interner Buchscherz :D )
Die Geschichte spielt in einer postapokalyptischen Version der USA, die jetzt von Monstern bevölkert wird. Monster die nur eines wollen, Menschen und ihre Lebensenergie. Die Story beginnt langsam und entwickelt sich erst allmählig. Eine elegante Idee, denn der Weltenbau braucht Zeit um  zu sacken. Außerdem nutzt die Autorin diese Zeit um ihre Charaktere zu entwickeln.
Die Geschichte an sich ist weniger Wortgewandt als ich das von ihren anderen Büchern gewöhnt bin, aber das ist nicht schlimm. Sobald sich die Geschichte entfaltet hat, hat man ohnehin keine Zeit mehr auf Details zu achten, sondern ist damit beschäftigt all den Blutpfützen, Monstern und der Dunkelheit auszuweichen. ;-) Die Atmosphäre der Handlung ist intensiv und später Spannungsgeladen, teilweise unheimlich, gruselig und spart auch nicht an Brutalität.
Die Charaktere sind fantastisch ausgearbeitet! August ist sehr emphatisch und sich im klaren darüber das er nicht ändern kann was er ist. Als er in der Schule Kate im Auge behalten soll, kommt zum tragen wie abgeschirmt er all die Jahre gelebt hat. Wenn er mit anderen agiert ist er zurückhaltend aber, da er als Monster nicht lügen kann, gibt er immer die besten Antworten. Die Dialoge mit ihm und Kate sind einfach göttlich! Gerade als man denkt man weiss wohin diese Geschichte führt - BANG - gibt es einen neuen Twist den man so nicht erwartet hat.
Mit Kate hatte ich anfangs einige Probleme. Ich konnte ihre Motivation nicht nachvollziehen, weil ich Callum Harker sofort durchschaut habe. Allerdings hat sich meine Abneigung gegen Kate mit ihrer Weiterentwicklung gelegt. Sie ist hart, eine Kämpferin, aber das ist ihren Lebensumständen geschuldet. Wer jetzt eine Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht, obwohl es leicht angedeutet wird. Doch - realistischer Weise - bleibt dafür nicht ausreichend Zeit und immerhin gibt es ja noch mindestens einen weiteren Band. Die Nebencharaktere treten bei diesen beiden Protagonisten leider in den Hintergrund. Auch ein paar Details im Weltenbau könnten noch erklärt werden, aber ich persönlich sehe das nicht als Minuspunkte, sonder als mögliche Verbesserungen im zweiten Band. Wie auch immer, der Fokus liegt klar auf den Figuren, Monstern und der Aktion - das reicht mir völlig.
Die Grundidee der Geschichte ist so simpel wie genial: böse Taten bringen Monster hervor. Wieso hat da noch nie jemand dran gedacht?!

Victoria Schwab ist definitiv unter meinen Top Ten Schriftstellern und dieses Buch müsst Ihr lesen, sonst habt Ihr was verpasst.




Eislauf - Liebesgeschichte: All laced up!

Titel: All laced up
Reihe: Einzelband
Autorin: Erin Fletcher
Sprache: englisch (dt. Version - nein)
Seiten: 220 (gelesen als E-Book)
Verlag: Entangled Pup

Route: Pierce Miller ist der neue Superstar im Eishockey. Lia Bailey könnte die nächste Olympiasiederin im Eiskunstlauf sein. Doch auch wenn beide Jahre lang auf der selben Eisbahn trainiert haben, haben Sie nicht viel für einander übrig. Lia findet Pierce überheblich und Pierce hat so viel zu tun, das er Lia gar nicht wahrnimmt. Aber wenn es etwas gibt das die beiden verbindet, dann ist das Hokey. Als Pierce anfängt seine Spiele zu vermasseln, kann Lia sich nicht mehr zurückhalten und kommentiert auf der Webseite von Pierce Verein. Es stellt sich heraus das Pierce gar nicht so selbstsüchtig ist und aus einem Onlinekommentar wird plötzlich viel mehr.

Eine sehr süße Teenagerliebesgeschichte! :-)
Ich mochte Lia gerne, sie war zwar ein bisschen zu prüde - aber das ist den konventionellen amerikanischen Werten zu schulden, wie man auch deutlich an der Begegnung ihres Onkels und Pierce sieht. Für uns Europäer ein wenig merkwürdig, aber so kennt man das. Pierce war ebenfalls symphatisch und obwohl Lia ihn immer als oberflächlich betrachtet hat, konnte er uns alle vom Gegenteil überzeugen. Auch die Eltern und Geschiwster der beiden waren wie selbstverständilich in die Geschichte verwebt, was oft genug ja nicht der Fall ist. Die Figuren und der Plot wurden damit ein Stück authentischer.
Erin Fletchers Schreibstil ist nicht außergewöhnlich, aber ordentlich und dem Thema und Unterton der Geschichte angepasst. Es war nicht zu ktischig und die Dynamik zwischen den Figuren hat gepasst.
Das Thema Eiskunstlauf und Hockey war immer präsent und für die Geschichte detialiert genug. Das Ende war sogar richtig spannend, auch wenn von Anfang an klar war das es gut ausgeht.

Eine schöne "coming-of-age" Geschichte, die mit viel Liebe geschrieben und mit Eisklunstlauf und Hockey versehen wurde. Sehr empfehlenswert und ich werde mir gelegtlich eine Printausgabe besorgen (schönes Cover).

Donnerstag, 22. Februar 2018

World After - die Welt danach

Titel: World After (Band 2)
Autorin: Susan Ee
Reihe: Penryn & the End of Days ( Trilogie, abgeschlossen)
Seiten: 448
Verlag: Hodder Paperbacks

Reiseroute: Wir begeben uns in das apokalyptische Überbleibsel der USA. Penryn hat ihre Familie endlich wieder zusammen, doch was man ihrer Schwester angetan hat, setzt ihr stärker zu als sie glaubt. Besonders Paige selbst leidet darunter und läuft schließlich davon. Von Schuld angefressen macht sich Penryn auf die Suche und gerät dabei selbst in Gefahr. Eine Gefahr die sie nicht nur in mitten der Intrigenversuchten Engelswelt führt, sondern auch wieder näher zu Raffe bringt. Raffe, der verzweifelt versucht seine Flügel zurückzubekommen. Ein Kampf um Macht entfesselt die neuen Kreaturen, welche die Menschheit und vielleicht die Engel selbst bedrohen.

Im 2. Band folgen wir Penryn die scheinbar von den Toten erwacht ist. Sie schließt sich dem Widerstand an, endlich vereint mit ihrer Familie. Doch das was aus ihrer kleinen Schwetser Paige geworden ist, ist nicht nur für Penryn schwer zu erfassen. Auch unter den Leuten des Widerstandes regen sich kritische Stimmen. Paige sei kein Mensch und gefährlich. Es ist deutlich zu sehen wie unsicher Penryn ist, was von ihrer kleinen Schwester noch menschlich ist und was nicht. Ihre Mutter, verrückt wie eh und je, schafft es besser hinter die Kulissen zu sehen, auf ihre spezielle Weise. Doch für Penryn ist das keine große Hilfe, da sich die beiden nicht sonderlich gut verstehen.
Penryn ist eine Figur wie geschaffen für ein apokalyptisches Setting, eine Kämpferin. In Anbetracht der Umstände ist sie als einzelne Person natürlich recht machtlos und kann dem Treiben der Engel keinen Einhalt gebieten - was auch wirklich logisch ist. Mit Raffe ist das eine andere Sache. Zugegeben, ich habe ihn vermisst. Sein Humor hätte die Geschichte an manch einer Stelle etwas aufgelockert. Seine angebliche Machtlosigkeit fand ich fragwürdig. Was hat er den bitte zwei drittel des Buches getrieben? Nur seine Flügel gejagt? Dafür das es am Ende dann "doch so einfach" ging, war das ein unglaubwürdig. Eindeutig eine schwäche in der Handlung! Weshalb die kleine Schwester Paige zu Beliol abhaut ist mir auch noch etwas suspekt, aber aktzeptiert.

Das die Widerstandsgruppe in diesem Buch nicht im Mittelpunkt stand hat mir dagegen sehr gut gefallen. Es war ganz interessant wie Penryn sich auf die Suche nach ihrer Schwester gemacht hat und sich die Ereignisse von da an entwickelt haben. Allerdings hatte sie mir ein bisschen zu viel Hilfe und Glück dabei - jedoch nachvollziehbar (irgendwie musste die Autorin bestimmte Dinge ins Rollen bringen). Bis auf die Tatsache das Raffe's Taten in diesem Band zu flach und unmotiviert bleiben, hat er noch die beste Entwicklung durchgemacht. Die kurzen Flashbacks zwischen Penryn und Raffe's Schwert waren herzerwärmend und haben viel zur Entwicklung der Bezieheung von Penryn & Raffe beigetragen. Die ganze Sache mit dem Schwert, seinem Namen und dem Teddybär fand ich dagegen einfach nur albern. Auch wenn es lustig sein sollte, es war zu sehr erzwungen und ich konnte darüber nur die Augen verdrehen. (Btw. bin mir ziemlich sicher sie hätte das Schwert auch am Körper rein schmuggeln können, aber was weiß ich schon...😠)

Eine höchst interessante Info (wird nicht verraten ;-) )haben wir in der Szene im Meer bekommen und ich war eine Weile überzeugt davon, dass man die Engel mit diesem Wissen gut bekämpfen kann. Allerdings glaube ich jetzt nicht mehr das Penryn auf diesen Zug springen wird. Schade eigentlich, das wäre sicher eine interessante Entwicklung!

Wie auch immer, der zweite Band hatte seine Stärken und Schwächen und leider war er eindeutig schwächer als der erste Band. Das Szenario scheint sehr brutal, doch für mich durchaus nachvollzihebar. "Am Ende ist sich jeder selbst der Nächste" wird in diesem Buch sehr oft gelebt.

Freitag, 16. Februar 2018

My secret life offline: Olympia Eiskunstlauf


Heute plaudere ich mal ein bisschen aus dem Nähkästchen.

Ich verfolge zur Zeit ein bisschen die olympischen Winterspiele, insbesondere Eiskunstlauf und freue mich daher natürlich sehr über den überraschenden Sieg von den Paarläufern des deutschen Teams: Aliona Savchenko und Bruno Massot.
Nachdem die beiden nach dem Kurzprogramm noch auf dem 4. Platz waren, haben sie zum Schluss noch einmal richtig aufgedreht und sind tatsächlich noch auf Gold gekommen. Wahnsinn! Ich habe mich total für die beiden gefreut! Sie hatten auch eine wundervolle Kür mit schöner Musik. Einfach toll anzusehen.
Aber auch die 2. Sui Wenjing und Han Cong, das Pärchen für China haben ihre Sache grandios gemeistert. Die Kür der Kanadier Meagan Duhamel und Eric Radford hat mir auch sehr gut gefallen und die beiden waren mit ihrem Ergebnis doch sichtlich zufrieden. 
Allgemein läuft es für die deutschen Teams im Wintersport bei diesen olympischen Spielen sehr gut. Neun mal Gold war bis jetzt drin, 2 x Silber und 3 x Bronze. Wirklich kein schlechtes Ergebnis. 
Ein bisschen traurig bin ich das Irland bis jetzt noch nichts abstauben konnte - ja genau - die machen auch mit. ;-) Das wäre mal ein cooler Außenseiter - Überraschungssieg. Aber klappt vielleicht noch. 
Ansonsten sind natürlich alle Länder im Medaillienspiegel vertreten die man mit Wintersport verbindet: Kanada, USA, Norwegen, Schweden, Österreich, Frankreich, Niederlande, Italien und natürlich auch Südkorea. Ich bin jedenfalls gespannt wie sich das noch entwickelt. 

Wer unter den Bücherfreunden verfolgt noch die Winterspiele und was ist eurer Lieblingssport?

Sonntag, 11. Februar 2018

Young World

Titel: Young World - die Clans von New york
Reihe: (Band 1, Trilogie, nicht abgeschlossen)
Autor: Chris Weitz
Seiten: 384
Verlag: dtv

Route: In New York gibt es nur noch Teenager, denn jeder der 18 Jahre oder älter ist stirbt. Auch Jefferson's Bruder, der Anführer des Washington-Square-Clans stirbt als er 18 Jahre alt wird. Die Seuche kennt eben keine Gnade. Trotzdem muss es weitergehen und als Brainbox Jefferson von seiner Idee erzählt in die Stadtbibliothek einzubrechen, um nach einem wissenschaftlichen Artikel zu suchen der etwas über die Seuche erzählt, zögert dieser nicht lange. Zusammen mit seiner heimlichen Liebe Donna und sehr kleinen aber toughen Chinesin, macht sich die Gruppe auf den gefährlichen Weg durch New York und die verschiedenen Terretorien der entstandenen Clans.

Die Geschichte ist etwas unkonventionell geschrieben. Es gibt keine wörtliche Rede, wie üblich und ich denke das ist dem beruflichen Hintergrund des Autors geschuldet. Man konnte aber trotzdem immer genau verfolgen wer gerade spricht. Die Perspektive wechselt Kapitelweise zwischen Donna und Jefferson. Letzterer ein interessanter Charakter der erst in seine Rolle als Anführer hineinwachsen muss. Auch wenn sein Bruder nur eine sehr kurze Rolle hat, merkt man trotzdem das Jefferson ihm nicht ganz das Wasser reichen kann. Das bedeutet das die Figuren einen guten Hintergrund haben. Genau diese Tatsche macht dann auch alle Figuren einzigartig.
Die Geschichte beinhaltet reichlich Gewalt, Waffen und zeigt ziemlich gut die Abgründe menschlichen Verhaltens in Ausnahmesituationen. Sehr interessant welche Früchte Chris Weitz Vorstellung einer neuen Gesellschaft treibt!
Es gibt reichlich Spannung und interessante Ideen. Der Plot ist recht klassisch gehalten und die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, aber nicht so das man dringend weiterlesen muss. Die ein und andere Idee ist vielleicht einen touch zu viel, aber an sich ist alles recht Realitätsnah gehalten - oder könnte es zumindest. Die Stärke des Autors sind aber eindeutig die Charaktere.

Ein guter solider Auftakt für eine Dystopie. Vielversprechende Story und anngenehme Figuren.


Sonntag, 28. Januar 2018

Zeitreiseabenteuer mit Zeitenzauber

Titel: Zeitenzauber - das verborgene Tor
Reihe: Zeitenzauber (abgeschlossen, 3 Bände, Nachfolgereihe "Auf ewig dein")
Autorin: Eva Völler
Seiten: 352
Verlag: Baumhaus Verlag

Reiserichtung: Für Anna und Sebastiano scheint die Aufgabe diesmal eigentlich recht einfach. Sie sollen Mr. Stephenson in das Jahr 1813 begleiten. Doch als sie dort angekommen sind, erfahren sie dass, die wahre Mission weitaus gefärhlicher ist. Natürlich erhalten sie von Jose wieder einmal kaum brauchbare Informationen, aber zum Glück stehen Ihnen Jerry und sein Großvater zur Seite. In die Upperclass dieses Jahrhunderts hinein gestoßen, müssen Anna und Sebastiano herausfinden wer Freund und Feind ist. Doch diesmal haben sich die Alten besonders bemüht, denn hierbei handelt es sich um das letzte Spiel über Zeit und Raum.

Ich habe Band 1 und 2 vor zwei Jahren gelesen und bin erstaunlich gut wieder reingekommen. Das Buch ist auch wieder aus Anna's Perspektive geschrieben und sie hat in den ersten 2 Kapiteln noch einmal einige grundlegende Fakten wiederholt. Das hätte mich sicherlich gestört, wenn ich die Reihe nicht jetzt erst Jahre später beendet hätte. So ermöglichte mir das einen guten Einstieg. Dennoch, im dritten Band noch einmal viele Grundlegende Fakten erklären, ist meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten.

Die Dynamik zwischen Anna und Sebastiano hat mir sehr gut gefallen. Sie haben sich benommen wie ein frisch verliebtes Paar und das hat sehr gut zur Geschichte und den beiden Figuren gepasst. (Hier muss man auch ein bisschen die Zielgruppe des Buches bedenken.) Klar ist Anna manchmal total naiv, aber immerhin ist sie erst 21 und da finde ich solches Verhalten noch überaus glaubwürdig. Sebastiano hat ein bisschen die ruhige Seite inne, das heißt er gleicht Anna's hibbeliges Wesen etwas aus. Eine gelungene Kombination.
Allerdings scheinen mir beide in diesem Band nicht ganz helle und eindeutig zu unbekümmert an die Sache heranzugehen. Wie oft spielt Anna dem Alten in die Hände, obwohl es vermeidbar gewesen wäre? Warum stellen sie nicht mehr Nachforschungen zu ihrer Aufgabe an? Schließlich stehen Ihnen ja alle Mittel dieser Zeit zur Verfügung als reiche Adelige. Das hat den Plot, meiner Meinung nach, ziemlich runtergezogen. Die Gefahr war real und das Spiel der Alten eigentlich ganz clever gedacht, aber irgendwie kam mir die Handlung schwammig vor. Dann war da noch die eine Sache zwischen Anna & Sebastiano, die ich nicht ohne zu spoilern verraten kann, die aber extrem überzogen war - und nein, ich rede nicht von den kleinen Beziehungskrisen. Solch eine Entscheidung hat überhaupt nicht zu Anna's unreifem Charakter gepasst. Seabstiano habe ich das ja noch abgenommen, aber na gut, was soll man machen?
Wie bereits erwähnt war die Handlung an sich durchaus gut durchdacht, nur leider stand sie im Widerspruch zu den Handlungen unserer reichlich unbekümmerten Protagonisten. Irgendetwas war da durcheinander. Am Ende war es plötzlich ganz simpel und schnell aufgelöst und das Universum gerettet. Da hat irgendetwas nicht zusammen gepasst. Bis zur ersten Hälfte ist die eigentliche Handlung, die Rettung der Zeit, im Hintergrund untergegangen zu Gunsten von Prunk, Luxus und Teenieschwärmerei. Das war sehr schade. In den vorherigen Büchern war das besser abgestimmt.

Ansonsten gab es einiges an Humor, wenn man sich nicht an den ganzen Klischee's und Vergleichen zur heutigen Popkultur stört. Ich fand das Buch okay, als Abschluß einer Trilogie hätte es aber mehr um die Rettung der Zeit gehen dürfen und weniger um alles andere.





Samstag, 27. Januar 2018

Die Chroniken des Magnus Bane

Titel: Die Chroniken des Magnus Bane
Reihe: The Mortal Instruments (Prequel)
Autor: Cassandra Clare, Maureen Johnson, Sarah Rees Brennan
Seiten: 568
Verlag: Arena

Lesereise: Das Leben eines Jahrhunderte alten Hexenmeisters ist nicht nur einfach speziell, sondern glitzert! In diesem Prequel verfolgen wir Magnus's Weg durch die Jahrhunderte. Von seinen Erlebnissen in aller Welt bis hin zu seiner Begegnung mit Alec Lightwood. Was in Peru geschah ist nur eine Frage in die uns Magnus Einblick gewährt.

Es handelt sich hier um Kurzgeschichten über Magnus Bane, geschrieben aus seiner Sicht.
Magnus ist mit einer meiner liebsten Charaktere aus den Chroniken der Unterwelt und ich war sehr gespannt darauf ihn mal "persönlich" kennenzulernen und nicht nur aus Sicht Anderer.

Die Kurzgeschichten sind zussamenhangslos aneinander gereiht und oft hat man zwsichen zwei Geschichten das Gefühl etwas Essentielles verpasst zu haben. Besonders deutlich wird das in den Stories rund um Camille. Es werden leider kaum Geheimnisse von Magnus gelüftet, man erfährt eigentlich gar nichts Wichtiges. Viele Kurzgeschichten sollen ach so lustig sein, sind sie aber nicht. Der Zusammenhang mit Magnus bisherigen Leben und auch der Schattenjägerwelt ist in manchen Geschichten nicht exisitent. Was interessiert es beispielsweise das Magnus betrunken durch eine Wüste fliegt? Es trägt zu nichts etwas bei und warum er nun aus Peru verbannt wurde, wird nicht einmal aufgeklärt! Es gibt einige knappe Andeutungen auf Magnus Kindheit und seine frühere Vergangenheit, aber es wird auf nichts davon eingegangen. Das ist sehr ärgerlich und verschenktes Potenzial!
Magnus Persönlichkeit ist die erste Hälfte des Buches extrem flippig und ähnelt nur teilweise dem Magnus wie wir ihn kennen. Erst in der zweiten Hälfte wird er etwas gesetzter und ähnelt sich selbst mehr.
Am besten haben mir die beiden Geschichten rund um Alec gefallen. Ich fand die Dynamik zwischen den beiden super und Alec's Charakter aus Magnus Sicht zu sehen ist wirklich interessant.
Der Schreibstil von Cassie tritt nur in manchen Geshcichten zu Tage. Aber es handelt sich ja auch um ein Gemeinschaftsprojekt. Ich denke sogar das sie sich die einzelnen Kurzgeschichten aufgeteilt haben und Cassie selbst z.B. wenigstens die beiden Geschichten über Alec verfasst hat. Aber 100 % sicher bin ich mir da nicht.
Es gibt auffallende Fehler in der Rechtschreibung (Lektorat, hallo?) und sogar einen gravierenden Logikfehler in einer der Kurzgeschichten.

Ich fand es sehr enttäuschend. Man hat im Prinzip kaum etwas über Magnus Leben erfahren, das man sich nicht hätte schon so denken können. Das einzige interessante waren die Stories mit Alec. Fazit: sehr enttäuschend!
Ein Koffer ist für das Cover - wenigstens das fügt sich in die Reihe ein.


Donnerstag, 14. Dezember 2017

Blogger-Adventskalender: Auslosung Türchen 12


 Hallo!

Sorry das Ihr solange auf die Auslosung warten musstet. Dafür habe ich mich entschieden einfach doch alle 3 Bücher zu verlosen und mit random.org ausgelost.

Verflucht geht an: Verena Saile

Geboren um Mitternacht geht an: Paula P. 

Halfbad geht an: Henrike

Gratulation und Mails an Euch sind raus. Danke an alle anderen Teilnehmer, es wird sicher noch das ein und andere Gewinnspiel auf diesem Blog geben. ;-)

Dienstag, 12. Dezember 2017

Blogger-Adventskalender: Türchen 12

 Heute wird das 12. Türchen des Blogger-Adventskalenders geöffnet und - tadaa! - das verbirgt sich dahinter:



Unter diesen 3 Büchern kann sich der glückliche Gewinner eines auswählen. Also 1 Gewinner, 1 Buch. ;-)

Schreibt mir in die Kommentare für welches Buch Ihr in den Lostopf hüpft und vergesst bitte nicht eine E-Mail anzugeben - ganz wichtig! Viel Glück!

  1. Teilnehmer sind über 18 oder haben das Einverständnis der Eltern.
  2. Keine Haftung sofern der Gewinn auf dem Postwege verloren geht.
  3. Die Adressen/Daten der Gewinner werden nach Versand des Gewinns gelöscht und nicht weiter gegeben.
  4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  5. Die Teilnahme ist auf Deutschland beschränkt
  6. Die Ziehung erfolgt nach dem Zufallsprinzip

Sonntag, 26. November 2017

Buchfiziert: Bloggeradventskalender


www.freepik.com
Um Euch die Zeit bis Weihnachten buchig zu überbrücken, nehme ich dieses Jahr am Bloggeradventskalender teil. Organisiert haben das Stopfis Bücherwelten und Life with Saskia.
Ihr findet den Adventskalender bei mir - Überraschung - unter Adventskalender. ;-)
Hier ist der Fahrplan, wo es wann ein Türchen zu öffnen gilt:
Teilnahmebedingungen:
  1. Teilnehmer sind über 18 oder haben das Einverständnis der Eltern.
  2. Keine Haftung sofern der Gewinn auf dem Postwege verloren geht.
  3. Die Adressen/Daten der Gewinner werden nach Versand des Gewinns gelöscht und nicht weiter gegeben.
  4. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  5. Die Teilnahme ist auf Deutschland und Österreich beschränkt
  6. Die Ziehung erfolgt nach dem Zufallsprinzip.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Sturmbändiger

Titel: Sturmbändiger
Reihe: Einzelband
Autorin: Jennifer E. Smith
Seiten: 304
Verlag: Carlsen

Route: Es ist ein heißer Sommer in dem Ruby und Simon mit ihren Eltern auf die Farm ziehen, weg aus Chicago. Doch der Sommer ist  überdurchschnittlicher heiß und droht die erste Ernte zu vernichten und damit droht der Verlust der Farm. Ruby kann das nur Recht sein. Seit sie ins Nirgendwo gezogen sind, hat sich ihr Zwillingsbruder Simon verändert. Alles ist anders, außer Ruby. Ein Sturm zieht auf und Simon wird krank. Es regnet als Ruby und Simon dringend etwas brauchen um sich zu beweisen. Und dann ein seltsamer Kompass den ihr ein Fremder schenkt und der auf Warnung zeigt. Kann man das Wetter vielleicht beeinflussen?

Sturmbändiger ist ein MG (middle grade) Buch, also für jüngere Leser und das sollte man bei den Erwartungen an die Geschichte dezent im Hinterkopf behalten. Die Handlung ist weniger komplex und eine Liebesgeschichte sucht man in diesem Buch vergeblich. Das ist jetzt allerdings kein MG Merkmal. Wie auch immer, das Hauptthema in diesem Fall ist Freundschaft.
Dennoch hätte man aus dieser Geschichte mehr machen können. Das erste Viertel war recht vielversprechend, das Ende hingegen ziemlich einfallslos und flach. Auch die Wettermagie kam viel zu kurz, was sehr schade war. Die Idee des Wettermachens ist nicht neu, trotzdem interessant und hier auch grundsätzlich spannend umgesetzt. Leider wurde einfach zu wenig auf das Wettermachen eingegangen und der Fokus auf die Beziehungen der Figuren gelegt. Im Prinzip in Ordnung, aber die Figuren waren nicht besonders herausragend komstruiert.
Die Geschichte an sich ist nicht schlecht und für die eigentliche Zielgruppe auch noch durchaus in Ordnung. Simon und Ruby haben sich am Ende zu sehr treiben lassen und haben kaum mehr aktiv gehandelt. Sehr schade, denn hätten sie die Handlung aktiver weitergetrieben, wäre das Ende sicher spannender gewesen.
Das Motiv des Bösewichtes, den ich nicht verrate, ist im Großen und Ganzen okay. Allerdings war er nicht so angsteinflößend wie er dargestellt wurde. Ein bisschen merkwürdig, vorallem da man ja von seiner "tollen" Wettermagie nur ein paar kleine Kostproben bekam. Das selbe gilt für zwei weitere Charaktere, die wichtig für die Geschichte sind.
Die Eltern unserer Helden, haben mir allerdings sehr gut gefallen. Hier wurde nicht versucht diese wegzurationalisieren, sondern sie waren wichtige Bezugspersonen für Simon und Ruby.

Eine nette Geschichte, aber nicht sonderlich herausragend. Selbst das Cover verspricht mehr, als am Ende herauskommt. Ein bisschen Schade, denn die Grundidee der Story hat großes Potentzial.