Sonntag, 18. April 2021

Sorcery of Thorns

Titel: Sorcery of Thorns

Autor: Margaret Rogerson

Reihe: Einzelband

Sprache: englisch

Seiten: 480

Verlag: McElderry Books

Lesereise:
Elisabeth Srivener wächst in einer der großen Bibliotheken auf. Sie kümmert sich um die Grimoires, Bücher mit magischem Inhalt und Zaubersprüchen. Doch diese Bücher sind besonders. Nicht das Ihr Inhalt gefährlich sein kann, sie leben und Elisabeth hat eine besondere Beziehung zu ihnen. Doch als es plötzlich zu einem schlimmen Vorfall kommt und Elisabeth als Hauptverdächtige abgeführt wird, stellt sich heraus das viel mehr hinter den Bibliotheken steckt als es den Anschein hat.

 

Ich habe viele unterschiedliche Meinungen zu Margaret Rogersons Büchern gehört, aber ich muss sagen ich finde Sie hat einen eigenen stil der deutlich wiedererkennbar und angenehm zu lesen ist. Sie versucht mit einer frischen Sichtweise auf bereits alte Ideen zu Punkten und kann dies auch recht gut umsetzten. Dieses Buch schwimmt für mich auf der selben Ebenen wie "An Enchantment of Ravens". Es ist weder besser noch schlechter, sondern trägt den selben Stil hindurch.

Eiegntlich ist die Idee bei weitem nicht neu: Protagonist in einer mystiösen Bibliothek, Magier, böse und gute Bücher... die Umsetzung ist aber sehr gut gelungen. Man fühlt sich nie gelangweilt und es gibt immer etwas zu entdekcen. Manche Ideen fand ich albern, zum Besipiel die Tatsache mit den "Warrios of Libaries" die Wardens mit Schwertern. Da konnte ich keinen Sinn dahinter entdecken, ausser Fanservice - aber ich bin auch nicht mehr die Zielgruppe für diese Art Buch. Wenn man diese Tatsache weggelassen hätte, hätte dies am Plot nichts geändert. 

Die Intrigen waren recht gut gelungen, wenn auch teilweise nicht immer überraschend. Ich war aber kein Fan der Kampfszenen in denen Elisabeth alleine mit dem schwert zu Gange war. Diese wirkten unnatürlich und gestellt. Die Kampfszenen in denen sie zusammen mit anderen z.B. Magister Thorn unterwegs ist, waren viel besser dargestellt und glaubwürdiger dargestellt.

Da die Geschichte aus Elisabeths POV erzählt wird und sie sich in einer Welt angelehnt am 19.Jh. bewegt, bleibt auch nicht die Kritik an eben jenen sozialen Strukturen aus. Diese ist in keinem Fall aufdringlich, sondern eher pragmatisch, was mir sehr gut gefallen hat.

Auch die Liebesgeschiht kommt langsam in Schwung und je mehr sich Elisabeth und Nathaniel kennenlernen, desto glaubhafter wird das Ganze.

Der Weltenbau spielt keine besonders große Rolle, da die Handlung mehr Action getrieben ist, kommt hierbei einiges zu kurz. Man könnte meinen die Autorin setzt vorraus das man grob mit der Zeitperiode vertraut ist um die Welt zu verstehen. Für mich war das durchaus in Ordnung, aber ich kann mir vorstellen das andere Leser damit ein Problem haben.


Die Hauptcharaktere hatten eine sehr gut ausgebaute Vergangneheit die sie zu denen gemacht haben die sie sind. 

Elisabeth
hat eine starke Persönlichkeit und stolpert ohne viel Vorkenntnisse in eine Welt von der sie kaum etwas weiss. Sie schafft es aber sich schnell anzupassen und einzufinden, auch wenn sie sich weniger damit abfinden kann. Sie geht trotz allen Wiederständen ihren eigenen Weg und wächst im Laufe der Handlung, nicht unbediengt über sich hinaus, aber sie wächst.

Nathaniel
hat einen fantastisch ausgebauten Hintergrund. Natürlich bedient er den tragischen Helden in gewissem Maß, aber ich fand dies durchaus passend im Setting und für die Handlung. Er war ein ausgezeichnetes Gegegngewicht zu Elisabeth und die beiden haben ein gutes Paar abgegeben.

Silas
war eine interessante Figur an sich, aber es war von Anfang an klar das er nicht so kalt war wie immer betont wurde, weil Dämon usw. Diese Tatsache fand ich bald etwas albern. Ausserdem habe ich das dunpfe Gefühl das hier "Black Butler" eine gewisse Rolle bei der Inspiration der autorin gespielt hat. Das war irgendwie eigenartig.

Oberon Ashcroft
der Oberste Magier war ein einziges Klischeebild. Ich fand seine Motive nicht sonderlich überraschen oder kreativ. Auch wenn versucht wurde ihm so etwas wie eine Persönlichkeit zu geben, war das leider nicht sehr erfolgreich.

alle anderen Nebencharaktere
sind nicht weiter erwähnenswert. Katrien, Elisabeths Freundin, spielt nur am Anfang eine Rolle und wird dann irgendwie unter den Tisch gekehrt. Lorelei, der Dämon von Ashcroft, ging mir eigentlich auch sonst wo vorbei und an alle anderen Figuren kann ich mich schon nicht einmal mehr an die Namen erinnern.


Die Nebencharakter haben nicht viel Liebe erfahren, besonders traurig war dies für den Bösewicht der Geschichte. Etwas mehr Tiefe wäre doch bei dem ein und anderen angebracht gewesen.

Der Hype um dieses Buch stützt sich sher auf die "ach so besondere neuartige Idee" die ich aber vergeblich gesucht habe. War doch recht verfehltes Marketing in meinen Augen, wenn auch die Umsetzung der Idee an sich recht gut gelungen ist.

Weltbau kam viel zu kurz, aber dies war bereits in "Enchantment of Ravens" mein Kritikpunkt und ist offenbar eine Schwäche der Autorin.

Ich kann dieses Buch dennoch weiterempfehlen. Die Handlung wurde interessant umgesetzt und alle Protagonisten haben eine ausgefeilte Basis und damit Tiefe. Ich finde Margaret Rogersons Schreibstil liest sich sehr angenehem. Auch die Verarbeitung der Tehmen zeigen das sich die Autorin Gedanken macht und nicht nur einfach auf einen Zug aufspringt.





Montag, 29. März 2021

Kurzrezension: Mitosis

Titel: Mitosis

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Novelle (Rächer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "Mitosis"

Seiten: 96

Verlag: Gollancz

Lesereise: Das Steelheart tot ist verbreitet sich wie ein Lauffeuer und während die Rächer versuchen so etwas wie Normalität in Newcago herzustellen, kommen neue Epics und versuchen Steelhearts Platz einzunehmen. Mitosis kann nicht glauben das jemand wie David es möglich war einen Epic zu töten und deshalb wird David jetzt zum Ziel. Eine Tatsache die ihm noch nicht ganz klar war.

 

Ich bin kein großer Fan von solchen kleinen Extranovellen. Aber hier ist es wirklich gut gelungen Davids Character noch ein bisschen in den Mittelpunkt zu rücken und ihm sogar ein wenig weiter zu entwickeln. 
Mitosis kommt nach Newcago um David zu töten. Jetzt ist es an ihm und Tia sich da wieder herauszumanövrieren. 
Es gibt ein paar tolle Extras im Buch, mit Zeichnungen und Zusatzinfos. 
Eine sehr gelungene Kurzgeschichte, die es sogar schafft noch etwas zur Handlung beizutragen. Aber das hätte ich von Brandon Sanderson auch nicht anders erwartet und kann das Buch uneingeschränkt empfehlen.




Calamity

Titel: Calamity

Autor: Brandon Sanderson

Reihe: Trilogie (Rächer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "Calamity"

Seiten: 464

Verlag: Heyne fliegt

Lesereise: Calamity steht hoch am Himmel als David und sein Team sich nach Ildithia (früher Atlanta) aufmachen um den Prof zu verfolgen. Sie haben einen Plan ihn zurückzuholen, raus aus der Dunkelheit. Aber ob es klappt, steht auf einem anderen Blatt. Längst wissen sie noch viel zu wenig über die Kräfte der Epics und wie alles zusammen wirkt. Aber sie wissen das der Prof einen Plan hat und der hat irgendetwas mit Clamaity zu tun. Und alles was mit Calamity zu tun hat, hat nichts Gutes zu bedeuten.

 

Bei Brandon Sanderson weiss man immer woran man ist und das wird auch im abschliessenden Band dieser Reihe wieder bestätigt. Er hat es einfach drauf!

Dennoch hinterlässt das Buch mich mit Fragezeichen und irgendwie unbefriedigt. David hat manchmal den Fluss der Erzählung gestört und mir waren die Erklärungen nicht tief genug. Ansonsten aber durchaus ein solider Abschluß der aber leider nicht mit seinen zwei Vorgängern mithalten kann.

Brandon Sanderson nimmt uns weiter mit in sein postapokalyptisches Amerika und entführt uns in eine Stadt aus Salz. Eine sich ständig erneuernde Stadt aus Salz und ein interessantes Konstrukt. Die Stadt hat unseren Helden in gewissem Maße in die Hände gespielt, ein schöner Zufall und nicht der Einzige.

Leider gab es noch jede Menge Zufälle die unseren Helden in die Hände spielen. Sie bekommen unerwartet Verstärkung von einem Toten, erhalten Ausrüstung und Hilfe von jemanden der das eigentlich erst nicht wollte (aus verständlichen Gründen), werden von einem weiteren Epic verstärkt... es ist ein bisschen zu viel. Es steht zu keinem Zeitpunkt alles auf dem Spiel. Man bekommt immer das Gefühl das es schon irgendwie gut gehen wird, auch wenn es gerade aussichtslos aussieht.

Klar gibt es tolle Kampfszenen und jede Menge Aktion. Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam, aber nicht aufdringlich. Die Dynamik und das Zusammenspiel der Figuren ist toll. Die Kameradschaft kommt echt super rüber! 

Von der überraschenden Wende war ich durchaus überrascht auch wenn ich sie etwas plump fand. Das Ende wirkte an sich etwas schnell, wie abgefertigt. Das fand ich schade.

Die anderen Dimensionen und die Handlung dort war durchaus interessant und ich war froh das es hier noch eine kleine Überraschung gab. Ein Happy End sozusagen, das uns Megan spendiert. Schade war das die Kräfte der Epics nicht wirklich greifbar wurden. Ich hätte mir etwas mehr Aufklärung gewünscht, aber es bleiben uns nur Davids Theorien.

Kurz zu den Dialogen: episch! 😁

David
wurde ja am Ende von Band 2 Firefight auch ein Epic, zumindest wird es angedeutet. Allerdings erfährt man davon in diesem Buch kaum etwas, da er diese Tatsache fleißig verdrängt. Ich finde das echt schade, denn das wäre ein Zufall gewesen die Story vorran getrieben hätte, aber als positiver zufall verstanden worden wäre. Nicht wie die anderen Zufälle die einfach nur praktisch waren und ohne die David echte Probleme gehabt hätte.Er hätte dann auch selbst eine eindeutigere tiefere Entwicklung durchgemacht.

Larcener
Ist ein undurchsitiger aber eher langweiliger Charkter der nur mehr einen Beobachterposten einnimmt. Die überraschende Wende die mit ihm einher geht hinterlässt bei mir einen fahlen Beigeschmack. Ich kann seine Motivation nicht recht nachvollziehen.

Das Team
hatte einen tollen Zusammenhalt und man hat gemerkt wie sie zusammen gewachsen sind. Megan hat eine gute Entwicklung durchgemacht und konnte sich mit ihren Kräften super auseinandersetzen. Cody war einfach witzig mit seinen Haarsträubenden Geschichten und hat zur Auflockerung beigetragen. Abraham war ein guter Ruhepol. Mizzy kam etwas kurz hat aber, wie alle anderen, ihren wichtigen Teil beigetragen.

Das Ende war zu schnell abgefertigt mit zu vielen offenen Fragen.

Davids Epic Kräfte wurden leider erst am Ende wirklich sichtbar und das obwohl diese etwas zur Handlung hätten beitragen können. Ich fand es schade das er sich dem nicht gestellt hat, das hätte wirklich interessant sein können.

Zu viele Zufälle die nur existierten um es unseren Helden einfacher zu machen.

Im Großen und Ganzen war das Buch okay. Es konnte mich fesseln und war nie langweilig. Ich hätte mir mehr Aufklärung gewünscht und weniger "praktische" Zufälle. Am Ende bleibt es Brandon Sanderson offen ob er vielleicht doch noch irgendwann weiterschreiben will und wenn es so wäre, würde ich das auf jeden Fall lesen.




Donnerstag, 25. März 2021

Die Beschwörung des Lichts

Titel: Die Beschwörung des Lichts

Autor: V.E. Schwab

Reihe: Trilogie (Weltenwanderer Reihe, beendet)

Sprache: englisch original "A Conjuring of Light"

Seiten: 667

Verlag: Titan Publ. Group Ltd.

Lesereise:
Die Magie aus dem schwarzen London hat es endlich raus geschafft und droht nun das Gleichgewicht zu zerstören. Kell kann den Fängen von Osaron zwar gerade noch entkommen, aber selbst im Palast ist niemand mehr sicher. Rhy, Kell, Lilah, Alcuard und die gesamte Königsfamilie müssen zusehen wie ihre Stadt, wie das rote London, fällt. Osaron färbt den Fluß schwarz und das Echo seiner Worte "Lass mich ein" ist in allen Welten zu hören, selbst im grauen London noch. Es ist kein Wettrennen gegen die Zeit, denn Zeit hat für Osaron keine Bedeutung, es ist ein Wettrennen gegen die absolute Macht und selbst ein Antari braucht dazu jede Hilfe die er kriegen kann.

 

2017 habe ich Band 2 dieser Reihe gelesen. Drei Jahre später komme ich nun also endlich mal zum Ende der Reihe. Wie viel weiss ich also noch vom 2. Band? Äh ja, nicht sonderlich viel. 😅 Erstaunlicherweise kam ich trotzdem gut in die Geschichte rein, die sofort Fahrt aufnimmt. Dennoch habe ich gemischte Gefühle. Einiges ist gut gelungen und einiges weniger.  Allem in allem aber ein gutes letztes Buch zu einer ausgezeichneten Buchreihe. 😀

Ist immer noch top! Man erfährt noch ein wenig mehr über alle Londons und reist auch durch die Welt von Kell's London. Die Magie ist wie gehabt, voll ausgebaut und lässt nichts zu wünschen übrig.

Endlich bekommen wir mehr Hintergundwissen zu Hollands Leben. Dies eine nette Idee welche ihn glaubwürdig rehabilitiert. Des Weiteren gibt es Hintergrundwissen zu Emira und Maxin - Rhy's Eltern. Dies war mir persönlich etwas zu viel des Guten, aber das ist nur meine persönliche Meinung. 

Die Überraschung mit Lilah war für mich schon seit mindestens Buch 2 keine mehr, aber ist genauso für alle Figuren ausgegangen wie ich es vorrausgesagt habe. Von daher bin ich zufrieden. 😁

Das Kell immer weiter in die Aufopferungsrolle schlüpft hat mir nicht gefallen, aber zu ihm gepasst. Daher war das Ende sogar ein wenig überraschend, denn er musste sich gar nicht opfern. (Gott sei Dank!) Schade war allerdings das er sich dagegen entschieden hat etwas über seine Vergangeheit zu erfahren. Ich hätte es sehr gerne gewusst! War aber auf der anderen Seite nachvollziehbar und ich habe mich für ihn gefreut das er sich endlich als Teil der Maresh Familie sehen kann. 

Für die Handlung totaler Schwachsinn war die ganze Episode mit dem plötzlichen Verrat im Palast. der Tod vom Maxim und Emira absolut unnötig 😠 diente nur der Tatsache das Rhy am Ende König wird. Warum? Keine Ahnung, das war absolut sinnlos. Stattdessen hätte man sich lieber auf Orsaron konzentrieren sollen, der hat nämlich minimum 200 Seiten mal rein gar nichts gemacht. Dabei hätte er die letzte Bastion angreifen sollen!

In der Handlung wurden aber einge lose rote Fäden aufgegriffen und endlich mit eingeknotet, sogar welche aus Band 1, das war wirklich gut gemacht! 

Und Kells Mantel spielt eine Rolle - ich bin ein großer Fan seines Mantels. 😊

Kell und Lilah
Kell hat sich gut entwickelt und er hat endlich ein bisschen Freiheit gewonnen. Man wollte uns zwar glauben machen das er jetzt ganz frei ist, aber dem ist natürlich nicht so, schon allein weil er an Rhy gebunden ist. Lilah hingegen hat tatsächlich ihre Freiheit gewonnen und die Beziehung der beiden bleibt im Hintergund, was total passend ist. Ich freue mich für die 2.

Holland
hat eine super Verwandlung durchgemacht und einen tollen "redemtion arc" erhalten. Ich wusste immer das Holland uns noch überraschen wird und hier wurden meine Erwartungen noch übertroffen.

Alucard
Ich fand seine Hintergrundgeschichte etwas viel des Guten, aber sei's drum. Lass ihn halt den tragischen Helden spielen. Ich mochte ihn in Band 2 mehr. Er hat nicht viel Entwicklung erfahren und an Schneid verloren. Dabei macht Schneid seinen Charme aus.

 
Rhy
konnte sich trotzallem nicht von seinem "Verzogener Prinz Image" lösen. Ich hätte mir da etwas mehr Entwicklung für ihn gewünscht, aber finde es an sich auch recht realistisch. Das er am Ende König werden musste ist natürlich einfach nur Quark, in meinen Augen.

Alle anderen Nebencharaktere
Meine Güte waren da viele! Alle möglichen Gäste die noch von den Spielen da waren aus allen Teilen der Erde mussten noch zu Wort kommen. Dabei waren mir die echt piep egal! Die haben doch nur gestört, nicht einer hat irgendwas sinnvolles beigetragen. Ich weiss nicht warum man noch im letzten Band versucht so viele Nebencharaktere herauszuheben? Sinnlos.

Osaron
Osaron unser Bösewicht der Reihe und Vitari der Bösewicht aus dem 2. Band. Wo liegen die Unterschiede? Habe ich nicht ganz verstanden. Beide sind Magie in irgendeiner Form gekruezt mit einem eigenen Willen. Das war etwas unklar und seine Motivation war einfach nur mehr, mehr, mehr? Okay, für Magie ist das vielleicht sogar eine sinnvolle Motivation. Aber dann war er dafür viel zu viel inaktiv. Leider verschenktes Potenzial!

Die Handulung hatte ein paar verwirrende Punkte, die nichts zum großen Ganzen beigetragen und die Geschichte nur unnötig in die Längen gezogen haben. Wirklich schade!

Ein Bösewicht der nicht überzeugen konnte.

Holland ist mir etwas zu unspektakulär gestorben, das war so eigenartig das ich es dreimal lesen musste um es zu verstehen. Er kommt in seine Welt zurück und fällt einfach um? Hä? Okay, es war ein schönes Ende für ihn, aber irgendwie fehlte mir da der Zusammenhang bzw. die Begründung.

Der König und die Königin sterben obwohl das nicht hätte sein müssen. Mir kam es so vor als hat jemand zur Autorin gesagt, die müssen aber noch drauf gehen! 

Ich hatte ein wenig und ganz langsam das Gefühl das der Autorin die Luft ausgeht mit der Welt und der Handlung und hoffe daher das es keine weiteren Spinnpffs oder Novellen geben wird.

Es handelt sich um einen durchaus gelungenen aber unnötig herausgezögerten Abschluss dieser Trilogie. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, allerdings ist die Handlung und auch ein paar Charaktere mit Schwächen behaftet, die die Autorin erstens besser kann und die nicht hätten sein müssen. Deshalb fällt das Buch für mich schwächer aus als Band 1 und 2.



Sonntag, 21. März 2021

Rabenprinz

 Titel: Rabenprinz

Autor: Margaret Rogerson

Reihe: Einzelband

Sprache: englisch original "An Enchanment of Ravens"

Seiten: 384

Verlag: cbj

Lesereise: Isobel ist unter den Elfen eine bekannte Portraitmalerin. Weil die Elfen selbst keine Künste ausführen können, müssen sie auf das Können der Menschen zurückgreifen und das tun sie auch. Isobel hat keine Probleme Kundschaft zu bekommen, dennoch muss sie stets auf der Hut sein. Eine unachtsame Bemerkung und ein Elf könnte entscheiden sie wäre als Ziege besser aufgehoben. Deshalb verfasst sie ihre Wünsche zur Bezahlung auch immer sehr bedacht. Doch als der Herbstprinz sein Portrait bei ihr malen lässt, stellt sich ihr altes Leben auf den Kopf und das nur weil sie eine wahrhafte Meisterin ihres Fachs ist.

 

Das Buch hält was es verspricht: ein Märchen und eine Liebesgeschichte, Magie und politsche Feenintrigen. Am Ende natürlich ein Happy End.

Im Großen und Ganzen ist der Weltenbau in Ordnung. Der Schreibstil ist der miterlalterlich angehauchten Welt sehr gut angepasst. Doch es gibt einen entscheidenden Fehler: die Sache mit den Gefühlen. Auf der einen Seite wird gesagt das Elfen nicht zu Gefühlen fähig sind und dennoch können sie fühlen Ärger, Verwirrung, Beschämung... hierbei wurde nicht konsequent durchgezogen oder es nicht korrekt erklärt.

Die Welt scheint auch etwas klein. Als Isobel und Rook in einer Szene aus der Anderwelt fliehen, bleibt ihnen am Ende nur nach Whimsy oder in die Anderwelt zurückzuegehn, was beides keinen Sinn machen würde. Was ist denn ausserhalb von Whimsy? Das wird jawohl nicht die einzige Menschenstadt sein!

Die Handlung war ziemlich zielgerichtet. Es gab keine großen Wenden die man nicht hätte auf die eine und andere Weise hätte vorraussehen können. Ich empfand das allerdings nicht als störend, denn die Geschichte hat genau das gehalten was sie versprochen hat.

Die Elven waren teilweise arschaisch und alte Wesen, was sehr gut in diese Geschichte passte. 

Die Kampfszenen waren bis auf eine Ausnahme etwas enttäuschend. Hier hätte eine bildreichere Ausarbeitung Abhilfe geschafft. Man könnte allerdings auch denken das dies absichtlich war, da es sich ganz gut in den Unterton der Geschichte eingefügt hat.

Die Liebesgeschichte war sehr nett. Es ging vielleicht etwas schnell, aber es war noch einigermasen nachvollziehbar. Da Isobel und Rook gut zusammen harmonisiert haben, war das für mich persönlich in Ordnung.

Isobel
ist eine pragmatische Protagonist die sechs Eier die Woche mehr als Bezahlung schätzt als goldene Haare oder Perlen als Tränen. 😉 Sie war clever und hat nachvollziehbar gehandelt.

Rook
ist der arrogante Prinz. Er unterscheidet sich von den anderen Elven, ist aber niemand der sich absondert. Auch warum er so ist wie er ist hängt mit seinem Leben zusammen. Endlich hat mal jemand eine sinnvolle Erklärung geliefert! Rook war derjenige der die meiste Entwicklung durchmachte.

Emma, March und May
Ich mochte das Isobel eine den Umständen entsprechend eine gesunde Beziehung zu Emma hatte. Auch wenn ich weder mit Emma, noch den Figuren von March und May etwas anfangen konnte. Ihre Rollen kamen für mich zu kurz und so konnte selbst Isobels Sorge ab und zu daran auch nichts ändern.

Gadfly
War ein interessanter Charakter, da man ihm wirklich die Rolle abnham die er Anfangs stets einnahm. Daher war seine wahre Enthüllung mit eine der Interessantesten im Buch.

Hemlok und der Erlkönig
Hemlok hätte eine sehr interessante Figur sein können aber leider wurde das Potenzial nicht genutzt. Das war wirklich sehr schade da ich immer das Gefühl hatte hier wurde etwas angedeutet, das aber leider nie eingetroffen ist. 😟

Der Erlkönig hingegen war genau wie ich mir einen Erlkönig vorstelle. Man hat richtig gemerkt wie er der Welt entrückt war.

Die Sache mit den Gefühlen hätte besser definiert sein können und die Kampfszenen bessser ausgebaut.

Auch die Sache mit der Kunst war schwammig. Elfen sind nicht im Stande Künste auszuführen, dennoch kreiert Rook das ein oder andere und letzendlich ist Magie selbst eine Art zu kreiren. Es heisst ja nicht umsonst "magische Kunst" oder "Kunst der Magie". Hier hätte ich mir ein paar deutlichere Regeln gewünscht um das Problem zu lösen.

Dies ist eine sehr schöne märchenartige Geschichte mit einem Hauch von arschaischen Wesen und Magie. Ich habe es die Geschichte sehr genossen und werden auf jeden fall noch weitere Bücher von dieser Autorin lesen.

Sonntag, 14. Februar 2021

A Deal with the Elf King

Titel: A Deal with the Elf King

Autor: Elise Kova

Reihe: Einzelband (Married to Magic Reihe)

Sprache: englisch (noch keine dt. Übersetzung in Bearbeitung)

Seiten: 338

Verlag: Silver Wing Press

Lesereise: Alle 100 Jahre kommen die Elfen nach Capton um eines der Mädchen zu holen, damit sie ihre Königin wird. Eines der Mädchen in Capton erbt die magischen Fähigkeiten um die Welt in Midscape wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Nur sie wird die neuen Menschenkönigen im elfenreich. Doch diesmal wurde dieses Mädchen noch nicht gefunden und die Welt in Midscape ist dem Verfall geweiht. Deshalb macht sich der Elfenkönig persönlich auf den Weg nach Capton und was er findet, ist nicht das was irgendjemand erwartet hätte.

Der Zufall hat mich über dieses Buch stolpern lassen und ich war mehr als überrascht. Die Geschichte wird mit Bezug zu Persephone & Hades dargestellt, aber für mich ist sie all das was Sarah J. Maas "Das Reich der Sieben Höfe" nicht geschafft hat.

Uns entfaltet sich eine reichhaltige Welt, die detailiert genug ist um sich einen Überblick zu verschaffen, ohne sich in Details zu verlieren. Die Sprache war der Zeit sehr gut angepasst und hat die Figuren und Welt echt wirken lassen. 

Die Liebesgeschicht war gut ausgeführt. Es gab echte Chemie zwischen Luella und Eldas und man konnte durchaus nachvollziehen wie sich beide angenähert haben. 

Das Luella ihr eigenes "Haustier" hatte wirkte zwar etwas erzwungen, war aber trotzallem eine nette Erfrischung.

Die Magie war nicht sonderlich greifbar. Da es sich aber um ein eher weiches Magiesystem ohne feste Regeln handelt, war dies durchaus aktzeptabel. Ein paar wenige Regeln gab es zwar durchaus, allerdings blieben diese eher schwammig. Leider hat sich dies negativ auf die Auflösung am Ende der Geschichte ausgewirkt.


Obwohl die Welt durchaus versucht hat vielschichtig rüber zukommen, hatte man nicht den Eindruck von Diversität in den Figuren. Ein bisschen schade, da es sich angebiten hätte.

 
Luella
ist vermutlich mein Lieblingscharakter. Sie ist gesetzt und weiss was sie will. Ist ist pragmatisch veranlagt und verfolgt zielstrebig ihre Ziele. Sie lässt sich nichts bieten, ist aber nicht zu stolz um zu verstehen wenn man sich eben doch etwas bieten lassen kann, weil man eben nicht alles weiss. Sie versucht die Welt der Elfen zu erfharen und tritt allem offen gegenüber. Das macht sie zu einer angenehmen Protagonistin.

Eldas
ist geprögt von seiner Vergangnheit und wie er aufgewachsen ist. Er hat ein paar Probleme und das macht ihn weniger perfekt. Auch wenn durchaus erwähnt wird wie toll er aussieht, in einem nachvollziehbarem Maß, sieht Luella was sein Stauts ihm abverlangt und kann dafür Verständnis aufbringen. Ich fand ihn im Großen und Ganzen wesentlich runder, als manch anderen "dunklen, geheimnissvollen Helden".

Rinni
hegt, wie vermutlich viele Elfen, ein paar Vorurteile gegenüber Luella als Mensch. Man bekommt aber deutlich das Gefühl das es sich hierbei eher um Vorsicht als um Hochmut handelt. Sie entpuppt sich im weiteren Verlauf als sehr angenehme Zeitgenossin, die sehr gut in ihre Rolle passt.

Luellas Eltern
Ich mochte das hier eine gesunde Beziehung zu ihren Eltern dargestellt wurde. Oft genug liest man das Gegenteil und so war es ganz angenehm mal eine liebende Familie zu sehen. Man konnte so auch gut nachvollziehen weshalb Luella eine so recht umsichtige, stabile Person geworden ist.

Harrow, Drestin, Willow
Eldas Brüder bildeten einen interessanten Kontrast zu ihm. Da sie anders aufgewachsen sind, war dies gut nachvollziehbar. Drestin kam etwas kurz, aber der Fokus der Geschicht war auch ein anderer. Harrow war ein interessanter Charakter, der mich positiv überrascht hat. Auch das Eldas - so oft er sich auch über seinen Bruder beschwert hat - später doch dessen Stärken sieht, war eine nette Überraschung.

Luke und Aria
Lukes war etwas kurzgelebt. Auch seine plötzliche Verwandlung und das Luellla dies erst so kurzfristig bemerkt hat, diente nur dem Zweck die Ereignisse ins rollen zu bringen. Später war er dann recht schnell vergessen, auch wenn er am Ende der Geschichte noch einmal kurz erwähnt wird. Ähnliches gilt auch für Aria, ich kann daher nicht viel über sie sagen. durchziehen... ich bin nicht überzeugt. Da war ich ein wenig enttäuscht.

Die Idee war nichts Neues. Auch das Konzept der Geschichte war nichts aussergewöhnliches. Allerdings war die Umsetzung sehr gut und das ist ohnehin das Wichtiges. 

Die Liebesgeschichte war okay. Anfangs vielleicht etwas problematisch, wurde dies allerdings im weiteren Verlauf gelöst. Alles was Eldas getan hat geschah nur aus dem Grund seine Welt zu retten, er wollte sich nicht in irgendeiner Form an Luella bereichern. Das Luella ihm also verzeiht, ist in Anbetracht das zwischen durch auch Zeit vergeht, nicht verwunderlich, auch wenn wir diese Zeit beim lesen überspringen.  

Ich glaube eher das Luke problematisch war. Da seine "Verwandlung" sehr plötzlich kam und er zwar angeblich nur Luellas Bestes wollte, jedoch nur aus egoistischen Gründen. Dies war auch das einzige was seine Figur definiert hat, womit wir zu einer weiteren Schwäche kommen:

Die Bösen. Diese Art von Charaktererschaffung scheint nicht Elise Kovas Stärke zu sein, denn man sieht dies im Buch immer wieder. Glücklicherweise spielt dies für die Geschichte keine große Rolle. Der Fokus liegt mehr auf der Romantik und Rettung der Welt.

Das Ende war etwas flach, nachdem es am Anfang so mystifiziert wurde, erschien die Lösung dann doch etwas zu simpel. Es war aber trotzdem nachvollziehbar.

Eldas und Luella haben sehr gut miteinenader harmoniert und Ihre Besziehung beruhte durchaus auf einer guten Basis auf Vertrauen und gemeinsamen Zielen und Werten. Dieses Buch hat mich im Sturm erobert und wird sicher nicht das Letzte sein, das ich von dieser Autorin lesen werde.

Sonntag, 20. Dezember 2020

Frohe Weihnachten!

 Ich wünsche Euch allen eine schöne Weihnachtszeit.

Dieses Jahr gehe ich über Weihnachten in den Blogurlaub und veranstalte auch kein Gewinnspiel. (Lockdown usw.) Über Weihnachten und zwischen Fest arbeite ich ohnehin und werde daher keine Zeit zum Lesen haben.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Fest und einen guten Rutsch!

Bleibt gesund!

Man liest sich 2021.



Sonntag, 22. November 2020

Re-read: The Rithmatist & Aus Licht gewoben

Im November habe ich zwei Bücher noch einmal gelesen, die ich als "ziemlich cool" in Erinnerung hatte.

The Rithmatist von Brandon Sanderson


Ist immer noch ein tolles Buch. Das Konzept der Magie ist noch genauso faszinierend wie ich es in Erinnerung hatte. Ich mochte die Charaktere wie zuvor und war von der Handlung begeristert. Eben durch und durch ein solides Sanderson Buch. Meine Bewertung hat sich zum ersten Lesen nicht geändert.

The Rithmatist Original Rezi vom Sept. 2014

 

 

Aus Licht gewoben von Alexandra Bracken

Von Brightly Woven war ich leider etwas enttäuscht. In meiner Erinnerung war die Handlung faszinierend und die Charaktere sehr real. Ich mochte das Konzept der Magie, leider konnte mich das Buch nun gar nicht mehr überzeugen. Die Liebesgeschichte war ziemlich inst-love, die Handlung sehr sprunghaft. Man hatte immer das Gefühl im Buch fehlt die ein und andere Seite. Die Handlung war recht vorhersehbar und am Ende auch nicht sonderlich gut konzipiert. Heute würde ich nur noch mit 2 Reisekoffern bewerten. 

Aus Licht gewoben Original Rezi vom Juni 2014

 

Das zeigt wie sich die Sicht auf die Dinge mit den Jahren verändert. Ich fand es sehr interessant die Eindrücke von damals und heute zu vergleichen. 

Damit geht es auf in den Dezember!

Samstag, 3. Oktober 2020

The Flaw in all Magic

Titel: The Flaw in all Magic 

Autor: Ben S. Dobson

Reihe: Trilogie (Magebreaker Reihe)

Seiten: 219

Verlag: Independendly published

Lesereise: Tane Carver studiert an der angesehensten Magieuniversität, doch selbst hat er keinen Funken magisches Talent. Das dies über Jahre niemand bemerkt, ist seiner Schlauhheit und Cleverness zu verdanken. Als es schließlich auffliegt, muss er die Universität verlassen. Ein Mord wird jedoch dafür sorgen das Tane wieder dorthin zurückkehrt, denn er könnte der einzige sein, mit der Fähigkeit den Fehler hinter aller Magie zu entdecken.

 

Der Zufall hat mich über dieses Hörbuch stolpern lassen. Eigentlich ist diese Art von epischer high Fantasy nicht so sehr mein Beuteschema, aber die Art der Struktur und die Figuren haben mich sofort gefesselt. Ein bisschen Diesel/Steampunk feeling hat die Geschichte an sich, wenn auch nur leicht angedeutet.

Dies ist eine Kriminalgeschichte und sie beginnt mit einem Mord. Die Universität ist involviert in ein streng geheimes Vorzeigeprojekt der Regierung: sie bauen das erste Flugschiff. Doch jemand bricht in die Universität ein, an einem eigentlich geschützten Ort und tötet eine Schülerin. Die getötete Schülerin ist eine alte Freundin von Tane und als er dies erfährt, besteht er darauf an den Untersuchungen teilzuhaben. Als jemand der die mächtigsten Magier für Jahre getäuscht hat, ist er ein Zugewinn für die Ermittlungen. Denn der Fehler in aller Magier, ist der Magier selbst und niemand ist perfekt. Tane weiss dies zu nutzen und begibt sich zusammen mit seiner alten Flamme Indri, die inzwischen bei der Polizei aufgestiegen ist, und Kadka auf die Suche.

Die Handlung verlief ziemlich Lehrbuchartig auf den großen Endkampf zu. Die Spannung wurde sehr gut durch die Geschichte hinweg aufgebaut und konnte sich im Endkampf entladen. Es war sehr interessant zu sehen wie Tane sich als Experte in einer Welt voller Magie, die er selbst nicht ausführen kann, behauptet. Er schafft alles aus eigener Kraft und das war sehr erfrischend zu lesen. Ihm zur Seite steht Kadka, die mit ihrer Neugier und Begeisterungsfreude stets für frischen Wind sorgt. Die beiden harmonieren fantastisch als Team und ENDLICH geht es mal nicht um eine Liebesgeschichte! Halleluja!

Der Weltenbau war tiefgründig und höchst interessant. Ich bin mir nicht sicher ob ich alles verstanden habe, aber vieles hat Sinn gemacht und das Magiesystem hatte Hand und Fuß. Ich bin schwer begeistert. Magie gepaart mit Technologie ist zwar keine neue Erfindung, aber dennoch gut umgesetzt.

Rassismus ist ein wiederkehrends Thema in diesem Buch und tritt in verschiedenen Formen auf, auch Arroganz der Magier bzw. der Mächtigen fällt da hinein, ein bisschen Korruption untergemischt und wir haben eine diverese soziale Gesellschaft und gut durchmischte Strucktur. Gut daran war, das es keinen erhobenen Zeigefinger oder Belehrungen für den Leser gab. Das Ende hat gezeigt wie sich Dinge durch die Anstrengungen und Taten einzelner verändern lassen und das war entspannter als der erhobene Zeigefingerwink den man sinst immer bekommt bei etwas heiklen Themen.

Die Charaktere sind sehr liebenswert und überraschenderweise sehr divers.

 
Kadka
ist ein ein Halbork - halb Mensch, halb Ork und ist ins Präfektorat gekommen um all die Wunder der Magie und auch der Welt mit eigenen Augen zu sheen. Sie hat diese Abenteuerlust und kann sich an vielen Dingen erfreuen, welche für Leute der Insel alltäglich sind. Ihre Begeisterungsfähigkeit ist eine nette Ergänzung. Ihre Fähigkeiten als Kämpferin sind für das gesamte Unterfangen natürlich sehr nützlich. Am besten gefällt mir aber wie sie und Tane miteinander agieren und die Freundschaft zwsichen Ihnen erwächst, nicht zuleutzt weil Kadka der antreibend Part dazu ist.

Tane Carver
 Ist ein cleverer und intelligenter junger Mann mit einem Touch tragischer Vergangenheit. Allerdings reitet er nicht darauf herum auch wenn sein Ziel, an der Universität zu studieren und den Magiern zu zeigen was "The flaw in all Magic" wirklich ist - nämlich der Magier selbst - grundsätzlich darauf beruht. Im Grunde versucht er die Welt zu verbessern, auf seine Weise aufzuzeigen was falsch läuft. Dazu hat er eine scharfe Zunge, die für manch einen amüsanten Moment sorgt und ist ein bisschen ein Schurke, aber mit moralischen Grundsätzen. Eine gute Wahl für einen Protagonisten.

Indri
Ist ist ein Elf und auch wenn ich sie grundsätzlich mochte, fiel sie etwas schwacher in der Gestaltung aus. Ich fand den Hintergrund, das sie früher mit Tane zusammen war ganz erfrischend, da beide zwar noch etwas für einander übrig haben, Indri aber mehr darüber hinweg zu sein scheint als Tane. Ohnehin hat dies kaum eine Rolle gespielt und Indri konnte zwischen privat und Beruf ziemlich gut hin und her switchen, das hat mir gefallen.

Die Leiterin der Universität
Ich müsste lügen wenn ich nicht ein klein wenig auf die Anspielung am Ende hereingefallen wäre und veruscht hätte die Puzzleteile so zusammenzufügen, das die übrig blieb. Aber das hat nicht zu ihren doch recht sanften Charakter gepasst und war dann auch nicht der Fall. Ich habe mich für sie am Ende gefreut, auch wenn sie eigentlich keine all zu große Rolle hatte.

Die Verbrecher
Blieben etwas blass in meinen Augen. Da ich nur das Hörbuch hatte, weiss ich auch leider nicht wie Ihre Namen geschrieben werden, aber es gibt ohnehin nicht viel zu sagen. Der 300 Jahre alte Dean war ein bisschen over-powered, dennoch war er selbst sein größter Feind, dank Tane's Logik. 😉 Die Motive waren sehr klischeehaft, denn am Ende ging es ausschliesslich um Macht. Aber das ist ja auch im Realen einer der Haupttreiber dieser Welt, man kann es ihnen also nicht übel nehmen. 

Der Student allerdings, war für mich so ein Charakter dem ich seine Rolle nicht ganz abgenommen habe. Auf der einen seite wurde er dargestellt als sei er nicht die hellste Birne am Horizont auf der anderen Seite konnte er diese krasse Aktion durchziehen... ich bin nicht überzeugt. Da war ich ein wenig enttäuscht.

Die Antagonisten sind eigentlich meine einzige Kritik, ansonsten fand ich dieses Bcuh sehr solide und unterhaltsam.

Ein sehr zu empfehlender Einstieg in eine Buchreihe die zur Zeit 4 Bände umfasst. (Wie viele es genau werden habe ich leider nirgens entdeckt, falls jemand etwas weiss, da unten gibt es eine Kommentarfunktion. 😉 ) Eine Mysterykrimigeschichte, die sehr viel Lust auf die weiteren Bände macht und ein Autor den ich auf jeden Fall im Auge behalten werden. Ich bin positiv überrascht und werde mir auf alle Fälle eine pysische Kopie dieses Buches besorgen fürs Regal.




Sonntag, 20. September 2020

Die 5. Welle

Titel: Die 5. Welle
Reihe: Die 5. Welle (Trilogie, abgeschlossen)
Autor: Rick Yancey
Seiten: 480
Verlag: Penguin

Reiserichtung: Cassie lebt ein normales Highschoolleben, bis zu dem Tag der 1. Welle. Aliens greifen die Erde an und sie haben nur ein Ziel: die totale Vernichtung der Menschheit. Milliarden von Menschen sterben in den 1. vier Angriffswellen. Doch es überleben immer noch einzelne Grüppchen und Individuen. Das Leben ist nicht mehr wie es war und Cassie muss sich bald eingestehen das ihr größter Feind in diser postapokalyptischen Welt, eigentlich die Frage des Vertrauens ist.

Ich hätte nie gedacht das mir dieses Buch so gut gefällt. Die Erwartungen waren recht niedrig, vorallem den Charakteren gegenüber. Doch gerade die konnten richtig punkten!
Cassie ist ein guter Charakter für ein solches Szenario. Sie verarbeitet Erlebnisse schnell und geht dann recht pragmatisch vor. Sie kann Situationen gut einschätzen und analysieren. Ich finde es klasse, wie sie die Dinge hinterfragt und auch den ein und anderen Zusammenbruch nicht auslässt. Das hat sie sehr real wirken lassen.
 

Das Buch ist in 4 Erzählstränge geteilt. Cassie's kommt logischerweise am häufigsten vor. Der 2. Erzählstrang stellt die Perspektive von Ben Parish dar. Er ist ein Überbleibsel aus Cassie's heiler Vergangenheit und kann sich anfangs weniger schnell an veränderte Verhältnisse anpassen als andere. Das wird ihm zum Verhängnis. Allerdings gewinnt er in Camp Haven mehr an Rückrat, was seiner Figur sehr zu Gute kommt. Auch wenn sein Erzählstrang grundsätzlich schon zur Handlungsentwicklung beigetragen hat, fand ich diese Kapitel etwas langatmig und uninteressant. Vorallem die Ausschweifungen über seine Gedankenwelt hätte man hier und da gut kürzen können. Erzählstrang 4 war Sammy, Cassie's kleiner Bruder. Eine ganz realistische Darstellung und auch wenn seine Perspektive nur 1x gezeigt wurde, war diese wirklich wichtig zum Verständnis der Handlung und zum weiteren Verlauf.
Evan (Erzählstrang 3) war ein recht interessantere Charakter, denn durch die ganze Geheimniskrämerei hat er diesen mysteriösen Aspekt bekommen. Letzt endlich ist er allerdings ein wenig zu gut um wahr zu sein und bedient damit sein Klische.
Die Idee und der Handlungsaufbau haben mir gut gefallen. Natürlich ist es nicht das erste Buch das von einer Alieninvasion berichtet. Doch die Handlung war durchdacht und konnte mich an ein paar Stellen sogar richtig überraschen. Eine Schwäche in der Logik sehe ich allerdings: wozu sollten sich die Aliens so viel Mühe machen - insbesondere mit der 5. Welle? Es gibt sicher effektivere Wege um die Menschheit auszurotten, ohne den Planet großflächig zu zerstören? Aber ich sehe natürlich ein wozu dieser "komplizierte Weg" gewählt wurde - Mainstreamgenreansprüchen geschuldet.
Wie dem auch sei: das Ende war, wie erwartet, ein halb-happyend-halb-böser-cliffhanger, was einem zum Weiterlesen bringt.

 
Ich denke auch das der Film zum Buch recht passabel war, den ja -natürlich - gibt es eine Verfilmung. Es gibt zwar einige Unterschiede, aber generel kann man den Film gut schauen, insofern man nicht ein hyper - Fan des buches ist und alles auf die Goldwage legt. 😉