Montag, 15. April 2013

Von Nekromantie, Theriantropie und anderen Paranormalitäten

Titel: Schattenstunde, Seelennacht, Höllenglanz
Reihe: Die dunklen Mächte
Autor: Kelley Armstrong
Seiten: 416, 368 und 400
Verlag: PAN Verlag

Reisebericht: Chloe lebt ihr Leben in ziemlichen Reichtum, mit ihrer Haushälterin, einem oft abwesenden Vater und der Erinnerung an ihre verstorbene Mutter. Doch etwas trübt langsam ihre Idylle: sie sieht Geister und es wird schlimmer. In einem Heim soll ihr geholfen werden. Nach einigen Therapiesitzungen wird bei ihr Schizophrenie diagnostiziert. Doch Chloe harkt nach und findet heraus, dass die gar nicht geheilt werden muss, ja sogar nicht geheilt werden kann. Auch die anderen Jugendlichen bilden sich offenbar nichts ein und die Leute vom Heim wissen darüber bescheid. Von einer skrupellosen Organisation gejagt, fliehen sie und versuchen Hilfe bei anderen ihrer Art zu finden. Doch wem kann man wirklich trauen? Und was steckt wirklich hinter dieser Sache?
 
Eine sehr abenteuerliche und rasante Reihe! Schattenstunde & Seelennacht war unglaublich spannend. Höllenglanz hat das Tempo erst richtig im letzten Viertel aufgenommen mit Ausnahme einiger Sequenzen dazwischen. Der Schreibstil ist sehr locker und jugendlich frisch. Dialoge und Text wechseln sich gut abgestimmt aufeinander ab (in Band 3 wird mir Stellenweise etwas zu viel sinnlos hin und her diskutiert.). Die Grundidee ist zwar nicht neu, hat aber ihren ganz eigenen Charme. Ein bisschen Krimiflair, Übernatürliches, Verrat, Magie und Liebe schaffen zusammen eine Wundervolle Buchreihe, die für viele Fantasyfans interessant sein dürfte. Überrascht war ich von der Pärchenbildung, die sich in Teil 2 für den aufmersamen Leser herausbildete. Das war mal eine gelungene wirklich realistische Entwicklung einer Liebesgeschichte! Bei allen fantastischen Elementen, das Buch ist realistisch geblieben. Wenn Charaktere kein Geld haben müssen sie eben zusehen wie sie mit dem Bus weiter-, an Essen herankommen und wo sie nachts bleiben. Angst und grusslige Geschehnisse können schon mal dazu führen das man sich buchstäblich in die Hosen macht - auch als Held der Geschichte. Das fand ich wirlich sehr erfrischend!
Die Protagonisten versuchen auch von den üblichen Perfektheitsmustern abzuweichen und wirken dadurch geschlossen symphatisch. Chloe ist zum Beispiel eine Heldin, die mich angesprochen hat und auf ihre Weise die anderen überstrahlt ohne abgehoben zu sein. Die Helden sind übrigens auch nicht die perfekten super Typen und selbst die paranormale Begabung ist von manch einem eher unterdurchschnittlich. :-)
Romantische, rasant spannende Urban Fantasy, in lockerer Schreibweise. Eine gelungene Sache die viel Lesespaß garantiert und dabei doch den Boden der Tatsache immer in Sicht behält. Eine wirklich schöne Geschichte die Kelley Armstrong uns damit beschert hat.
 

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