Sonntag, 11. Oktober 2015

Wer zum Teufel ist Butterblume?

Titel: Wer zum Teufel ist Butterblume?
Reihe: Magisches Geflüster
Autorin: Marita Sydow Hamann
Seiten: 369 (in meinem Programm)
Verlag: Amazon

Route: Portugal. Die Azoren! Wie kann ein Urlaub nicht schön werden, mit so einem Reiseziel? Meli ist auf jeden Fall perfekt vorbereitet auf eine tolle Zeit. Na ja mehr oder weniger perfekt. Eigentlich ging von Anfang an schon alles schief. Ihre Koffer-pack-Liste verschwindet, sie vergisst fast noch die Flugtickets auszudrucken, es regnet in strömen und dann kommt sie auch noch klatschnass und viel zu spät bei der Personalbesprechung an. Meli ist eindeutig reif für die Insel. Zusammen mit ihrer Freundin Wenke macht sie sich auf eine unvergessliche Reise. Denn schon im Flugzeug wartet das Unfassbare auf sie.

Die Geschichte habe ich jetzt in 2 Stunden einfach durchgehauen. Der leichte, fluffige, flüssige Schreibstil der Autorin macht es möglich!
Die "Magisches Geflüster" Reihe besteht bis jetzt aus 3 verschiedenen relativ kurzen Geschichten. Nicht zu verwechseln mit Kurzgeschichten, aber dennoch genauso schnell lesbar.
Die Handlung ist dabei einfach gestrickt und hält sich ziemlich gut an den klassischen Dramaturgieaufbau. Gegen Ende gibt es sogar noch die unerwartete Wende und die war wirklich unerwartet! Es gibt einige witzige Stellen im Buch und wieder bestätigt sich das lesen bildet. Ich weiss jetzt jedenfalls für was der Ausdruck "In die Fliesenabteilung gehen" steht. Ziemlich passend wenn man darüber nachdenkt und total lustige Idee. Meli und ich teilten uns sogar den gleichen Ritualmordgedanken! ;-)
Die Rettung war natürlich ein ziemliches Klischee und ich hab auch nicht ganz verstanden wieso sie da plötzlich am Klippenrand stand. Auch das im Wasser noch so viel Zeit für die magische Anziehung bleibt, war dann doch ein Touch zu viel des Guten. Schließlich ging es um Leben und Tot, irgendwann schalten sich da doch sicher Überlebensinstinkte ein und schubsen die Magie erstmal weg? Andererseits ich bin jetzt noch nie von einer Klippe gefallen... 
Die Nebencharaktere waren alle ganz cool soweit. Wenke ging mir am Anfang irgendwie auf die Nerven, aber einige Seiten später fand ich sie total in Ordnung. Auch Jose war symphatisch und ist mit allen Wassern gewaschen. Haha! Der hat es echt drauf. :-)
Was ich aber wirklich bemängele, ist die Tatsache wie die Freundinnen praktisch "ausgeschaltet" wurden. Ich sehe ja ein das die Nebencharaktere weg mussten, zu gunsten unseres Pärchens. Aber bitte?! Die Katze ist krank? Whaaat?! Man kann ja seine Haustieren noch so abgöttisch lieben, aber wenn die beste Freundin mit einer Gehirnerschütterung, in einem fremden Land, im Krankenhaus liegt, dann reise ich bestimmt nicht ab nur weil meine heiß geliebte Katze vielleicht stirbt! Da muss man schon Prioritäten setzen, auch wenn Meli sagt das es für sie okay ist. Die Katze ist in einer Tierklinik eh viel besser aufgehoben, als wenn Wenke da jetzt was machen könnte. Für mich klang das an den Haaren herbeigezogen. Wenn Wenke wirklich so ein Mensch wäre - dann würde sie als beste Freundin ja mal nicht viel taugen!
Meli ist auch manchmal ein bisschen putzig. Ach komm lass uns doch der grusligen Stimme folgen! Hey, alle mir nach! Als ob... Das war schon unheimlich, aber zu Meli hat es gepasst. Sie hatte was tollkühnes an sich. Und das es praktisch endet wie es anfängt - ich hoffe das ist jetzt kein Spoiler - war eine gute Idee die zur Story gepasst hat. Eigentlich sogar eine logische Schlussfolgerung die sich ergeben musste.
Zu Gary sage ich jetzt einfach mal nichts. Lest selber!

Um es mit Alexa's Worten abzuschließen: "[...] was für eine unglaubliche Story."

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