Dienstag, 9. Juni 2015

Verborgen - Switched

Titel: Switched (dt. Verborgen)
Reihe: Trylle Trilogie (Band 1, dt. Die Tochter der Tryll)
Autor: Amanda Hocking
Seiten: 293
Verlag: Tor

Reisebericht: Wendy scheint nicht so richtig in die Welt zu passen. Sie fliegt öfter von der Schule als ihrer Tante lieb ist und sie kann nichts zu Ende bringen. Wendy weiss nichts wirklich mit sich anzufangen, aber sie weiss dass ihr Bruder und ihre Tante sie lieben und unterstützen. Als Finn plötzlich an ihrer Schule auftaucht und behauptet ihre Familie sei gar nicht ihre echte Familie, möchte Wendy es nicht glauben. Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit. Ehe sich Wendy versieht, findet sie sich in einem Palast wieder, zwischen Bestimmung, Freunden und neuen Feinden.

Hmm. Rechtschreibfehler in englischen Büchern, die einem nicht Muttersprachler auffallen, sind schon irgendwie peinlich. Aber ein unausgewogener Schreibstil ist noch viel schlimmer. Autoren ohne Handwerk sind einfach... na ja ziemlich Mainsteam. Ich kann nicht fünf Sätze hineinander mit Ich anfangen. Das Stichwort hier ist: Sprachgewandtheit. Auch sind die Ideen nicht besonders einfallsreich. Die Geschichte selbst wirkt nach Schema F geschrieben. Das Beste sind noch die Dialoge und ich glaube hier liegt auch die Stärke der Autorin.

Die Charaktere sind sehr klischeehaft, eigentlich wie die ganze Geschichte. Nur wenige sind besonders einzigartig, zum Beispiel Gabriel. Die Figuren sind nicht schlecht, aber eben auch nicht bemerkenswert in ihren Handlungen und Charakteren. Wendy, die Protagonistin ist noch ein dickköpfiges verwöhntes Kind. Das macht es natürlich schwer sie zu mögen, aber sie hat ein paar gute Ansätze. Ich finde es einfach nur dumm, dass sie zum Beispiel nicht versucht ihre Kräfte einzusetzten, selbst als ihr Leben davon abhängt. Finn ist natürlich der tolle, fantastische Retter und überhaupt. Mir hat nicht gefallen, das die Figuren weitestgehend auf ihr Äußeres reduziert wurden. Finn sieht toll aus ok, aber er hat offenbar keine besondere Selbstkontrolle. Fein er hat sich vielleicht in Wendy verliebt (kein Geheimnis hier), er will sie beschützen, alles schön. Aber entweder ich mache das mit dem ganzen Herzen und ziehe es durch, oder ich mache es Finn-Style , mit dem halben Arsch und das wiederspricht wiederrum seinem edlen Klischeecharakter.
Auch die Idee mit den Trollen oder Tryllen (ich lese das englische Original) hat eher die Anmutung von: welche magische Kreatur ist noch nicht so abgelutscht? Ach nehmen wir mal Trolle, das gab es noch nicht in diesem Zusammenhang. Ich will die Idee nicht schlecht reden, aber ihr fehlt ein wenig der Sinn zum Einsatz gerade dieser "magischen Wesen".

Die Geschichte ist jetzt nicht total schlecht. Einfach nur sehr Mainstream. Es gibt ein paar amüsante Stellen und auch ein, zwei gute Ansätze, leider werden diese nicht fortgeführt.
Da ich Band 2 und 3 allerdings schon hier liegen habe (ja, es war ein gutes Angebot), geht es damit weiter und wer weiss, es gibt schließlich jede Menge Verbesserungspotenzial.


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