Mittwoch, 10. Juli 2013

Ash like Snow

Titel: Ash
Autor: Malinda Lo
Reihe: allein stehend
Seiten: 272
Verlag: PAN

Reisebericht: Als Aislings Vater stirbt ist sie ihrer Stiefmutter ausgeliefert. Wenn es ihr möglich ist, schleicht sie sich zum Grab ihrer Mutter, das zwar weit entfernt, aber über Feenwege, dennoch zu erreichen ist. Dort trifft sie Sidhean einen Feenmann, der ihr manchmal Gesellschaft leistet. Zwischen ihnen entwickelt sich so etwas wie Freundschaft, dennoch bleibt eine Kluft. Als noch jemand anderes in Ash's Leben tritt, muss sie sich entscheiden: für oder gegen den Zauber der Feenwelt.

Hach, immer diese irischen Namen! Es muss ja alles irgendwie mystisch klingen, auch wenn ich es einen ticken zu übertrieben finde, aber okay.
Hier ein kleiner Ausspracheführer:
Aisling = Aschling (das g wird mehr oder weniger verschluckt)
Aidan = Aidn (gebt dem ganzen einen englischen Touch)
Sidhean = Schii-on (würde man das Wort auseinandernehmen Sidhe - an bekommt man das irische Volk der Feen und eine andere Aussprache dazu wäre Scythe + on wie die "Sichel" in englisch)

Soweit die Formalitäten. Kommen wir zum eigentlichen: der Geschichte.
Ich muss sagen ich bin EXTREM zweigeteilt. Auf der einen Seite bin ich absolut begeistert von Sidhean, der etwas unheimliches verkörpert und auch von Ash. Auf der anderen Seite war die Geschichte total anders, als ich gedacht hätte und diese ganzen Ereignisse um Kaisa, integriert in diese Aschenputtelstory, das hat mir nicht gefallen. Wenn man beides getrennt hätte, wären das zwei gute, etwas andere, Aschenputtel Märchen geworden. So war das einfach zu viel durcheinander und so richtig kam die Aussage des Buches bei mir nicht an. Was war der springende Punkt an Sidhean's Präsenz überhaupt? Zu zeigen das Ash auf Männer und Frauen steht? Mein Thema war das nicht so richtig. Es war ein schönes Märchen, in dem viele Märchen erzählt wurden. (Die ich aber alle nur überflogen habe, da ich nach dem 3. die Nase davon voll hatte.) Irgendwie folgt das Buch keiner erkennbaren Dramaturgie. Es plätschert mehr vor sich hin, als das echte Spannung aufgebaut wird. Allerdings hat es einen düsteren Touch an sich, der mich hat immer weiterlesen lassen. (Eigentlich in der Hoffnung das noch irgendwas passiert.)

Ich möchte das Buch nicht zu schlecht bewerten, denn das war es nicht. Aber es traf überhaupt nicht meinen Geschmack. Ich mochte das Düstere darin, die Feen, die wirklich mehr so sind, wie man sich die Sidhe und ihre Welt vorstellt. Ansonsten hat das Buch mich kaum berührt. Darum vergebe ich drei wirklich, wirklich gut gemeinte Reisekoffer, einfach wegen der Feenwelt, Ash's Glauben daran und dem coolen Buchformat.

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