Freitag, 12. Juli 2013

Zwischen ewig und jetzt

Titel: Zwischen ewig und jetzt
Autor: Marie Lucas
Reihe: allein stehend
Seiten: 464
Verlag: Fischer FJB
Reiseroute: Julia hat einige Familiengeheimnisse, von denen sie nicht will, das ihre neuen Freunde davon erfahren. Denn das ist ein Neuanfang - ihr Neuanfang. Julia will das dass Leben wieder unkompliziert und einfach wird. Doch wann ist es das jemals? An ihrem ersten Schultag sieht sie Nikki. Nikki mit dem keiner spricht, der von allen gemieden wird. Nachdem sie mit ihm im Unterricht zusammen arbeiten musste, fragt sie sich wieso. Aber ihr neuer Freund Felix macht daraus ein Geheimnis. Als Julias Großvater stirbt, wirft sein Tod nur noch mehr Geheimnisse auf. Dinge die Julia betreffen, die Toten und damit auch Nikki und Felix.

Puh! Ich weiß das dieses Buch, zumindest was ich gesehen habe, gut bewertet wurde. Das war auch ein Punkt, weshalb ich es mir zugelegt habe. Im Nachhinein muss ich leider feststellen, wie enttäuscht ich bin. Waren meine Erwartungen zu hoch? Ich denke nicht.

Ich sehe eine riesige Schwäche in der Dramatik. Da war überhaupt kein Spannungsbogen! Die Geschichte ist nur so vor sich hingeplätschert, sogar die vermeintlich spannenden Stellen waren platt geredet. Es waren viel zu viele Wiederholungen drinne. Alles wurde von den Charakteren mehrmals durchgekaut, die Fragen und auch die Lösungen. Wirklich schade, denn die Idee hinter der Geschichte hat durchaus Potenzial.
Die Figuren: waren okay. Natürlich wurden Nikki und Felix als total attraktiv beschrieben, Klischee, Klischee. Ist ja fast ein Muss in diesem Genre und das möchte ich auch gar nicht ankreiden. Die Figuren waren noch das Beste am ganzen Buch. Sie hatten alle Hand und Fuß. Vermutlich durch die ganzen eingewobenen Elemente aus der Vergangenheit. Mit Julias Entscheidungen konnte ich mich zwar nicht immer anfreunden, aber das ist schon in Ordnung. Ich kann nicht ganz verstehen wieso sie noch so extrem an Felix hängt, aber gut. Es hat sie eben während des Buches gleich zwei mal erwischt.
Das Ende war, meiner Meinung nach, einfallslos. Ich meine wie kann man so etwas Wichtiges einfach vergessen?! Gleichzeitig konnte sich Nikki aber noch sehr gut daran erinnern, urplötzlich. Auch das junge Alter ist da keine Entschuldigung. Nein, das fand ich nicht sehr realistisch und unkreativ.
Übrigens: die gruselige Stimmung, die erzeugt werden sollte, kam bei mir nicht an. Ich fand nichts gruslig und auch die Enthüllungen, waren nicht annähernd so schockierend und unerwartet, wie sie hätten sein können.
Das Cover ist wirklich wunderschön, aber die Geschichte musste ja entsprechend aufgewertet werden. Hut ab vor den Grafikern.

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