Donnerstag, 23. April 2015

Die Feenjägerin

Titel: Die Feenjägerin
Reihe: The Falconer
Autor: Elizabeth May
Seiten: 400
Verlag: Heyne
Leseprobe: Die Feenjägerin

Reiseweg: Wir begeben uns nach Schottland ins Jahr 1844. Dort kämpft Aileanna Kameron gegen ihre gesellschaftlichen Pflichten und gegen Feen. Ein Hobby das nicht nur für eine Frau, sondern besonders für eine Dame mit Rang und Namen nicht gerade angebracht ist. Doch Ailenna kann nichts dagegen tun, denn ihr Herz ist voll mit Rache. Feen sind das Übel in Aileannas Welt. Schuld am Tod ihrer Mutter und alles was sie tun ist sich an Menschen zu laben. Doch ist alles wirklich so schwarz weiß, gut und böse, wie Aileanna glaubt? Immerhin lernt sie alles über Feen Kiaran, seines Zeichens  Daoine Sith. Eine der mächtigsten Feen überhaupt.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme mit dem Seelenleben von Aileanna, aber mit Fortschreiten der Geschichte, haben sich meine Bedenken zerstreut.
Aber von Anfang an:
Wir erleben die Geschichte aus Aileannas Perspektive. Sie ist eine junge Frau mit einem schweren Schicksal, dass sie mehr oder weniger gut verarbeitet hat - kurzum sie lässt ihren Frust an den Feen aus, bis hin zur Besessenheit. Sie ist ein interessanter Charakter und eine toughe Frau. Überhaupt finde ich alle Charaktere sehr gelungen. Kiaran ist... nein dazu sage ich nichts und setzte nur einen verträumten Blick auf - lest es und ihr versteht mich :D. Auch ihre Freundin, obwohl diese nur kurz auftaucht, wirkt authentisch und Gavin ebenfalls - das wird noch sehr spannend!
Was ich außerordentlich finde ist das "Liebesdreieck", welches die Kriterien eines typischen Liebesdreiecks nicht ganz trifft. Eine sehr sympathische Wendung in der Geschichte.
Die Handlung folgt der klassischen Dramatik, mit Höhepunkt am Ende und so weiter. Eine sehr solide Umsetzung und die Spannung kommt nicht zu kurz. Auch Erklärungen und Beschreibungen wurden im richtigen Maß gegeben. Das Einzige, was ich wirklich schlecht umgesetzt empfand, waren die Steampunk Elemente. Es wurden sich die tollsten Sachen ausgedacht - fliegende Kutschen, aber es gab keinen richtigen Realitätsbezug. Zum Beispiel hat Aileanna immer irgendwelche tollen Waffen erfunden - aber dazu braucht sie auch Materialien - angefertigte Teile - wovon nie die Rede war. Diese ganze Steampunktechnik - Sache wirkte doch sehr erzwungen und ohne, wäre alles viel besser gewesen. Nein, das hat mir nicht gefallen, hat aber nicht den Lesefluss oder die Handlung gestört, von daher war es erträglich.
Das Ende war echt... also das war... da fehlen mir die Worte. Das Buch war einfach mitten in der Handlung zu Ende! Es gab kein Cliffhanger, wie man die sonst gewöhnt ist, sondern es war einfach zu Ende. Was für eine Frechheit! Ich bin mir nicht sicher ob ich das gut finde oder nicht, aber ich will auf jeden, JEDEN Fall den 2. Band lesen. Auf englisch ist dieser bereits entschienen, auf deutsch - ich habe leider keine Ahnung, wann, ob und wie, aber es wird eine Trilogie.

Was ich mir noch wünschen würde und ich kennen das von irischen Büchern, ist ein Ausspracheführer am Ende. Das Buch hat zwar ein Bestarium indem alle Feenarten erklärt werden, aber wie man die Namen ausspricht, das fehlt.

Auf jeden Fall ein sehr spannendes historisches Urbanfantasy Abenteuer. Die Grundidee Feen zu jagen ist cool und mal was anderes zu all den Monstern blabla, auch gut umgesetzt. Ich hätte auch nie gedacht das man förmlich durch die Story fliegt - lesen lohnt!

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