Sonntag, 28. Januar 2018

Zeitreiseabenteuer mit Zeitenzauber

Titel: Zeitenzauber - das verborgene Tor
Reihe: Zeitenzauber (abgeschlossen, 3 Bände, Nachfolgereihe "Auf ewig dein")
Autorin: Eva Völler
Seiten: 352
Verlag: Baumhaus Verlag

Reiserichtung: Für Anna und Sebastiano scheint die Aufgabe diesmal eigentlich recht einfach. Sie sollen Mr. Stephenson in das Jahr 1813 begleiten. Doch als sie dort angekommen sind, erfahren sie dass, die wahre Mission weitaus gefärhlicher ist. Natürlich erhalten sie von Jose wieder einmal kaum brauchbare Informationen, aber zum Glück stehen Ihnen Jerry und sein Großvater zur Seite. In die Upperclass dieses Jahrhunderts hinein gestoßen, müssen Anna und Sebastiano herausfinden wer Freund und Feind ist. Doch diesmal haben sich die Alten besonders bemüht, denn hierbei handelt es sich um das letzte Spiel über Zeit und Raum.

Ich habe Band 1 und 2 vor zwei Jahren gelesen und bin erstaunlich gut wieder reingekommen. Das Buch ist auch wieder aus Anna's Perspektive geschrieben und sie hat in den ersten 2 Kapiteln noch einmal einige grundlegende Fakten wiederholt. Das hätte mich sicherlich gestört, wenn ich die Reihe nicht jetzt erst Jahre später beendet hätte. So ermöglichte mir das einen guten Einstieg. Dennoch, im dritten Band noch einmal viele Grundlegende Fakten erklären, ist meiner Meinung nach etwas zu viel des Guten.

Die Dynamik zwischen Anna und Sebastiano hat mir sehr gut gefallen. Sie haben sich benommen wie ein frisch verliebtes Paar und das hat sehr gut zur Geschichte und den beiden Figuren gepasst. (Hier muss man auch ein bisschen die Zielgruppe des Buches bedenken.) Klar ist Anna manchmal total naiv, aber immerhin ist sie erst 21 und da finde ich solches Verhalten noch überaus glaubwürdig. Sebastiano hat ein bisschen die ruhige Seite inne, das heißt er gleicht Anna's hibbeliges Wesen etwas aus. Eine gelungene Kombination.
Allerdings scheinen mir beide in diesem Band nicht ganz helle und eindeutig zu unbekümmert an die Sache heranzugehen. Wie oft spielt Anna dem Alten in die Hände, obwohl es vermeidbar gewesen wäre? Warum stellen sie nicht mehr Nachforschungen zu ihrer Aufgabe an? Schließlich stehen Ihnen ja alle Mittel dieser Zeit zur Verfügung als reiche Adelige. Das hat den Plot, meiner Meinung nach, ziemlich runtergezogen. Die Gefahr war real und das Spiel der Alten eigentlich ganz clever gedacht, aber irgendwie kam mir die Handlung schwammig vor. Dann war da noch die eine Sache zwischen Anna & Sebastiano, die ich nicht ohne zu spoilern verraten kann, die aber extrem überzogen war - und nein, ich rede nicht von den kleinen Beziehungskrisen. Solch eine Entscheidung hat überhaupt nicht zu Anna's unreifem Charakter gepasst. Seabstiano habe ich das ja noch abgenommen, aber na gut, was soll man machen?
Wie bereits erwähnt war die Handlung an sich durchaus gut durchdacht, nur leider stand sie im Widerspruch zu den Handlungen unserer reichlich unbekümmerten Protagonisten. Irgendetwas war da durcheinander. Am Ende war es plötzlich ganz simpel und schnell aufgelöst und das Universum gerettet. Da hat irgendetwas nicht zusammen gepasst. Bis zur ersten Hälfte ist die eigentliche Handlung, die Rettung der Zeit, im Hintergrund untergegangen zu Gunsten von Prunk, Luxus und Teenieschwärmerei. Das war sehr schade. In den vorherigen Büchern war das besser abgestimmt.

Ansonsten gab es einiges an Humor, wenn man sich nicht an den ganzen Klischee's und Vergleichen zur heutigen Popkultur stört. Ich fand das Buch okay, als Abschluß einer Trilogie hätte es aber mehr um die Rettung der Zeit gehen dürfen und weniger um alles andere.





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