Sonntag, 2. März 2014

Zweite Wörter zum Sonntag: Autoreninterview + Verlosung

Passend zur Buchbesprechung, habe ich mit der Autorin ein Interview geführt. Die Ergebnisse dessen, präsentiere ich Euch in diesem Beitrag.
Außerdem lohnt es sich bis zum Schluß zu lesen, denn es gibt noch etwas zu gewinnen!

Interview mit Marita Sydow Hamann


Marita Sydow Hamann
Wie bist du zum Schreiben gekommen und wie kam es zu deiner 1. Buchveröffentlichung?
 
Ich hatte schon immer den Traum einmal ein Buch zu schreiben. Doch wie das mit Träumen so ist, bleiben sie oft nur Träume.
Geschichten habe ich geschrieben seit ich denken kann, allerding fanden die nur als Tagträume in meinem Kopf statt. Irgendwann schrieb ich dann die erste Kurzgeschichte auf. Später entwarf ich einzelne Illustrationen zu den Kindergeschichten. Dann schrieb ich „Jori, der kleine Troll – Der erste Schultag" und illustrierte das Kinderbuch vollständig. Es hat mir viel Spaß gemacht.
Der Gedanke reifte, meinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und ein richtiges Buch zu schreiben. Das war im Juni 2006. Ich liebe Fantasy und Science Fiction. Ich hatte eine vage Idee für ein Fantasy-Kinderbuch im Kopf. Um dem Ganzen Substanz zu verleihen, begann ich mich mit Mythologien zu beschäftigen und beschloss meine Geschichte in die nordische Mythologie einzubetten.
Es war keine fertige Idee, sondern ein Reifeprozess. Zuerst gab es die Idee um ein Mädchen, das aus einem Heim flieht und dann mit Hilfe von Feen und Magie zu sich selbst findet. Die Grundidee ist geblieben, doch sonst hat „Die Erben der alten Zeit" nicht mehr viel damit zu tun. Es wurde auch kein Kinderbuch, sondern ein AllAge ab 14 Jahre.
Ich gab das Buch zuerst bei Book on Demand selbst heraus, einfach nur, weil ich es unbedingt in der Hand halten wollte. Ich war doch so stolz, es geschafft zu haben, ein ganzes Buch zu schreiben! :o) Gekauft haben es natürlich nur Freunde und Bekannte, aber immerhin.
2012 lud ich es dann probehalber als ebook bei Amazon hoch und landete über Nacht in den TOP100. Ich war sprachlos! Dort wurde ich dann von einem kleinen Verlag „entdeckt" und für die Trilogie „Die Erben der alten Zeit" unter Vertrag genommen.
Alle anderen Bücher verlege ich immer selbst. Ehrlich gesagt ist mir das lieber, da kann ich dann alle Schritte selbst entscheiden – vom Inhalt bis zum Cover.

Ist das Schreiben für dich mehr ein Hobby, oder eine Berufung?

Für mich ist es pure Freude. :o) Und zum Teil auch Therapie. Ich bin nicht richtig „fit" und in den schweren Zeiten hilft es mir, mich durch positive Ablenkung über Wasser zu halten. Ich tauche dann in meine Fantasywelt ab und mache dabei sogar noch etwas Produktives, das nicht nur mir, sondern auch noch anderen Freude bereitet. Das ist sehr befriedigend.
Noch ist das Schreiben Hobby, aber ich arbeite daran, es zu meinem Beruf zu machen.

Liest du selbst gerne Bücher? Hast du ein Lieblingsbuch oder eine/n Lieblingsautor/in?

Ich liebe Bücher! Vor allem Fantasy, Science Fiction und auch Romantasy. Ich komme nicht mehr ganz so viel zum Lesen wie früher, da mich meine eigenen Bücher und die dazugehörigen Fantasywelten oft zu sehr beschäftigen, aber ohne lesen kann ich mir mein Leben nicht vorstellen.
Ich habe nicht wirklich Lieblingsbücher oder Lieblingsautoren, aber Rowlings „Harry Potter" hat mich richtig begeistert und mir viele Stunden Lesespaß beschert.

Was ist für dich die größte Herausforderung, beim Schreiben einer Geschichte überhaupt?

Am Ball zu bleiben und ein Projekt wirklich durchgehend gleichbleibend gut abzuschließen. Ich habe so viele Geschichten im Kopf, dass mich oftmals eine neue Idee so fesselt, dass ich am liebsten gleich drauflos schreiben würde. :D Dann mache ich mir aber stattdessen Notizen, um nichts zu vergessen und widme mich wieder ganz brav dem laufenden Projekt.

Was fasziniert dich am Schreiben, oder an Büchern selbst?

An Büchern faszinieren mich die unendlich vielen Welten, in die man als Leser einfach eintauchen kann. Das schöne ist, dass die eigene Fantasie nicht zu kurz kommt. Jeder stellt sich die Personen, Orte und Geschehnisse in einem Buch etwas anders vor. Denn im Gegensatz zum Film kann und will ein Autor diese Dinge nicht perfekt widergeben, sondern liefert lediglich den Rahmen, ausmalen muss der Leser die Vorlagen dann selbst.
Als Autor macht genau dieser Punkt mir dann Freude: ich liefere eine Geschichte und biete dem Leser die Möglichkeit, einzutauchen und seine eigene Fantasie spielen zu lassen.

Neben dem Schreiben, malst du auch gerne. Hast du, bei der Gestaltung deines aktuellen Buches "Die Erben der Alten Zeit - Das Amulett", eigene Ideen einbringen können?

Ich konnte zum Teil mitentscheiden, ja. Das Amulett auf dem Cover finde ich gut gelungen, es wurde nach meinen Wünschen angefertigt. Den Wald als Hintergrund hätte ich nicht gewählt. Ich hätte ein Stück Holz mit einer eingeritzten Rune besser gefunden, so hatte ich es auch in meinem Originalcover, bevor das Buch unter Vertrag genommen wurde. Auch der Runendrache und die Karte im Buch sind von mir entworfen.
Für den Folgeband, der noch im Februar 2014 erscheint, stammt die Karte auch wieder von mir. Leider wurde ich hier bei dem Cover nur scheinbar zu Rate gezogen, auf meine Wünsche wurde dieses Mal keine Rücksicht genommen. Ich hoffe es gefällt den Lesern trotzdem.

Was hat dich zum Schreiben dieses Buches inspiriert?

Mein Wusch meinen Traum zu erfüllen, ein ganzes Buch zu schreiben. Und die vielen Vorlagen, die mir die nordische Mythologie geliefert hat. Ich konnte da förmlich aus dem Vollen schöpfen. Die Ideen, wie ich die jeweiligen Symbole, Runen, Tiere, Orte, Legenden und Begebenheiten für meine Zwecke abändern, erweitern oder neu definieren konnte, flogen mir buchstäblich zu.

Wieviel Recherchearbeit hast du im Hintergrund investiert für "Die Erben der Alten Zeit"?

Für die Recherche ist einige Zeit ins Land gegangen. Ich hatte es aber auch nicht eilig, sondern wollte einen klaren, gut nachvollziehbaren roten Faden entwerfen, bevor ich loslege. Da ich zu der Zeit auch noch 100% gearbeitet habe, dauerte es fast ein halbes Jahr, bevor ich den ersten Satz schrieb. Wie gesagt, ich hatte es nicht eilig.

Gab es ein kurioses oder interessantes Erlebnis, während deiner Recherchearbeit, von dem du uns erzählen kannst?

Ich arbeitete zu der Zeit bei einer jungen Frau, die viel Hilfe brauchte. Ich bin persönliche Assistentin für Personen mit Behinderungen.
Da Jolene auch blind war, habe ich ihr viel vorgelesen. Sie liebte Bücher. Als ich beschloss, selbst ein Buch zu schreiben, habe ich sie in den gesamten Prozess mir einbezogen. Während ihrer Ruhepause, arbeitete ich an dem roten Fade und danach besprach ich meine Ideen mir ihr. Wir hatten viel Spaß.
Jolene kam auch mit eigenen Ideen. Beispielsweise wollte sie pastellfarbene Seerosen, die einen Diamanten in der Mitte haben. Ich habe ihre Idee aufgegriffen und daraus die Nornen der Zeitalter entwickelt. Und als ich erzählte, dass ich die Lichtelfen als kleine libellenartige Wesen haben wollte, da malte sie mir ein Bild im Kopf mit rosa Häuschen und Schlössern, die in Bäumen hängen. Auch diese Idee habe ich aufgegriffen, ihr könnt davon im dritten Teil der Trilogie lesen.
Jolene verstarb 2009. Sie wurde gerade einmal 23 Jahre alt.
 
Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen!
 

Jetzt könnt Ihr ein Exemplar von "Die Erben der alten Zeit" gewinnen!

Schreibt mir einfach eine Mail an twineetywaeldchen@gmail.com bis zum 15. März, mit dem Stichwort: Erben der alten Zeit unter allen Teilnehmern verlose ich dann dieses eine, noch original eingepackte Exemplar.
Viel Gück!

 

1 Kommentar:

  1. Sonjas Bücherecke2. März 2014 um 08:03

    Hallo,

    eine Autorin , die ich noch nicht kenne. Ein Buch , das ich sehr gerne lesen würde.

    Schönen Sonntag
    liebe Grüße
    Sonja

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